Die 100 besten Spiele für das Nintendo Entertainment System (NES) Platzierungen 75 bis 51

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Mario Bros.

75. Mario Bros.

Einige Jahre bevor die Mario Bros., durch das Präfix “Super” weltweit bekannt wurden, tummelten sich sowohl Luigi als auch Mario im Spiel Mario Bros. und hatten alle Hände voll damit zu tun, die Kanalisation von allerlei Ungeziefer zu säubern.

Mario Bros. auf dem NES ist eine Portierung des gleichnamigen Arcadeklassikers aus dem Jahre 1983. In Mario Bros. tritt Mario erstmals unter diesem Namen auf und hat auch gleich noch seinen Bruder Luigi im Gepäck, für welchen es die Videospiel-Premiere ist. Einige Elemente vom späteren Super Mario Bros. finden sich auch schon in diesem Spiel wieder. So begegnen einem in der Kanalisation bereits Schildkröten oder es gilt so viele Münzen wie möglich einzusammeln.

Leider neigt das Spiel dazu aufgrund seines etwas eintönigen Gameplays dazu, ziemlich schnell langweilig zu werden. Seine wahren Stärken offenbart das Spiel erst im Zwei-Spieler-Modus, wenn ein zweiter Spieler in die Rolle von Luigi schlüpft. Im Zwei-Spieler-Modus gilt es gleichzeitig in der Kanalisation auf Highscorejagd zu gehen. Dabei wird natürlich mit allerlei fiesen Bandagen gegen den anderen Spieler vorgegangen.

Die Schwachstellen von Mario Bros. sind schnell aufgezählt: Die Grafik ist okay, aber nicht wirklich überzeugend, was ebenso für den Sound gilt. Allesamt nichts atemberaubendes, abgesehen vom Zwei-Spieler-Modus, welches großes Potential hat. Auch die Steuerung ist ziemlich verzwickt und daher muss man sich erst einmal an sie gewöhnen.

Zusammengefasst ist zu sagen, dass der Ein-Spieler-Modus nichts besonderes ist, der Zwei-Spieler-Modus hingegen ist gut gelungen. Daran, dass der Ein-Spieler-Modus nichts besonderes ist, ändert auch der etwas schwerere B-Modus nichts. Dennoch genießt Mario Bros. einen gewissen Kultstatus, weswegen es auch zahlreiche Portierungen des Spiels auf weitere Plattformen gibt. Die NES-Version ist aber fast allen davon überlegen.

Trivia:
Für das Spiel sollte es auch eine Umsetzung auf den Commodore 64 und den Apple II geben, welche allerdings nie offiziell auf den Markt kamen.

 

Lemmings

74. Lemmings

Die Lemminge trieben so ziemlich auf jedem System ihr Unwesen, so auch auf dem NES. Die Version von Lemmings auf dem NES orientiert sich dabei an der ersten Version, welche auf dem PC veröffentlicht wurde. Allerdings sind bei der Portierung ein paar Dinge abhanden gekommen, so z.B. die Möglichkeit die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Wie bei allen Spielen der Lemmings-Reihe ist es der niedrige IQ der Lemminge, welche den Spieler ab und an fast zur Weißglut treibt. Daran hat sich auch an Lemmings auf dem NES nicht geändert. Mit Hilfe der insgesamt acht Fähigkeiten, welche der Spieler den Lemmingen verleihen kann, muss er diese sicher ins Ziel führen. Dabei gilt es wie immer Abgründe zu überwinden, Tunnel oder Brücken zu bauen.

Dank eines integrierten Passwort-Systems hat man die Möglichkeit an früheren Erfolgen anzuknüpfen ohne immer ganz von vorne zu beginnen. Das ist bei einer Zahl von über 100 Leveln auch dringend nötig. Der Schwierigkeitsgrad ist im Spiel wählbar und so gibt es für jedes Können ein geeignetes Set an Levels. An der Grafik ist nichts auszusetzen, allerdings ist die Steuerung im Vergleich zum PC oder Amiga, wo man mit der Maus hantieren kann, doch sehr stark gewöhnungsbedürftig. Besonders, dass die Aktionen, welche man die Lemminge ausführen lassen kann nicht mit der Cursor ausgewählt werden können fällt negativ auf. Auch die Geschwindigkeit des Cursors ist stark gewöhnungsbedürftig, weswegen man öfters mal übers Ziel hinausschießt. Ähnlich ist es auch um den Sound bestellt, der nicht so prall ist. Er lässt sich allerdings ausschalten.

Ansonsten gibt es an Lemmings für das NES nichts auszusetzen. Leider muss man zusammenfassend jedoch sagen, dass man aus dem Titel wesentlich mehr hätte machen können, weswegen die Version für das NES auch den Vergleich mit anderen Umsetzungen des Spiels scheuen muss. Dennoch lädt der Titel immer wieder mal ein eine Runde zu spielen. Lemmings machen eben einfach süchtig. Sowohl die selektierbare Schwierigkeit, also auch die hübsche Grafik fallen positiv auf, der Rest, vor allem die Steuerung hätten noch etwas mehr Feinschliff vertragen können.

Trivia:
Der 22. Level im “Fun”-Modus trägt den Titel “A beast of a forest”. Er wurde als Tribut an Psygnosis’ großen Hit auf dem Amiga mit dem Titel Shadow of the Beast entworfen. Die Grafiken dieses Levels gleichen denen aus dem ersten LEvel von Shadow of the Beast.

 

Snake Rattle'N Roll

73. Snake Rattle’N Roll

Die beiden Schlangen Rattle und Roll wollen unbedingt zum Mond. Dafür müssen die beiden soviel fressen wie möglich. Daher muss der Spieler möglichst viele kleine Kugeln finden, welche dann von den Schlangen gefressen werden, damit diese wachsen. Im Singleplayer gibt es natürlich nur eine Schlange, welche gefüttert werden muss, während es im Multiplayer zwei Schlangen gibt. Hat man genug dieser Kugeln gefressen und ist die Schlange entsprechend gewachsen, so kann man sich auf eine im Level befindliche Waage kriechen. Ist man schwer genug öffnet sich die Türe zum nächsten Level. Natürlich versuchen einem diverse Gegner die Reise zum Mond zu vermiesen.

An die Steuerung von Snake Rattle N Roll muss man sicher erst einmal ein bischen gewöhnen, was auch mit der ungewohnten isometrischen Perspektive zusammenhängt. Allerdings dauert die Eingewöhnungsphase nicht allzu lange. In den ersten Leveln kann man sich auch noch eine ungenaue Steuerung seiner Schlange erlauben. In späteren Levels verliert man dadurch allerdings diverse Leben. Sowohl an der Grafik als auch am Sound von Snake Rattle N Roll gibt es nichts zu bemängeln. Die Levels sind schön abwechslungsreich designt und diverse Items warten auch darauf gefunden zu werden.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels steigt anfangs recht moderat an, gegen Ende ist das Spiel aber übertrieben schwer. Das ist aber auch schon das größte Manko des Titels. Der Zwei-Spieler-Modus ist sehr gut gelungen und erlaubt auf Stunden interessante Spiele mit einem weiteren Spieler.

 

StarTropics

72. StarTropics

Der Spieler steuert in StarTropics Mike, der nur mit einem Jo-Jo augerüstet seinen verschwundenen Onkel sucht. Auf der Suche nach seinem Onkel muss Mike diverse Dungeons durchqueren, in welchen einem das Leben von einer Vielzahl an Gegnern schwer gemacht wird. Zusätzlich gibt es in den Dungeons auch zahlreiche Rätsel zu lösen.

Wenn man sich gerade nicht in einem Dungeon befindet, kann man das Abenteuer in der Oberwelt fortsetzen. Diese dient nicht nur als Verbindung zwischen den einzelnen Abschnitten, sondern lässt einen auch Dörfer besuchen, in welchem man neue Informationen und Aufträge erhält. Andere Schauplätze sind z.B. ein Schloss oder ein verlassener Friedhof. Ähnlich wie bei Zelda kann man durch das finden von Herzcontainern seine Lebensenergie verbessern.

Grafisch kann das Spiel durchaus überzeugen. Die Schauplätze wurde mit Liebe zum Detail gestaltet und auch die Sprites sind schön animiert. Die musikalische Untermalung passt sich den Gegebenheiten an und weiß zu gefallen. Für die Steuerung ist allerdings etwas Training nötig, um sich mit ihr zurecht zu finden.

Dennoch bekommt man in StarTropics viel geboten und auch die Spielzeit, welche nötig ist bis man den Titel beendet hat, ist durchaus im Rahmen. Fans von Action-Adventures kommen bei StarTropics voll auf ihre Kosten. Der Titel reicht zwar nicht ganz an The Legend of Zelda, allerdings ist dies auch nur sehr wenigen Titeln auf dem NES vergönnt.

Trivia:
Das Spiel StarTropics ist eines der wenigen Nintendo-Titel, welche nicht in Japan erschienen sind. Der Titel war aber dennoch so erfolgreich, dass es in den USA sogar einen Nachfolger namens Zoda’s Revenge gab.

 

California Games

71. California Games

Bei California Games handelt es sich um eines von diversen Spielen, welche von MB in der Hochzeit des NES veröffenlicht wurden. Aufgrund der großen Popularität von California Games fand das Spiel seinen Weg auf fast jedes System, so auch auf das NES. Vom Gameplay her erinnert California Games ein wenig an die bekannten Sommer-/Winterspiele aus dem Hause Epyx.

Der Spieler darf sich aussuchen, ob er sich in allen sechs Disziplinen oder nur in einer davon messen will. Nachdem man seinen Namen eingeben und sich einen Sponsor ausgesucht hat, geht es dann auch schon los. Zur Auswahl stehen unter anderem Skateboarden in der Halfpipe, Rollerskaten am Strand oder Wellenreiten. Dabei geht es immer darum, möglichst viele Punkte zu erzielen. Diese werden in einer Highscoreliste temporär gespeichert. Leider eben nur temporär, denn mit dem Ausschalten der Konsole sind, mangels Batterie im Modul, die Highscores wieder weg.

Die Grafik ist recht ordentlich und auch die Sounds fügen sich passend ins Spielgeschehen von California Games ein. Leider durchschaut man recht schnell, worauf es bei den sechs Disziplinen ankommt und dadurch kommt auch recht schnell Langeweile auf. Etwas wie vom Computer gesteuerte Gegner gibt es in California Games nicht. Es geht lediglich immer darum, den Highscore zu toppen.

Super hingegen ist der Mehrspieler-Modus, bei welchem bis zu acht Mitspieler nacheinander antreten können. Dabei gilt es auch immer den höchsten Punktestand in den einzelnen Disziplinen zu erreichen. Das Spiel ist der Klassiker für einen Abend mit Freunden und ein gediegenes Spiel nebenher. Bei acht Spielern hat man zwischendrin auch genügend Zeit sich um die Reduktion der Chipsvorräte zu kümmern.

Trivia:
Bei Hacky-Sack Spiel bekommt man 50 Punkte dafür, wenn man einen Vogel abschießt.

 

Marble Madness

70. Marble Madness

Bei Marble Madness darf der Spieler mit seinen Murmeln sechs Bahnen erforschen, stehts darauf bedacht, das Zeitlimit nicht zu überschreiten. Dabei gibt es natürlich nebenbei noch jede Menge Hindernisse zu überwinden, Gegenständen auszuweichen oder Abstürze in Abgründe zu vermeiden.

Es nachdem bereits in der Spielhalle ausgiebig gemurmelt werden konnte, kam das Spiel nach einiger Zeit auch auf das NES. Den in der Arcade-Version vorhandenen Trackball sucht man beim NES natürlich vergeblich. Die Steuerung mit dem Controller wurde aber immerhin gut umgesetzt. Der Zwei-Spieler-Modus auf dem NES ist gut gelungen, allerdings auch immer ein wenig ein heikles Unterfangen, da die Murmel schnell mal die Wege kreuzen.

Die 3D Perspektive ist gut von der Arcade-Version übernommen worden, wenn natürlich gleichzeitig die grafischen Fähigkeiten des NES limitierter sind. Zwar gibt es auch im Spielgeschehen kleine Unterschiede zwischen der Arcade- und der NES-Version, diese Fallen allerdings nicht weiter auf und stören auch nicht wirklich. Beim Sound muss man gegenüber der Arcade-Version einige Abstriche machen und auch die Musik ist auf dem NES nicht unbedingt die Beste.

Marble Madness ist nichts für Ungeduldige, da man ständig auf die Zeit achten und dennoch äußerst behände mit der Steuerung umgehen muss. Leider ist das Spiel aufgrund der geringen Anzahl an Leveln etwas kurz geraten und die Langzeitmotivation des Titels ist daher eher dürftig. Im Zwei-Spieler-Modus sieht die Sache natürlich wieder anders aus, aber auch hier wären mehr Levels wünschenswert.

Trivia:
In der PC-Umsetzung von Marble Madness wurde ein zusätzliches Level versteckt, welches es bei Arcade-Version nicht gab.

 

Arkanoid

69. Arkanoid

Das Spiel Arkanoid bringt das Spielprinzip aufs NES, welches man schon von Breakout oder Alleyway auf dem Gameboy kennt. Man steuert einen Balken am unteren Ende des Bildschirmes hin und her um muss darauf achten, dass eine Kugel nicht nach unten aus dem Spielfeld fällt. Erinnert ein wenig an Squash oder Pong. Dabei muss man die Kugel nach Möglichkeit noch richtungstechnisch beeinflussen, so dass sie gegen diverse Blöcke schlägt und diese dabei zerstört. Hat man alle Blöcke aus dem Weg geräumt, geht es weiter ins nächste Level.

Der Spieler kann bei Arkanoid einige Power-Ups einsammeln, welche es beispielsweise ermöglichen die Kugel zu verlangsamen oder den Balken, welchen der Spieler steuert zu vergrößern.

Grafisch sowie soundtechnisch ist das Spiel sicher keine Offenbarung, allerdings durchaus solide. Solide passt auch für die Steuerung, wobei diese ausgesprochen einfach ist und es eigentlich auch nicht viel gibt, was man dabei hätte schlecht machen können. Der Spielspaß ist durchaus lang anhaltend, da das Spiel über genügend Levels verfügt. Wer Spiele wir Dr. Mario oder Tetris mag, wird wahrscheinlich auch an Arkanoid gefallen finden.

Trivia:
Die NES Version von Arkanoid brachte einen eigenen Controller mit, welcher an den der Arcade-Version des Spiels angelehnt ist.

 

Cobra Triangle

68. Cobra Triangle

Der Titel Cobra Triangle benötigt keine großartige Story. Der Spieler steuert ein kleines rotes Speedboat durch viele abwechslungsreiche Missionen. Insgesamt gibt es sieben unterschiedliche Aufgaben zu lösen, wie z.B. Rettungsmissionen, Hindernisrennen oder Rennen gegen andere Boote. Das Boot des Spielers ist zudem bewaffnet, was dabei hilft andere Boote lahmzulegen.

Mangelnden Abwechslungsreichtum kann man Cobra Triangle also nicht nachsagen. Power-ups erhält man, in dem man kleine Bojen auf dem Wasser aufsammelt. Hat man genug, kann man ein Power-up verwenden. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel die Kanone kurzzeitig aufwerten, die Geschwindigkeit erhöhen oder ein Kraftfeld aufbauen, welches dem Boot Unverwundbarkeit verleiht.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels steigt ziemlich schnell an. Hat man alle Leben verspielt, hat man aber die Möglichkeit noch zwei Mal auf eine Continue-Funtion zurückgreifen. Die Grafik des Titels ist in Ordnung, allerdings selbst für NES Verhältnisse nicht besonders gut. So wurden die Landschaft am Rand als auch das Wasser mit wenig Liebe zum Detail gestaltet. Dafür läuft das Spiel ohne Ruckler und auch flackernde Sprites stören den Spielspaß nicht. Auch der Sound ist nicht überrragend. Es gibt zwar einige Musikstücke, welche auch innerhalb eines Levels wechseln, allerdings sind diese nichts besonderes.

Cobra Triangle bietet netten Spielspaß für zwischendurch. Leider steigt der Schwierigkeitsgrad ziemlich rasant an, dass man schnell seine Grenzen aufgezeigt bekommt. Sonst aufgrund des makellosen Gameplays und des Actionreichtums ohne Einschränkung zu empfehlen.

 

Darkwing Duck

67. Darkwing Duck

Darkwing Duck auf dem NES erinnert ein wenig an Mega Man. Kein Wunder, so kommen beide Spiele von Capcom und das Leveldesign der beiden Titel ähnelt sich doch auch sehr. Ebenso scheint der Schwierigkeitgrad bei beiden Spielen eine gewissene Ähnlichkeit aufzuweisen. Beide Titel sind nämlich für Einsteiger nur sehr bedingt geeignet und tieffliegende NES Controller gehören schnell zur Normalität.

Leider kommt zum sowieso schon anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad noch hinzu, dass die Steuerung manchmal ihre Eigenheiten hat. Auch unschön, dass man bei Treffern von Gegnern oft mal ein Stückchen zurückversetzt wird, was wiederum oftmals Darkwing Duck in einem Abgrund verschwinden lässt. Interessant ist die Möglichkeit, sein Cape als Schutzschild benutzen zu können. In den Leveln lassen sich mehrere Spezialwaffen finden, welche allerdings bei Endgegnern nur begrenzte Wirksamkeit zeigen.

Die Grafik von Darkwin Duck mag zwar super sein, allerdings kann auch sie nicht ganz über die spielerischen Schwächen des Titels hinwegtäuschen. So muss man leider viel zu oft Levelpassagen oder Bewegungsmuster von Gegnern auswendig lernen um erfolgreich zu sein. Dass es dessen unzähliger Fehlversuche bedarf, ist natürlich klar. Wer daher auf der Suche nach einem anspruchsvollen Titeln, was den Schwierigkeitsgrad anbelangt ist, kann getrost zu Darkwing Duck und wird auch nicht enttäuscht sein. Alle anderen sollten von dem Titel besser Abstand nehmen.

 

Super Off-Road

66. Super Off-Road

Ein weiterer Rennspiel-Titel in der Top 100 Liste der besten Spiele für das Nintendo Entertainment System ist Super Off-Road. Im Spiel können mit zu vier Spieler mit ihrem Gefährt gleichzeitig oder eben gegen den Computer antreten. Das Spielprinzip ist dabei ähnlich, wie bei R.C. Pro Am. Gewinnt man Rennen bekommt man Geld, für welches man seinen fahrbaren Untersatz ordentlich tunen kann. Natürlich winken dem Sieger auch noch die üblichen Nebensächlichkeiten wie leicht bekleidete Damen, Ruhm und Ehre. Auf das Spielgeschehen blictk man dabei von oben.

Grafisch keine Offenbarung, aber auch nicht wirklich schlecht. Die Steuerung ist allerdings ein bischen hakelig und wenn man auf der Geländestrecke über Unebenheiten fährt, landet man schon man schnell mal in der Streckenbegrenzung, was natürlich Zeit kostet. Verliert man ein Rennen, verliert man ein Credit von maximal drei verfügbaren. Ein Rennen gibt bei Super Off-Road als verloren, wenn man als letzter ins Ziel kommt. Ähnlich wie bei R.C. Pro Am gibt es bei Super Off-Road Nitro Boots, welche kurz das einige Fahrzeug beschleunigen.

Das Spiel macht zwar alleine auch Spaß, allerdings ist der Singleplayer natürlich wie immer kein Vergleich zum Multiplayer-Modus. Daher gilt: Im Singleplayer ganz nett, im Multiplayer top.

Trivia:
Die Stärke der vom Computer gesteuerten Wagen ist abhängig davon, wie viele Rennen man gewinnt. Kommt man in jedem Rennen beispielsweise nur als dritter ins Ziel, so steigt der Schwierigkeitsgrad weniger stark an, als wenn man alle Rennen gewonnen hat.

 

Prince of Persia

65. Prince of Persia

Während sich der Sultan von Persien sich in einem fernen Land einem Krieg widmet, nutzt der Großwesir Jaffar die Gunst der Stunde. Er kidnapped die Tochter des Sultans und gibt vor sie zu töten, sofern sie ihn nicht heirate. Der eigentlich auserkorene Ehemann wird vom Großwesir in den Kerker geworfen. Ihm bleibt nur eine Stunde um aus dem Kerker zu entkommen und seine Prinzessin zu retten. Soviel zur Story von Prince of Persia.

Prince of Persia gehört zum Plattform-Genre. Anstatt den üblichen Jump’n Run-Regeln zu folgen, kommt es bei Prince of Persia darauf an sich langsam durch die Levels vorzutasten und sämtliche Fallen und Schalter auszukundschaften. Die Levels sind relativ komplex gestaltet, einfaches durchrennen ist daher nicht drin. So rennt man schnell einem der Wachen in die Arme oder endet in einer der zahlreichen Fallen.

Grafisch fallen vor allem die sehr gut animierten Bewegungsabläufe der Figuren auf. Sonst unterscheidet sich die NES-Version was die Grafik anbelangt nicht sonderlich von anderen Version, wie beispielsweise der PC-Version von Prince of Persia. Bei der NES-Version fällt allerdings auf, dass die Grafik zumindest in den ersten Kerkerleveln einen lilastich hat. Die Hintergrundgeräusche passen gut zur Atmosphäre.

Der Schwierigkeitsgrad von Prince of Persia ist relativ hoch angesetzt. Auch die Steuerung ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Hat man sich an diese gewöhnt, kann man mit dem Spiel allerdings viel Freunde haben, beim erforschen der Kerker, um einen Weg zur Prinzessin zu finden. Der Spieler verfügt über eine unbegrenzte Anzahl an Leben, muss allerdings jedes Mal, wenn man ein Leben verloren hat, das aktuelle Level wieder von vorne beginnen. Das ist deswegen problematisch, da man nur 60 Minuten Zeit hat um die Prinzessin zu retten. Sind diese 60 Minuten abgelaufen ist man gescheitert.

Prince of Persia auf dem NES unterscheidet sich nicht großartig von den vielen Versionen für andere Systeme. Positiv fällt jedoch auf, dass man der NES-Variante ein Passwortsystem spendiert hat. Prince of Persia ist durchaus ein Spiel, welches den Spieler stundenlang fesseln kann. Hat man das Spiel einmal geschafft, war’s das aber mit der Motivation.

Trivia:
Die Game Boy Color und SNES-Versionen von Prince of Persia bieten dem Spieler zusätzliche Levels und neue Gegner.

 

Elite

64. Elite

Es hat zwar einige Jahre gedauert, bis auch eine Version von Elite für das NES erschien, aber besser spät als nie. Am Spielprinzip von Elite wurde bei der Portierung nichts geändert, leider wurde auch die Grafik nicht wirklich an die Fähigkeiten des NES angepasst, weswegen diese einen reichlich angestaubten Eindruck hinterlässt. Man startet in Elite mit einem Raumfrachter, welcher 20t Nahrungsmittel geladen hat. Alles weitere ist dem Spieler überlassen.

Man hat somit die Wahl, ob man als Weltraumpirat, Kopgeldjäger, Schmuggler oder doch lieber rechtschaffender Transporteur sein Vermögen aufbessern möchte. Diese ungewöhnlich vielen Freiräume existieren auch in der NES-Version. Allerdings muss man dabei auch bedenken, dass das Spiel recht komplex ist und man erst einmal eine Zeit lang braucht, um sich mit dem Wirtschaftssystem usw. vertraut zu machen. Hat man hier den Bogen erst einmal raus, gibt es fast unbegrenzten Spielspass zu genießen.

Dem Spiel wurde glücklicher Weise, dank im Cartridge integrierter Batterie, die Möglichkeit hinzugefügt, speichern zu können. Ansonsten wäre es auch etwas träge, jedesmal wenn man die Konsole ausgeschalten hat ein neues Abenteuer beginnen zu müssen. Die Grafik ist wie bereits erwähnt leider nicht unbedingt ein Augenschmaus. Das soll aber kein Grund zu sein, dass Spiel nicht dennoch zu spielen, da das Spielprinzip einfach überragend ist und so die Grafik etwas zur Nebensache verkommt.

Ein Alleinstellungsmerkmal des NES-Version ist der Zwei-Spieler-Modus, welchen es im Original nicht gibt. Hier gilt es dann sich die Aufgaben zu teilen. Leider sieht es auch mit Sound nicht so gut aus, bei der NES-Variante von Elite. Schade eigentlich, denn mit etwas mehr Aufwand hätte man aus dem Titel wesentlich mehr machen können. Immerhin gibt es für das Spiel auf dem NES aber deutsche Bildschirmtexte.

Trivia:
Das Spiel Elite war eines der ersten Computerspiele, die einen eigenen Fanclub hatten.

 

Mega Man 5

63. Mega Man 5

Auch in Mega Man 5 gilt es mal wieder eine Stadt vor einer Roboterarmee zu bewahren. Am Spielprinzip hat sich natürlich auch bei Mega Man 5 nichts geändert, zu erfolgreich ist die Serie auf dem NES. Auch Mega Man’s Roboterhund ist wieder dabei, der in diesem Abenteuer aber verlernt hat, dass er sich eigentlich auch in ein U-Boot verwandeln konnte.

Für Notsituationen kann man bis zu neun Energietanks sammeln, die bei Benutzung Mega Man’s Lebensenergie komplett wiederherstellt. Neu ist der Megatank, der nicht nur die Lebens-, sondern auch sämtliche Waffenenergien wieder auffüllt. Sonst gibt es nicht wirklich sonderlich viele Unterschiede was die Funktionalität zwischen Teil vier und Teil fünf betrifft. Ein Passwortsystem erlaubt wieder, dass man nicht bei jedem Verlust aller Leben wieder von ganz vorne anfangen muss.

Es weiteres neues Feature von Mega Man 5 ist Beat. Bei Beat handelt es sich um einen mechanischen Vogel. Um ihn einsetzen zu können, muss man allerdings zuerst in jedem der acht normalen Level einen Buchstaben einsammeln. Beat hilft dem Spieler dann vor allem bei dem Kampf gegen Endgegner.

Die Steuerung ist, wie bei jedem Mega Man-Teil, auf hohen Niveau. Auch die Grafik unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht großartig vom Vorgänger. Allerdings scheinen die Level etwas differenzierter gestaltet worden zu sein. Auch an der Musik gibt es nichts auszusetzen. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich wie immer an Fortgeschrittene.

Zusammengefasst fehlt es Mega Man 5 an Neuerungen um sich von seinem Vorgänger abzuheben. Heutezutage würde man Mega Man 5 wohl eher als „Mission Pack“, anstatt als eigenes Spiel vertreiben.

 

Blades of Steel

62. Blades of Steel

Auch wenn Eishockeyspiele auf dem NES eher eine Rarität sind, so haben es doch gleich zwei Spiele in die Liste der 100 besten Spiele für das NES geschafft. Blades of Steel ist gleich vorneweg gesagt, das der hier vorherrschenden Meinung das bessere von beiden.

Bei Blades of Steel hat man die Auswahl zwischen acht Teams der NHL, welche allerdings keine unterschiedlichen Stärken oder Schwächen aufweisen. Neben der Möglichkeit Turniere zu bestreiten, kann man auch in Freundschaftsspielen sein Können trainieren. Im Turniermodus spielt man im K.O.-Modus. Das heiß, verliert man ein Spiel im Turniermodus, ist man ausgeschieden.

Die Steuerung ist gut gelöst und man gewöhnt sich recht schnell an sie. Auch wie das Tore schießen gelöst ist, ist durchaus kreativ und klappt ganz gut. Nett sind auch die kleinen Kampfeinlagen, zu welchen es kommt, wenn man drei mal den gleichen Gegenspieler hart angeht. Auch die Grafik der Titels kann überzeugen. Flackern und ruckeln gibt es bei Blades of Steel nicht. Musikalische Untermalung gibt es nur im Auswahlmenü, was allerdings soweit in Ordnung geht. Die Soundeffekte während des eigentlichen Spiels sind soweit stimmig.

Blades of Steel verfügt außerdem noch über einen amüsanten Zwei-Spieler-Modus, welcher das Spiel nochmal etwas attraktiver macht. Klar ist, dass man Eishockey mögen muss um das Spiel zu mögen. Ist ersteres der Fall, ist Blades of Steel allemal eine Überlegung wert.

Trivia:
In der NES-Version von Blades of Steel ist ein Nemesis Minigame versteckt, welches es dem Spieler erlaubt, für einige Sekunden den Titel Nemesis zu spielen.

 

The Flintstones: The Rescue of Dino & Hoppy

61. The Flintstones: The Rescue of Dino & Hoppy

Wer auf der Suche nach einem Steinzeit-Abenteuer ist, den führt wohl kein Weg an Bedrock und den Feuersteins vorbei. Aus der Zukunft kommt Dr. Butler mit Hilfe einer Zeitmaschine nach Bedrock und entführt Dino und Hoppy, die Haustiere der Familien Feuerstein und Geröllheimer. Fred muss nun die Teile der von Dr. Butler zerstörten Zeitmaschine suchen, welche über die ganze Umgebung verstreut sind um die Haustiere zu retten.

Mit seiner Keule in der Hand startet Fred in das Abenteuer. Wieviel bums die Keule von Fred hat, ist davon abhängig, wie lange man den B-Button gedrückt hält. Nebenbei kann Fred auch noch drei weitere Waffen benutzen. Deren Benutzung kostet allerdings pro Einsatz ein paar Münzen. Münzen erhält man wiederum von besiegten Gegnern. Zu den Waffen, für welche Fred Münzen braucht zählen eine Steinschleuder, eine Axt, sowie eine Eierbombe. Neben den Waffen gibt es aber auch noch anderen nützliche Items, wie Hamburger, Cola oder Herzen.

Einige Minigames zwischen den einzelnen Schauplätzen die Fred durchqueren muss, erlauben es, sofern man gewinnt, dass Fred neue Fähigkeiten erwirbt. Bei den Minigames handelt es sich beispielsweise um ein Basketballspiel gegen einige andere Zeitgenossen. Die Grafik ist gut an die Zeichentrickserie angelehnt und schön bunt gestaltet. Leider gibt es hier und da mal ein NES-typisches Flackern, aber das stört nicht weiter. Der Sound ist leider nicht so gut gelungen und man neigt schnell dazu, ihn abzustellen. Die Steuerung ist okay, hat allerdings kleine Schwächen an die man sich erst gewöhnen muss. So rutscht Fred nach einem Sprung zum Beispiel gerne noch ein bisschen, was manchmal eben schon reicht um in einen Abgrund zu stürzen und auf dem Dinosaurierfriedhof zu landen.

Leider verfügt das Spiel auch über einige ziemlich unfaire Abschnitte, die man unmöglich beim ersten Mal bestehen kann ohne Lebensenergie zu lassen. Ansonsten ist The Flintstones: The Rescue of Dino & Hoppy alles ein Titel den man durchaus jedem, der gerne Jump’n Runs spielt empfehlen kann.

 

Wizards & Warriors

60. Wizards & Warriors

Die Story von Wizards & Warriors ist aus heutiger Sicht ebenso einfallslos, wie schnell erzählt. Ein finsterer Dämon terrorisiert ein märchenhaftes Land voller Burgen, dunkler Wälder und finsterer Höhlen. In jeder der Burgen regiert nun ein anderer Schufft das einst friedliche Gefilde. Die eigentlichen Eigentümer der Burgen schmoren im Kerker. Da tritt ein vom Spieler gesteuerter, junger Ritter auf den Plan um die Sache wieder in Ordnung zu bringen.

Das Spiel Wizards & Warriors ist in verschiedene Level unterteilt. In jedem der Level muss der Spieler einge gewissen Anzahl an Kristallen finden, um den nächsten Bereich des Spiels betreten zu können. Gegner gibt es in den Levels zu hauf. Zu allem Überfluss werden diese auch ständig wiederbelebt, so dass in dem Spiel alles andere als ein Mangel an Gegnern herrscht. Gegner lassen sich vom Spieler durch Schwerthiebe niederstrecken. Helfend zur Seite stehen dem Spieler dabei diverse Items, welche ihn zum Beispiel kurzzeitig unbesiegbar machen. An den einzelnen Endgegner der Level kann der Spieler sein Können unter Beweis stellen. Hier ist einiges an Joypadkoordination nötig um am Ende siegreich zu sein.

Das Jump’n Run wird dabei von allerlei stimmungsvoller Melodien untermalt, die gut ins Gesamtbild passen. Dabei bietet jedes Level seine eigene Hintergrundmelodie. Die Grafik ist soweit auch gelungen, allerdings etwas arm an Animationen. Leider ruckelt das Spiel bei hohem Gegneraufkommen. Ansonsten kann der Titel aber durchaus überzeugen.

 

Dynablaster (Bomberman II)

59. Dynablaster (Bomberman II)

Das zweite Spiel der Bomberman-Serie für das NES spielt sich gleich wie das erste Spiel der Serie, mit einigen Änderungen. Am Ziel des Spielers hat sich aber nichts geändert. Man muss ebenso wie im ersten Teil von Bomberman zuerst alle Gegner die sich im Level befinden in die Luft sprengen und dann den Ausgang finden. Den Ausgang selbst ausversehntlich mit einer Bombe in die Luft sprengen ist dabei keine so gute Idee.

Das Spielfeld von Dynablaster kann entweder nur einen Bildschirminhalt umfassen oder auch mehrere. Bei letzteren findet dann ein ziemlich smoothes Scrolling statt. Diverse Powers-ups können in den Levels eingesammelt werden und helfen dem Spieler bei seinem weiteren Weg. Der Schwierigkeitsgrad ist anfangs noch anfängerfreundlich, steigt aber stetig an.

Die Power-Ups erhöhen unter anderem die Anzahl der Bomben, welche man gleichzeitig legen kann oder die Durchschlagskraft eben jener. Schon am Titelbild sieht man, dass Bomberman II bzw. eben Dynablaster grafisch dem ersten Teil auf dem NES weit voraus ist. Neben dem Singleplayer-Modus gibt es auch noch einen Versus Modus für zwei Spieler oder einen Battle Modus für drei Spieler. Multiplayerschlachten steht somit nichts mehr im Wege. Ein Passwortsystem erleichert es in dem Level weiterzumachen, in welcher man zuvor aufgehört hatte.

Die Steuerung ist soweit okay, allerdings muss man sich erst ein bisschen an die Kollisionsabfrage gewöhnen. Ein Gegner erwischt Bomberman ganz gerne Mal, obwohl dieser eigentlich schon so gut wie um’s Eck ist.

Bomberman II kann vor allem im Multiplayer durch den sehr hohen Spielspass überzeugen. Das Spiel ist auch im Singleplayer ganz nett, allerdings wird es doch relativ schnell mangels Abwechslung etwas langweilig.

Trivia:
Das Spiel heißt lediglich in den USA Bomberman II. In Deutschland wurde es unter dem Titel Dynablaster vertrieben.

 

A Boy and His Blob: Trouble on Blobolonia

58. A Boy and His Blob: Trouble on Blobolonia

Auf einem Planeten names Blobolonia, gibt es ordentlich Ärger. Blobert oder kurz Blob genannt, gelingt die Flucht von Blobolonia zur Erde, wo er auf der Suche nach Hilfe fündig wird. Boy erklärt sich bereit Blob zu helfen. Das Spielprinzip von A Boy and His Blob ist ziemlich einzigartig.

Während des Spiel kann man Blob nämlich dazu bringen, sich in diverse verschiedene Gegenstände zu verwandeln. Das ist abhängig davon, welche Weingummigeschmacksrichtung man ihm gibt. Boy, welcher von Spieler gesteuert wird verfügt über Weingummis mit insgesamt 14 verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dabei sollte man mit den Weingummis sparsam umgehen, die Anzahl der einzelnen Weingummis ist begrenzt.

Die Schwierigkeit des Spiel besteht darin, Blob an der richtigen Stelle richtig einzusetzen um weiterzukommen. Dabei ist Kreativität gefragt, denn man muss erstmal erkennen, an welcher Stelle man Blob wie mit der Umwelt in Verbindung bringen könnte. Nebenbei muss man noch nach diversen Schätzen ausschau halten.

Die schönen Hintergrundgrafiken im Spiel können überzeugen. Boy hingegen ist grafisch keine Offenbarung. Leider gibt es im Spiel nur zwei verschiedene Musikstücke, was dann doch etas wenig ist. Das Spiel lebt defintiv von seinem ausgewöhnlichen Spielprinzip. Die Rätsel, welche der Spieler lösen muss garantieren einige knifflige Stunden. Aufpassen muss man dabei auch noch auf diverse Gegner, welche nur darauf warten Boy bei der ersten Berührung zu erledigen.

Trivia:
Ein Nachfolger namens A Boy and His Blob: Jelly’s Cosmic Adventure war für den Game Boy Advance angekündigt und sollte im Jahr 2002 veröffentlicht werden. Das Entwicklungsarbeiten am Spiel wurden allerdings vorzeitig eingestellt und der Titel ist nie erschienen.

 

Asterix

57. Asterix

Obelix wurde von den Römern gefangengenommen und nach Rom verschleppt. Asterix macht sich daher auf, seinen Freund zu retten. Der Weg nach Rom ist allerdings beschwerlich und an jeder Ecke lauern neben Römern auch noch Wildschweine, Schneemänner oder Katapulte darauf, Asterix aufzuhalten.

Asterix kann auf seinem Weg nach Rom auch diverse Items einsammlen, welche auf seiner Reise behilftlich sind. Sterne bringen einem zum Beispiel, sobald man 50 davon eingesammelt hat, ein Extraleben. Schlüssel hingegen öffnen den Weg in einen Bonusraum. Natürlich darf auch der Zaubertrank als Item nicht fehlen.

Asterix’s Reise nach Rom geht über einige Umwege von statten. So kommt man mit Asterix neben Spanien auch in Ägypten vorbei. Das Gameplay ist wirklich gut gelungen, die Steuerung geht leicht von der Hand. Allerdings treibt einen Astrix‘ Treffgenauigkeit bei seinem Faustschlag schier in den Wahnsinn. Hier muss wirklich zu genau getimet werden, um einen Gegner zu treffen ohne selbst getroffen zu werden.

Die Grafik ist sehr ansprechend und schön gestaltet. Gleiches gilt für die Gegner, was dabei hilft, das Spiel von einem Durchschnittstitel abzuheben. Zwar bietet das Spiel zwölf Levels, allerdings kann man das Spiel mit etwas Erfahrung bereits in unter 30 Minuten absolvieren, was defintiv zu kurz ist. Wer auf der Suche nach einem Jump’n Run abseits von Mario ist, kann ohne Bedenken zu Asterix greifen.

 

Little Samson

56. Little Samson

Der Prinz der Dunkelheit namens Ta-Keed konnte aus einem Gefängnis entkommen und er ist auf Rache aus. Truppen des Kaisers konnten ihn nicht aufhalten. Nun liegt es an Little Samson, Kikira dem Drachen, Gamm dem Golem und K.O. einer Maus, zu retten, was noch zu retten ist.

Zunächst muss man die vier Charakter alle nacheinander durch jeweils ein Introlevel führen. Dabei wird man mit den verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Charaktere vertraut gemacht. Samson kann beispielsweise an Wänden hoch- und an Decken entlang klettern. Die vier Charaktere stehen während des gesamten weiteren Spiels zur Verfügung und können auf Knopfdruck aktiviert werden.

Die Welten des Jump’n Runs sind sehr abwechslungsreich gestaltet und auch der Sound muss sich keineswegs verstecken. Die Grafik ist für die Verhältnisse des NES wirklich erstklassig. Die Hintergründe sind sehr detailiert gestaltet und sehr gut animierte Endgegner warten auf den Spieler. Auch das Gameplay von Little Samson überzeugt. Die Steuerung ist ohne jeden Makel und lässt den Spieler zu keiner Zeit im Stich.

Gut gefallen auch die zwei einstellbaren Schwierigkeitsstufen und die Möglichkeit der Passworteingabe. Insgesamt ist Little Samson ein etwas anderes, aber keineswegs schlechtes Jump’n Run-Spiel für das NES, welches den Vergleich zu anderen Titeln nicht scheuen muss.

 

Super Mario Bros 2.

55. Super Mario Bros 2.

Bei Super Mario Bros 2. handelt es sich ähnlich wie auch beim zweiten Teil von Castlevania um einen Ausreißer aus der Serie. Auch was die Popularität anbelangt, hinkt der zweite Teil hinter dem ersten und dritten Teil abgeschlagen hinterher. Warum das so ist? Nun, das Ganze kann man wohl nicht nur an einem Grund festmachen.

Als man in Europa begann nach einem Nachfolger zu Nintendos Erfolgsspiel Super Mario Bros. von 1985 zu lechzen, bewertete man das in Japan bereits erschienene Nachfolgerspiel Super Mario Bros.: The Lost Levels bei Nintendo vom Schwierigkeitsgrad her als zur schwer für den europäischen Markt. Daher nahm man kurzerhand den Titel Yume Kōjō: Doki Doki Panic, tauschte in diesem Spiel die Charaktere gegen jene von Super Mario Bros. aus und brachte das Spiel dann in Europa als Super Mario Bros.2 auf den Markt.

Damit ist klar, warum diverse Stilbrüche zwischen Super Mario Bros. 1 und 2 stattgefunden haben. Die wohl auffälligste Änderung ist, dass Mario jetzt nicht mehr durch das Springen auf Gegner diese um die Ecke bringen kann. Zwar sind das Gameplay gut, die Grafik nicht schlecht und auch der Sound ist okay, aber es kommt eben irgendwie kein richtiges Super Mario Bros.-Feeling auf, wenn man den zweiten Teil der Serie spielt. Das Leveldesign ist abwechslungsreich und auch die Gegner machen etwas her, einzig die Endbosse der einzelnen Levels hätten etwas abwechslungsreicher sein können.

Neu ist auch die Auswahlmöglichkeit, mit welchem Charakter man antreten möchte. So steht neben Mario und Luigi unter anderem auch Toad zum Einsatz bereit. Jeder Charakter präsentiert sich dabei mit unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten in Bezug auf das Springen, die Geschwindigkeit und die Fähigkeit, Dinge schneller aufzuheben. Daher sind manchmal Level, je nach der gewählten Spielfigur, schwerer oder leichter zu absolvieren. An sich ist Super Mario Bros.2 sicher kein schlechtes Spiel für das Nintendo Entertainment System, leider aber eben irgendwie auch kein richtiges Super Mario Bros. wie man es erwartet hätte.

Trivia:
Super Mario Bros 2. ist das erste Spiel, in welchem Prinzessin Toadstool also auch Toad als spielbare Figuren vorkommen.

 

Battletoads

54. Battletoads

Battletoads sind keine Waschlappen und lösen ihre Problem gerne auf die ihre Weise. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der beste Kumpel enführt wird. Noch schlimmer wirds, wenn zudem auch noch das am besten aussehende weibliche Wesen entführt wurde. In Battletoads steuert man als Spieler eine etwas mutierte Kröte. Der Auftrag wurde bereits erläuert., Alternativen, außer sich selbst des Problems abzunehmen, gibt es natürlich keine. Daher gilt es sich in Battletoads in klassischer Beat’em up Art, gegen eine Überzahl an Gegnern zu behaupten.

Das Spiel ist dabei sehr gut gestaltet und wenn man nur die Grafik bewerten würde sicher eines der besten auf dem NES. Auch der Sound ist nicht ohne, allerdings schon nicht mehr so gut wie die Grafik. Die Figuren in Battletoads sind sehr gut animiert und auch die Möglichkeit, diverse Gegenstände aufheben zu können und damit Gegnern auf die Mütze zu geben ist durchaus gelungen. Neben den Massen an Gegnern wartet in jedem Level auch ein Endgegner auf den Spieler. Trifft man auf diesen, verändert sich beim ersten Endgegner zum Beispiel auch die Perspektive weg von der seitlichen Ansicht, hin zu der Sichtweise, welcher der Endboss auf den vom Spieler gesteuerten Battletoad hat.

Die Levels sind ziemlich abwechslungsreich gestaltet, sowohl was das Leveldesign an sich als auch die Grafik anbelangt. Leider gibt es in den Levels allerdings viele Stelle, welche man nicht ohne Lebensenergie zu lassen beim ersten Mal passieren kann. Dies geht soweit, dass man ganze Levelabschnitte auswenig kennen muss, um unbeschadet durch den Abschnitt zu kommen.

Battletoads wäre sicher wesentlich weiter vorne in diese Liste gelandet, wenn nicht der Schwierigkeitsgrad des Spiels so extrem wäre. Der Titel zählt nicht ohne Grund zu einem der schwersten für das NES. Für Anfänger daher defintiv nicht geeignet.

 

Chip 'n Dale - Rescue Rangers 2

53. Chip ’n Dale – Rescue Rangers 2

Fatcat ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und hat die die Urne eines Pharaos gestohlen. Mit Hilfe alter Geister will er nun die Weltherrschaft an sich zu reißen. Natürlich können Chip und Chap dabei nicht tatenlos zusehen.

Am Spielprinzip hat sich nicht viel gegenüber dem Vorgänger geändert. Auch den kooperativen Multiplayer gibt es wieder. Gegenüber dem Vorgänger haben sich vorallem einige Kleinigkeiten in Chip und Chaps zweitem Abenteuer geändert. So sind die Kämpfe gegen die Endgegner abwechslungsreicher gestaltet als im Vorgänger oder es gibt diverse neue Zwischensequenzen. Leider kann man diese aber nicht immer per Knopfdruck überspringen.

Das Gameplay wurde etwas vielseitiger in Chip ’n Dale – Rescue Rangers 2. So gibt es nun beispielsweise rutschige Oberflächen oder ein Windstoß erfasst die beiden Erdhörnchen. Die Steuerung ist abgesehen von einer Stelle im Spiel, an der man mit einer Lore fährt, makellos. Die beiden Erdhörnchen haben seit dem ersten Teil auch einige neue Bewegungsabläufe gelernt.

Grafisch wurde Chip ’n Dale – Rescue Rangers 2 gegenüber dem Vorgänger noch einmal leicht verbessert. Insgesamt verfügt der Titel über neun verschiedenen Levels. Die Spieldauer, bis man durch diese Levels durch ist, geht in Ordnung. Leider gibt es ab und an ein leichtes Flackern im Spiel, was allerdings nicht weiter stört. Die Musik ist auch soweit in Ordnung, allerdings auch nicht wirklich etwas besonders. Generell handelt es sich bei Chip ’n Dale – Rescue Rangers 2 um ein gutes Jump’n Run, bei welchem ebenso wie beim ersten Teil der Multiplayer besonders zu erwähnen ist. Das Spiel ist aber auch im Singleplayer gut.

 

Nintendo World Cup

52. Nintendo World Cup

Im Nintendo World Cup kann man gegen insgesamt 13 Nationalmannschaften sein Können unter Beweis stellen. Regeln sucht dabei vergebens, weswegen es auf dem Platz schnell mal zu kriegsähnlichen Zuständen kommt. Das Spiel lässt einem die Wahl entweder mit bis zu einem weiteren Mitspieler eine Weltmeisterschaft zu spielen oder -und das ist das absolute Hightlight- mit bis zu vier Spielern gleichzeitig gegen eine anderen Mannschaft im Freundschaftsspielmodus antreten.

Entscheidet man sich für den Weltmeisterschaftsmodus, erhält man nach jedem gewonnenen Spiel ein Passwort, durch welches man das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt an der gleichen Stelle vorsetzen kann. Je nach Modi darf man auch noch zwischen verschiedenen Fussballplätzen wählen. Hier reicht die Bandbreite vom normalen Rasenplatz über Asche bis hin zu einer Eisfläche.

Aus technischer Sicht ist das Spiel Nintendo World Cup sicher nicht überragend, aber darauf kommt es bei dem Spiel auch gar nicht an. Das Spiel lebt vom sehr hohen Spielspaß. Auch wenn es etwas Abzug für die ständig flackernden Spieler gibt. Das nervt ebenso, wie die Musik, nach einiger Zeit. Dennoch reißt der Vier-Spieler-Modus wieder alles rum. Nintendo World Cup wird dadurch schnell mal zu einem der verrückteren Spiele, da das Gerangel um den Ball auf hinter dem Controller oftmals keine Grenzen kennt. Von demher bietet Nintendo World Cup im Mehrspielermodus auf dem NES einen Spielspaß der seines gleichen sucht.

Trivia:
Im Spiel wird Kamerun als einfacher Gegner eingestuft, was allerdings mit der Realität des World Cup ’90 nichts zu tun hatte. Dort scheiterte Kamerun erst an England, nachdem Kamerun in der Vorrunde bereits den späteren Finalisten Argentinien besiegt hatte.

 

Batman: The Video Game

51. Batman: The Video Game

Eigentlich schon seit dem es Videospiele gibt, haben Lizenztitel mit der Absicht Filme auch als Videospiel umzusetzen einen eher bescheidenen Ruf. Absolutes Schlusslicht dabei ist natürlich E.T. für den Atari 2600. Dabei sind nicht alle Titel, die Filmen nachempfunden sind, zum davonlaufen. Eigentlich sind einige sogar ziemlich gut. Sunsoft’s Batman bietet zum Beispiel ordentlich Spielspaß, gute Grafik und jede Menge Action.

Dabei muss man auch gleich sagen, dass Batman: The Video Game auch in Sachen Schwierigkeitsgrad ordentlich zulangt und alles andere als einfach zu meistern ist. Batman: The Video Game erfindet dabei nicht das Action-Genre neu, sondern bedient sich zu großen Teilen an bereits bekannten und etablierten Konzepten. Daran ist auch nichts zu meckern, da diese bei Batman: The Video Game durchaus gut umgesetzt wurden.

In Batman: The Video Game kann der Spieler auf ein großes Waffenarsenal zurückgreifen. Das Spiel besteht aus fünf Levels, die allesamt in Beziehung zum Film stehen. Vor jedem Level gibt es eine kurze Cutscene aus dem Film zu sehen. Außer dem zu hohen Schwierigkeitsgrad gibt es an dem Spiel eigentlich nichts größeres auszusetzen. Batman: The Video Game gehört defintiv zu den besseren Videospielen, welche auf Filme basieren.

Trivia:
Die Musik in den ersten beiden Leveln ist zwischen der japanischen und der im Westen erschienen Version vertauscht.

 

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