Commodore Museum in Braunschweig eröffnet

Seit vorgestern hat das Commodore Museum auf dem Gelände des ehemaligen Europahauptsitzes des Unternehmens in der Carl-Giesecke-Straße in Braunschweig geöffnet. Neben 200 geladenen Gästen kam auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies um die Ausstellung zu eröffnen. Rund zwei Jahre sind zuvor damit verbracht werden, Exponate zu sammeln, aufzubereiten und entsprechende Informationen für die Ausstellung zusammenzutragen.

Der Commodore-Schriftzug am Gebäude lässt kurzzeitig vergessen, dass es das Unternehmen seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gibt. Damals lieferte der Verpackungsdienstleister Streiff & Helmold für Commodore die Verpackungen für den gesamten europäischen Markt. In Braunschweig befand sich von 1980 bis 1993 auch der Hauptstandort der Commodore-Produktion in Europa. Nach dem Niedergang von Commodore übernahm die Firma Streiff & Helmold das Firmengelände des Computerherstellers. In der ehemaligen Commodore-Kantine findet sich nun die Ausstellung über die Firma. Bei dem Commodore-Schriftzug, der nun wieder angebracht wurde, handelt es sich übrigens um das originale Logo, wie es zu Zeiten als die Firma noch existierte auf den europäischen Hauptsitz von Commodore hinwies.

Neben dem Klassiker, dem Commodore 64, gibt es auch seltenere Exemplare in der Ausstellung zu bewundern. So wird beispielsweise einer der goldenen Commodore 64 ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine auf 250 Stück limitierte Sonderedition, welche anlässlich des millionsten C64 erschien. Hinzu kommen neben der Geräte selbst, vom VC20 bis zum CDTV, diverse Werbematerialien, wie Zündhölzer oder Armbanduhren als auch diverses Zubehör, wie die Datasette oder Floppys. Unter den rund 250 Exponaten sollen etwa zwei Drittel aller jemals von Commodore produzierten Modelle sein. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich teils um Schenkungen, teils um Leihgaben. Die Arbeiten an der Ausstellung sind dabei noch nicht abgeschlossen und es stehen schon diverse Erweiterungen zur Diskussion. Konzipiert ist die Ausstellung neben für Schulklassen auch für alle, die sich für die Computergeschichte interessieren.

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