Nintendo SNES Classic Mini geknackt

Bereits kurz nach der Veröffentlichung des SNES Classic Mini von Nintendo wurde die Konsole nun bereits geknackt. Ziel des Hacks ist es, auf dem eigentlich geschlossenen System eigene ROMs abspielen zu können. Dies ist mit dem jetzt veröffentlichten Hack, der gerade einmal zehn Tage nach Verkaufsstart publik wurde, möglich. Beim Hack für das Nintendo NES Classic Mini hatte das noch ein paar Tage länger gedauert. Dass es beim SNES Mini schneller ging, ist darauf zurückzuführen, dass beide Konsolen über identische Hardware verfügen.

Der Prozessor ist, wie beim NES Mini, ein Allwinner R16 SoC mit vier ARM Cortex A7-Kernen und einer ARM Mali 400 MP2 GPU. Der Arbeitsspeicher stammt vom Hersteller Hynix und bietet 256 MByte DDR3, zudem sind 512 MByte NAND-Speicher vorhanden. Zusatz-Prozessoren wie der Super FX und Super FX2 werden über das Linux-basierte Betriebssystem emuliert.

Bei der Installation des Hacks wird die eigentlich nur zum Laden der Konsole gedachte USB-Schnittstelle verwendet. Diese erlaubt neben ihrer eigentlichen Bestimmung auch den Zugriff auf die Innereien des Geräts. Die Anwendung des Hacks ist nicht besonders kompliziert. ROMs die auf dem SNES Mini landen sollen, werden dabei automatisch konvertiert und auf die Konsole kopiert. Im Moment lässt sich aber noch nicht jedes Super Nintendo Spiel auch auf dem Mini SNES zum Laufen bringen. Rund 75 Prozent der Spiele sollen aber funktionieren. Will man mehr als 62 Spiele gleichzeitig auf der Konsole haben, ist die nur über Ordner im Menü möglich. Das Menü der Konsole stürzt sonst ab.

Sollte man sein SNES Classic Mini mittels des Hacks modifizieren wollen, ist man natürlich gut beraten, wenn man zuvor eine Sicherung erstellt. Auch sollte klar sein, dass im Falle eines Falles mit der Garantie wohl nicht so gut aussieht.

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