Neuer Retrohandheld angekündigt: Der Evercade

Ein britisches Startup namens Evercade hat einen neuen Retrohandheld angekündigt, den Evercade. Richtig gelesen, das Gerät trägt den gleichen Namen wie die Firma. Die bisher verfügbaren Bilder zeigen ein Gerät, dass eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sony Playstation Portable oder dem GameBoy Advance von Nintendo aufweist. Im Gegensatz zu den genannten Geräten ist der Evercade allerdings für ältere Spiele gedacht. Auf der Website des Unternehmens werden hier als Beispiel einige Titel vom Atari 2600 und Atari 7800 aufgeführt.

Auffällig am Evercade ist, dass er auf ein eigenes Cartridgeformat setzt. Das heißt, die Spiele kommen auf Cartridges, welche man in den Evercade steckt, wie also zum Beispiel beim GameBoy. Cartridges mit Spielen kann man direkt beim Hersteller kaufen. Die Liste an Spiele umfasst einige Titel von Atari, wobei man allerdings angibt, dass noch weitere Spiele, auch von anderen Herstellern folgen sollen. Welche das sind, wird allerdings nicht bislang zumindest nicht verraten. Die Spiele von Atari, welche man bisher anbietet, sind laut eigenen Angaben von Atari lizensiert. Immerhin ist im FAQ davon die Rede, dass auch 16-bit Spiele im Fokus sind.

Der Evercade verfügt über ein 4,3 Zoll großes Display im 16:9 Format. Den Abbildungen auf der Website des Herstellers kann man entnehmen, dass man das Bildformat auch auf 4:3 umstellen kann. Das Gerät soll zudem für die Bildausgabe eine Verbindung über HDMI mit TV-Geräten unterstützen. Etwas aus der Reihe tanzt die Vielzahl an Bedienköpfen des Handhelds. Für Spiele des Atari 2600 oder 7800 kommt man eigentlich auch mit weit weniger Knöpfen aus. Daher ist zu vermuten, dass auch Spiele von anderen Systemen unterstützt werden sollen. Bisher zumindest ist dies allerdings noch nicht angekündigt. Das Gerät wird über USB geladen. Der Akku soll zwischen vier bis fünf Stunden halten. Akku aufladen und gleichzeitig spielen ist ebenfalls laut Hersteller möglich.

Ob dem Evercade Erfolg beschieden ist muss man abwarten. Allerdings scheint das Konzept auf eine sehr kleine Nische abzuzielen. Zwar haben anderen Retrokonsolen in letzter Zeit gezeigt, dass es für diese Systeme einen gewissen Markt gibt. In Anbetracht dessen ist allerdings fraglich, ob der Evercade hier angenommen wird. Zu einem verfügt das Gerät über keine Geschichte wie die kürzlich von Sony oder Nintendo veröffentlichten Neuauflagen ihrer Klassiker. Zu anderen wird abzuwarten sein, von welchen anderen Herstellern es der Firma Evercade gelingen wird Spiele für die tragbare Konsole anzubieten. Ebenso muss sich zeigen, ob es ein kluger Schachzug war, auf ein eigenes Cartridge-Format zu setzen. Bislang ist nicht bekannt, ob man eigene Programme auf dem Gerät abspielen kann oder per Emulation das betreiben anderer System möglich sein wird. Auch dies wird für viele potentielle Kunden entscheidend sein, welche sich das Gerät eventuell zulegen möchten.

Veröffentlicht werden soll der Evercade im vierten Quartal diesen Jahres. Als Preis werden für den Handheld inklusive einer Cartridge 70 Euro angegeben. Möchte man gleich drei Cartridge samt Gerät haben, kostet dieses Paket 90 Euro. Welchen Inhalt die zusätzlichen Cartridges haben, ist der Hersteller-Website bislang nicht zu entnehmen. Lediglich eine Cartridge mit einigen duzend Atari-Klassikern wie Adventure oder Missile Command wird auf der Website bislang aufgeführt. Wer über die weitere Entwicklung auf dem laufenden bleiben möchte, kann sich per Email über Neuigkeiten informieren lassen.

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