Die 100 besten Spiele für das Nintendo Entertainment System (NES) Platzierungen 50 bis 26

Zurück zur Übersicht

Adventure Island Classic

50. Adventure Island Classic

Im Jahr 1986 lanciert der Hersteller Hudson mit dem Spiel Adventure Island Classic den Grundstein für eine neue Serie. Die Story liest sich wie folgt: Ein Medizinmann hat Prinzessin Leilani entführt und sie auf die „Adventure Island“ im Südpazifik verschleppt.

Der Spieler begibt sich in Form von Master Higgins also auf die Insel und dort nach der Suche nach Prinzessin Leilani. Adventure Island Classic bietet dem Spieler alle Elemente eines Jump’n Runs und darüber hinaus noch reichlich Gegner wie Kojoten oder Schnecken, massig verschiedene Power-ups und schön gestaltete Level, die alle einen ein wenig tropischen Touch haben. Die Standardwaffe von Master Higgins, mit der er sich gegen Gegner zur Wehr setzt, ist eine Axt.

Das Spiel bietet auch diverse weitere, Teils recht kreative Items oder Power ups wie ein Skateboard, mit welchem der Spieler Levels schneller durchqueren kann. Die meist fröhlichen Hintergrundmelodien erinnern nicht unbedingt daran, dass man eine Prinzessin retten muss und laden eher zum mitpfeifen ein.Für Fans von Jump’n Runs bietet Adventure Island Classic eigentlich alles was man braucht. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ganz ohne, weswegen sich das Spiel eher an Fortgeschrittene richtet.

Trivia:
Die Softwareschmiede Escape hat das Arcadespiel Wonder Boy programmiert, welches von Sega veröffentlicht wurde. Das Spiel wurde dann auch auf das Sega Master System portiert. Escape hatte auch eine Portierung von Wonder Boy für das NES erstellt, allerdings tobte zu jener Zeit der Konsolenkrieg zwischen Sega und Nintendo. Zwar besaß Escape die Rechte am Spiel selbst, allerdings gehörten Sega die Rechte am Spielenamen und den Charakteren. Escape kam darauf hin mit Hudson ins Geschäft und erschuf ein neues Spiel aus Wonder Boy, mit einem neuen Helden und neuen Charakteren, sowie einem neuen Titel: Adventure Island.

 

Rad Racer

49. Rad Racer

Bei Rad Racer aus dem Hause Square handelt es sich um ein Rennspiel, welches sehr stark an OutRun von Sega erinnert. In dem Wagen seiner Wahl rast der Spieler von Checkpoint zu Checkpoint und muss dabei immer ein Auge auf die Zeit haben. Dabei gilt es auch aufzupassen, um mit keinem der anderen Fahrzeuge zu kollidieren, was sonst einen Zeitverlust nach sich zieht.

Insgesamt bietet Rad Racer acht verschiedene Strecke, welche nacheinander befahren werden. Dabei handelt es sich aber nicht um Rundkurse. Die verfügbaren Strecken bieten ausreichend Abwechslung und so kann der Spieler neben Nachtfahrten auch am Strand vorbeirauschen oder Highwayfahrten genießen. Der Schwierigkeitsgrad von Rad Racer steigt dabei recht rasant an, weswegen ohne Streckenkenntnis auch für erfahrenere Spieler bei Rad Racer nicht viel zu holen ist.

Am Gameplay gibt es nichts zu meckern. Die Umsetzung ist gelungen und macht auch nach einigen Runden noch Spass. Mit dem Schwierigkeitsgrad steigt auch die Aggresivität der anderen, vom Computer gesteuerten Fahrer an, welche einen dann schon mal versuchen von der Strecke zu drängen. Die Grafik ist allerdings leider nicht ganz so gelungen, wie das bei manchen Konsolenumsetzungen von OutRun der Fall ist. Immerhin wird man im Falle eines Crashs aber auch nicht mit der Handtasche vermöbelt.

Das Spiel bietet drei Musikstücke, welche der Spieler nach blieben auch während des Spiels wechseln kann. Hier wäre dennoch etwas mehr Abwechslung wünschenswert gewesen. Man kann die Musik aber auch abschalten und nur mit Soundeffekten fahren.

Eine wirkliche Besonderheit ist der 3D-Modus, weswegen das Spiel auch mit einer 3D-Brille aus Pappe daher kommt. Schaltet man im Spiel mit Hilfe ds Select-Buttons den 3D-Modus ein, wechselt das Spiel in einen dank der Brille ganz netten 3D-Modus. Das Spiel hat damit auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal sicher.

Trivia:
Das Spiel lässt sich auch mittels Nintendo’s Power Glove steuern.

 

Faxanadu

48. Faxanadu

Die Stadt Elfen steht kurz vor der völligen Zerstörung. Um den Frieden in der Stadt wiederherzustellen, muss der Spieler in den so genannten Weltbaum vordringen um dort das Böse zu besiegen. Soviel zur Story von Faxanadu.

Der Spieler steuert einen namenlosen Helden, welcher sich daran versuchen will die Stadt zu retten. Dieser erfährt als er von einer langen Reise nach Elfen zurückkehrt von der brisanten Lage. Bevor es los geht, muss man zunächst zum König um sich diverse Instruktionen und etwas Startkapital abzuholen. Mit Geld kann man in zahlreichen Shops diverse Ausrüstungsgegenstände wie Schilder, Heiltränke, Waffen oder Zaubersprüche erwerben. Positiv überraschend ist, dass das gekauftes Equipment auch das aussehen des namenlosen Helden entsprechend verändert. Hält sich die Ausrüstung am Anfang noch in Grenzen, so wächst diese nach und nach an.

Auf dem Weg das Böse zu besiegen, stellen sich dem Spieler natürlich unzählige Gegner in den Weg. Es gibt allerdings auch diverse Rätsel, die gelöst werden müssen um weiterzukommen. Die Grafik des Titels kann überzeugen, Ruckler oder Flackerer kommen so gut wie nicht vor. Negativ fällt allerdings auf, dass man einige Monster nicht ohne Lebensenergie zu verlieren besiegen kann. Auch muss man im Spielverlauf diverse Male wieder zurückgehen, da man etwas übersehen oder vergessen hat und man deswegen später nicht weiterkommt.

Faxanadu kann vor allem durch die gute Grafik und das gute Gameplay überzeugen. Auch die Atmosphäre, welche der Titel schafft ist stimmig. Wer also auf Fanatsy-Abenteuer steht, für den ist Faxanadu auf dem NES genau das Richtige.

 

Track & Field II

47. Track & Field II

Konami hat es sich auch zu den olympischen Spielen in Südkorea nicht nehmen lassen, ein passendes Spiel für das NES zu liefern. Das zweite Track & Field verfügt über insgesamt 15 Disziplinen, bei welchen sich der Spieler beweisen kann. Dieses Mal gibt es auch den im Vorgänger vermissten Trainingsmodus, bei welchem man sich in jeder Disziplin einzeln messen kann.

Bei den meisten Disziplinen muss man wieder möglichst schnell hintereinander auf die Buttons drücken um den Athleten zur Bewegung zu motivieren, was auf Dauer ziemlich auf den Daumen geht. Zusätzlich muss man noch über das richtige Timing verfügen, um z.B. den Stab beim Stabhochsprung per Knopfdruck richtig zu platzieren. Im Wettkampfmodus gibt es drei Disziplinen pro Wettkampfstag zu absolvieren. Am Ende eines erfolgreich absolvierten Tages erhält man ein Passwort, so dass man das Spiel auch später Fortsetzen kann.

Track & Field II kann mit einer wesentlich besseren Grafik, als sie das Vorgängerspiel bot, den Spieler überzeugen. Neben der gelungenen musikalischen Untermalung verfügt das Spiel sogar über eine Sprachausgabe. Neben den Kommandos des Kommentators, hört man auch das Publikum im Spiel ihre Kommentare abgeben. Der Zwei-Spieler-Modus ist ebenfalls gelungen.

Mit Track & Field II hat Konami es geschafft, viele Schwachstellen des ersten Teiles zu beheben und das Spiel um Welten verbessert. Daher landet der zweite Teil auch deutlich vor dem ersten Teil in unserer Top 100 Liste.

 

Mega Man 4

46. Mega Man 4

Ein Jahr nachdem Capcom mit Mega Man 3 einen Meilenstein gesetzt hatte, erschien mit Mega Man 4 auch schon der nächste Teil der Serie. Gleich nach dem einlegen der Cartridge und dem Einschalten des NES fällt das im Vergleich zu Mega Man 3 recht lange Intro auf. Wie schon in Mega Man 3 muss es der Spieler auch in diesem Teil wieder mit acht Robotermeistern aufnehmen. Um diese zu erreichen, muss man zunächst jeweils den entsprechenden Level durchqueren. Soweit also alles beim Alten.

Auch wieder mit dabei ist der treue Begleiter Rush, der sich wieder in ein Sprungbrett, Flieger und U-Boot verwandeln kann und somit Mega Man in seinem Abenteuer zur Seite steht. Hat man sich zusammen mit Rush durch die ersten acht Levels gekämpft, gilt es weitere Level zur durchqueren, an deren Ende ebenfalls wieder jeweils ein Endgegner wartet. Am Ende trifft man schließlich auf Dr.Cossack, den es ebenfalls zu besiegen gilt. Ist dies erledigt, komm heraus, dass mal wieder Dr.Wily seine Finger mit im Spiel hat und Dr.Cossack erpresst wurde um gegen Mega Man zu kämpfen. Folglich darf der Spieler nochmals vier weitere Level durchqueren um sich dann dem finalen Kampf gegen Dr. Wily zu stellen.

Wie eigentlich alle Teile der Mega Man-Serie warten auch im vierten Teil wieder jede Menge hübscher Grafiken und gut animierter Gegner auf den Spieler. Besonders gelungen sind wieder die zum Teil sehr groß ausgefallenen Endgegner. An der Steuerung gibt es nichts zu bemängeln und wie schon beim Vorgänger gibt es auch wieder ein Passwort-System.

Wirklich große Neuerung gegenüber Mega Man 3 sucht man allerdings vergebens. Wie alle Teile der Mega Man-Serie ist auch dieser Teil wieder eher für den fortgeschritteneren Spieler.

Trivia:
Der von Mega Man 4 belegte Speicher beträgt 4 Megabits.

 

Nemesis

45. Nemesis

Das Spiel Nemesis, oftmals auch unter dem Namen Gradius bekannt, ist das erste Spiel in einer der bekanntesten Shoot’em Up-Serien. Wie so viele Titel stammt auch Nemesis vom Arcade-Automaten. Die Story ist nichts weltbewegendes. Ein Planet wird von Aliens bedroht und der Spieler steigt als tapferer und unerschrockener Pilot in sein Raumschiff und die Aliens zu besiegen. Tagesgeschäft für einen NES-Spieler.

Nemesis kann vor allem durch sein gelungenes Gameplay überzeugen. Das horizontal scrollende Shoot’em up führt den Spieler mit seinem Flugzeug durch diverse Landschaften und den Weltraum. Bei Nemesis hat man zudem die Möglichkeit, sein Raumschiff mit zahlreichen Power-ups aufzurüsten. Damit betrat Konami damals Neuland. Neben unzähligen Aliens, welche das Schiff des Spielers zerstören wollen, wartet am Ende eines jeden Levels auch ein Endgegner darauf, vom Spieler aus dem Weg geräumt zu werden.

Die Grafik von Nemesis ist ohne Makel und läuft flüssig über den TV. Das gilt sowohl für Gegner, als auch die Hintergründe. Auch der Sound von Nemesis muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken und ist sehr gut gelungen. Besonders fällt auch die gute bzw. exakte Kollisionsabfrage auf, welche keine Wünsche offen lässt. Auch an der Steuerung gibt es nicht zu bemängeln.

Nemesis ist sicher eines der besten Shoot’em Ups für das Nintendo Entertainment System, welches vor allem durch die gelungene Abstimmung von Steuerung, Design und Sound zu glänzen weiß. Das einzige was an Nemesis vielleicht zu bemängeln ist, ist der Umstand, dass das Spiel hätte etwas länger sein können.

Trivia:
Die NES-Version von Nemesis ist das erste Spiel, welches über den sogenannten Konami-Code verfügt.

 

Power Blade

44. Power Blade

Im Jahr 2191, wird die Erde mit Hilfe eines Mastercomputers regiert, als unerwartet das Programm zur Kontrolle des Computers eine Fehlfunktion hat. Es bricht Panik aus, welche im totalen Chaos mündet. Der Spieler steuert den Geheimagenten Nova, welcher den Auftrag erhält in sechs verschiedenen Sektoren nach anderen Agenten zu suchen.

Jeder dieser Agenten führt eine ID Karte bei sich, welche Nova in seinen Besitz bringen muss. Diese ID Karte sind nötig um in einen Sicherheitsbereich in jedem der Sektoren zu gelangen. Dort muss Nova das Sicherheitspersonal überwinden und Datenbänder sicherstellen. Hat Nova alle sechs Bänder beisammen, kann er damit in das Kontrollcenter gelangen, um schließlich den Mastercomputer zu zerstören und die öffentlichte Ordnung wiederherzustellen.

Power Blade gehört dem Plattform-Gerne an. Der Spieler muss in jedem der Sektoren diverse Gegner aus dem Weg räumen um die örtlichen Agenten zu finden. Durch das zerstören von Gegner erhält man diverse Power-ups, welche unter anderem die Lebensenergie wieder auffrischen oder Waffenupgrades darstellen.

Dabei muss man auch immer ein Auge auf die Zeit haben, welche begrenzt ist. Man kann allerdings auch einen Sektor vorzeitig verlassen ohne den örtlichen Agenten lokalisiert zu haben und später wieder zurückkehren. Ingesamt betrachtet ein netter Titel für zwischendurch.

 

Super Spy Hunter

43. Super Spy Hunter

Da Spy Hunter II in den Spielhallen nur mäßig beliebt war, entschied man sich dafür, das Spiel nicht auf das NES zu portieren, sondern mit Super Spy Hunter einen neuen, etwas anderen Versuch zu starten. Der Spieler ist Agent beim CIA und muss eine Gruppe internationaler Terroristen stoppen, bekannt als „X“, welche die Welt mit einer Superwaffe bedrohen. Da alle anderen Agenten bereits gescheitert sind, hängt’s nun am Spieler die Terroristen aufzuhalten.

Wie schon beim Vorgänger, so jagt man auch bei Super Spy Hunter mit seinem Gefährt über den vertikal scrollenden Bildschirm. Am Spielprinzip hat sich dabei verglichen mit Spy Hunter nichts geändert. Man rast durch die Straßen und versucht Gegnern entweder auszuweichen oder sie am besten gleich abzuschießen, damit sie keinen Schaden mehr anrichten können. Neu ist, dass man inzwischen nicht mehr gleich beim ersten Treffer über den Jordan geht, sondern nun eine Lebenenergieanzeige zur Verfügung hat, welche bei jedem Treffer eben entsprechend abnimmt.

Die Grafik hat sich gegenüber dem ersten Teil deutlich verbessert. So gibt es nun abwechslungsreichere Strecken und gerade auch an den größeren Endgegnern fällt sofort aus, dass die Grafik einen Entwicklungschritt nach vorne getan hat. Auch sind diverse hübsch anzusehende Special Effects hinzugekommen. Der Sound ist okay, aber auch nichts besonderes.

Das Gameplay vermittelt gut das Spielenhallen-Racer-Gefühl. Die Steuerung ist einfach und man findet sich schnell zurecht. Der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich hoch angesetzt, vielleicht auch etwas zu hoch, weswegen sich das Spiel nicht so ganz für Anfänger eignet.

Trivia:
Drück man im Continue-Screen, welcher nach dem Game Over-Screen erscheint, acht mal den A-Button, so erscheint ein verstecktes Minispiel im Pong-Stil mit dem Namen Hyper Tennis.

 

IronSword: Wizards & Warriors II

42. IronSword: Wizards & Warriors II

Das Spiel IronSword: Wizards & Warriors II ist ein gutes Beispiel dafür, wie gute Fortsetzungen von Spielen auszusehen haben: Behalte alles Gute bei und verbessere alles, was nicht so gut war. Dann kommt eine Fortsetzung dabei heraus, welche den Vorgänger übertrifft. Die Aufgabe des Spieler in Wizards & Warriors II ist es, die vier Teile des IronSword zu finden. Die einzelnen Teile des Schwerts sind dabei über eine Spielwelt verteilt, welche wesentlich größer ist als die des ersten Teils der Serie.

Wie bei seinem Vorgänger handelt es sich auch bei Wizards & Warriors II um ein zur Seite scrollendes Action-Spiel, welches auch einige Elemente des Plattform-Genres aufweist. Der Held des Spiels, Kuros, kann sich mit seinem Schwert und Zaubersprüchen seinen Weg durch die Übermacht an Gegnern bahnen.

Die Zaubersprüche kann Kuros entweder an speziellen Orten kaufen oder während seinen Erkundungstouren finden. Dabei gibt es ein bereites Spektrum an Zaubersprüchen, angefangen bei Sprüchen die Kuros kurzzeitig unbesiegbar machen hin zu Sprüchen, welche Gegner in Nahrung oder Geld verwandeln. Auch Waffen oder Rüstungsupgrades können in Läden gekauft werden.

Die grundlegenden Elemente des Vorgängers Wizards & Warriors blieben auch im zweiten Teil der Serie erhalten. Allerdings bietet IronSword: Wizards & Warriors II zahlreiche Detailverbesserungen wie z.B. bei der Grafik oder den Animationen, was diesen Titel zum Besten der Wizards & Warriors-Serie macht.

 

Journey to Silius

41. Journey to Silius

Die Geschichte von Journey to Silius handelt von Vergeltung. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jay McCray, dem Sohn von einem der Pioniere in Sachen Weltraumbesiedlung. Terroristen greifen eine Weltraumstation an und zerstören diese. Dabei kommt auch der Vater von Jay McCray ums Leben. Jay McCray macht sich daher auf, nach denen zu suchen, welchen für den Tod seines Vaters verantwortlich sind.

Das Spiel erinnert vom Stil her ein wenig an Contra bzw. Probotector. Das rührt wohl unter anderem daher, dass auch Journey to Silius ein zu Seite scrollender Shooter ist. Allerdings verliert der Spieler nicht sofort ein Leben, sobald er von einem Geschoss getroffen wird, wie es bei Contra der Fall ist. Jay McCray verfügt über eine Lebensanzeige, welche sich eben bei jedem Treffer den man einstecken muss, verringert.

In jedem Level warten unzählige Gegner auf Jay McCray. An Abwechslung und Einfallsreichtum mangelt es dabei nicht. Besonders gut wissen auch die Endgegner der einzelnen Level zu gefallen. Dabei handelt es sich unter anderem um ein riesiges Raumschiff oder um einen gewaltigen Panzer. Die Level führen den Spieler von einer Ruinen-Stadt, durch düsteren Untergrund bis hin zur futuristischen Hauptzentrale der Terroristen.

Die Grafik des Spiels überzeugt durch und durch. Sehr detailierte Hintergründe, gut animierte Figuren und sehr detailierte Endgegner sind hierfür verantwortlich. Auch der Sound ist sehr gut und sucht auf dem NES seines gleichen. Auch die Steuerung kann überzeugen und lässt keine Wünsche offen. Das Einzige, was man an Journey to Silius ein bisschen bemängeln kann, ist der etwas zu geringe Umfang des Spiels, sowie das fehlen eines Zwei-Spieler-Modus.

Dennoch bleibt Journey to Silius eines der absoluten Vorzeigespiele, was die Grafik, den Sound und das Gameplay auf dem NES anbelangt. Die Reputation von Probotector ist zwar besser als jene von Journey to Silius, allerdings geben sich die beiden Titel nicht viel und man muss sicher nicht lange Suchen um Spieler zu finden, welchen Journey to Silius besser gefällt.

Trivia:
Die Entwicklung von Journey to Silius begann eigentlich um am Ende ein Terminator-Franchise-Spiel für das NES auf den Markt zu bringen. Da man sich mit den Lizenzgebern nicht einigen konnte, änderte man dann das Konzept entsprechend ab, so dass Journey to Silius aus dem Projekt wurde.

 

Chip 'N Dale: Rescue Rangers

40. Chip ‚N Dale: Rescue Rangers

Wie in der TV-Sendung, so geht es auch beim Videospiel zu Chip’n Chap darum, den Bösewicht Al Katzone davon abzuhalten die Stadt unter seine Gewalt zu bekommen. Dabei fällt sofort der Zwei-Spieler-Modus positiv auf, bei welchem man Chip und Chap auf ihrem Abenteuer zusammenarbeiten lassen kann.

Anders als bei vielen anderen Jump’n Runs besiegt man Gegner bei Chip ‚N Dale: Rescue Rangers nicht indem man gezielt auf sie springt, sondern indem man Kisten, Bomben oder Äpfel auf sie wirft. Das Spiel verfügt auch über diverse Items, welche es einzusammeln gilt, um Chip und Chap das Leben ein wenig zu erleichtern.

Der Titel weiß vor allem auch durch die gute und farbenfrohe Grafik zu überzeugen. Die Charaktere sind darüber hinaus sehr gut animiert und Ruckler oder ähnliche Spaßbremsen sucht man vergeblich. Der Sound ist okay, allerdings reißt er einen auch nicht vom Hocker. Capcom hat bei anderen Titeln für das NES, was den Sound anbelangt schon wesentlich besseres abgeliefert.

Dennoch ist Chip ‚N Dale: Rescue Rangers ein solides Jump’n Run für das NES, welches vor allem dann besonders Spass macht, wenn man zusammen mit einem anderen Spieler gleichzeitig spielt. Der Einzelspieler ist auch nicht schlecht, allerdings kann das Spiel seine stärken vor allem im Zwei-Spieler-Modus entfalten. Etwas negativ fällt die relativ kurze Spielzeit auf, die, sofern man einigermäßen geübt ist, nur etwa eine Stunde beträgt.

 

Dr. Mario

39. Dr. Mario

Die Story ist bei Dr. Mario eigentlich total nebensächlich, der Vollständigkeit halber schauen wir sie uns aber doch kurz an: Viren sind in ein Labor eingedrungen und haben dort jede Menge Flaschen befallen. Es ist nun an Mario die Viren mittels entsprechendem Gegenmittel den Garaus zu machen. Dank weißem Ärztekittel wird aus dem Jump’n Run Star Mario also Dr. Mario.

Es existieren drei verschiedene Arten von Viren, welche sich in der Farbe unterscheiden, nämliche blaue, rote und gelbe Viren. Für jede Art gibt es ein Gegenmittel, welches die gleiche Farbe hat, wie die Virenart, die man damit bekämpfen kann. Ähnlich wie bei Tetris fallen von oben nacheinander die Gegenmittel in die Flasche mit den Viren. Die Gegenmittel muss man auf oder um die Viren platzieren, dass diese vernichtet werden. Je drei Pillen gleicher Farbe töten ein entsprechendes Virus. Hängen allerdings mehrere Viren gleicher Farbe aneinander, reichen, richtig platziert, auch schon zwei Pillen aus. Wird ein Virus durch eine falsche Pille verdeckt, muss man diese erst wieder mit zwei weiteren gleichfarbigen Pillen auflösen um so wieder an das eigentliche Virus heranzukommen.

Grafisch reißt Dr. Mario keine Bäume aus. Das ist bei Puzzlespielen aber generell eher selten der Fall. Das Spiel verfügt über zwei verschiedene Musikstücke, die anfangs ganz nett sind, auf Dauer dann aber auch etwas nerven. Bei Bedarf lässt sich die Musik aber auch ausschalten. Einen großen Pluspunkt bekommt das Spiel für den simultanen Zwei-Spieler-Modus. Wer gerne Tetris spielt wird auch Dr. Mario mögen. Zwar hat Dr. Mario keinen ganz so hohen Suchtfaktor wie Tetris, allerdings ist es dennoch ein Spiel, welches in keiner NES Sammlung fehlen sollte.

Trivia:
In Mehr Gehirnjogging für den Nintendo DS gibt es eine Entspannungsübung, welche nach dem gleichen Prinzip wie Dr. Mario funktioniert, ein ähnliches Design hat und dazu erklingt auch eine andere Version der typischen Dr. Mario-Melodie.

 

Super Turrican

38. Super Turrican

Super Turrican auf dem Nintendo NES stellt einen Mix der beiden ersten Teile der Turrican-Reihe dar. Das Spiel wirkt auf dem NES irgendwie schneller und nicht so gut gelungen, wie auf dem Amiga oder dem C64. Zwar ist die Grafik dem C64 etwas überlegen, dennoch kommt einem das Spiel auf dem NES irgendwie merkwürdig vor. Gegen die Versionen des Amiga hat der NES Titel Super Turrican keine Chance.

Die Grafik ist zwar für die Verhältnisse des NES durchaus gelungen, wer das Spiel aber einmal auf dem Amiga gespielt hat, für den wird das Vergnügen Turrican auf dem NES ein schnelles Ende finden. Auch sind die Levels etwas kleiner geraten als in den originalen Versionen von Turrican. Der musikalische Untermalung ist soweit gelungen und es gibt verschiedene Tracks für jedes der Level.

Das Spiel ist leider verdammt schwer, auch wenn man in den Optionen des Spiels die Anzahl der zur Verfügung stehenden Leben heraufsetzen kann. Mit der Zeit nervt es auch ziemlich, dass man jedes Mal wenn man ein Leben verloren hat, das aktuelle Level wieder von vorne beginnen muss.

Wer Turrican auf dem Amiga oder C64 nicht kennt, der kannt getrost zu Super Turrican greifen, wenn er einen anspruchsvollen Titel sucht. Allen anderen sei davon abgeraten.

Trivia:
Der Titel Super Turrican ist lediglich in Europa für das NES erschienen.

 

Adventure Island II

37. Adventure Island II

In Adventure Island II schlüpft der Spieler, wie schon beim ersten Teil, in die Rolle von Master Higgins. Dieses Mal muss Master Higgins allerdings nicht eine Prinzessin, sondern seine Freundin retten. Aliens haben ausgerechnet seine Freundin entführt und sind außerdem gerade dabei, die Herrschaft über die Erde zu übernehmen. Master Higgins hat da natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Das Spiel ist vom Ansatz her mit dem ersten Teil von Adventure Island identisch. Man durchquert im Jump’n Run Style die Level während man diverse Gegner unschädlich macht. Hat man keines der zahlreichen Power ups eingesammelt, verliert man gleich nach der ersten Berührung eines Gegners ein Leben.

Master Higgins muss zudem ständig Früchte einsammeln um nicht zu verhungern. Neu in dem zweiten Teil des Spiels sind unter anderem Dinosaurier, welche Master Higgins neue Möglichkeiten eröffnen. Power ups können auch für später aufgehoben werden und der Spieler hat vor jedem Level die Wahl, welche Power ups er mitnehmen möchte.

Insgesamt gibt es acht verschiedene Welten zu durchqueren, welche wieder hübsch gestaltet sind und jetzt auch in einer Übersichtskarte angezeigt werden. Teils kann man verschiedene Wege einschlagen. Am Ende einer Welt bekommt Master Higgins es mit einem Endgegner zu tun, welchen man bezwingen muss um in die nächste Welt zu gelangen.

Alles in allem ein guter Titel für das NES, welchen man gerne mal für ein kleines Spielchen oder zwei einliegt.

 

Ninja Gaiden II: The Dark Sword of Chaos

36. Ninja Gaiden II: The Dark Sword of Chaos

Der Hersteller Tecmo benötigte gerade mal ein Jahr um den Nachfolger zu seinem Hit Ninja Gaiden in die Läden zu bringen. Offiziell lautet der Titel The Dark Sword of Chaos. Am Gameplay wurde gegenüber dem Vorgänger allerdings nichts geändert, mit einer Ausnahme: Ryu kann sich in dem zweiten Teil von Ninja Gaiden nicht nur an Wänden festhalten, sondern auch daran hoch klettern, was erst einmal so klingt, als würde das Spiel dadurch wesentlich leichter. Dabei handelt es sich allerdings um einen Trugschluss.

Der Schwierigkeitsgrad von Ninja Gaiden II: The Dark Sword of Chaos kann locker mit seinem Vorgänger mithalten. Tecmo hat sich bei Ninja Gaiden II: The Dark Sword of Chaos nicht auf große Spielereien eingelassen und weitestgehend auf das erfolgreiche Konzept des Vorgängers gesetzt, weswegen auch der zweite Teil der Serie zum Erfolg wurde.

Das Spiel bietet alles, was man schon vom ersten Teil kannte: Sehr gute Grafiken gepaart mit guter Musik. Sehr schöne Cutscenes und eine wirklich smoothe Steuerung. Der Schwierigkeitsgrad macht das Spiel wieder eher zum Titel für Fortgeschrittene. Anfänger werden vom Schwierigkeitsgrad schnell abgeschreckt.

 

1943: The Battle of Midway

35. 1943: The Battle of Midway

Das Spiel 1943: The Battle of Midway ist der Nachfolger des Spiels 1942. Das Spiel ist ein ist ein vertikal rollendes Shoot-‚em-up das ursprünglich für Spielhallenautomaten entwickelt und von der japanischen Firma Capcom 1987 für das NES veröffentlicht wurde. 1943: The Battle of Midway spielt während des Zweiten Weltkriegs an der Küste des Midway-Atolls. Auf die korrekte Einordnung historischer Ereignisse darf man beim Titel des Spiels nicht so genau achten. Die Schlacht um Midway fand nämlich bereits 1942 statt.

Die Portierung auf das NES musste vor allem in Sachen Grafik und Sound ein paar Abstriche verkraften. Das tut allerdings nicht wirklich viel zu Sache, da das Gameplay bei 1943 nicht wirklich auf die Grafik angewiesen ist. In 1943: The Battle of Midway steuert der Spieler ein P-38 Kampfflugzeug, welches alleine gegen eine Übermacht von japanischen Flugzeugen und Schiffen antreten muss. Am Ende des Spiels kämpft der Spieler gegen das Japanische Schlachtschiff Yamato. Der Spieler blickt dabei von oben auf das Spielgeschehen.

Im Vergleich zu 1942 verfügt der Nachfolger nicht mehr über das ein-Treffer-ein-Flugzeug-weniger-Prinzip, was das eigene Flugzeug angelangt. Statt dessen verfügt das Flugzeug nun über einen Energietank und dieser wird eben durch Treffer geschmälert. Ist der Tank leer ist das Flugzeug futsch. Man kann den Energietank aber auch durch das einsammeln entsprechender Power-Ups wieder aufladen. Power-Ups gibt es reichlich in 1943: The Battle of Midway. So kann man zum Beispiel auch seine Boardwaffen dadurch upgraden oder so genannte Smart-Bombs einsammeln.

Das Spiel verfügt auf dem NES übrigens auch über eine Passwortfunktion, so dass man nicht immer wieder von vorne beginnen muss. Die Anzahl von über 20 Levels darf durchaus als Umfangreich bezeichnet werden. Stark vermissen lässt die NES-Variante allerdings den simultanen Zwei-Spieler-Modus, welcher in der Spielhallen-Version vorhanden ist. Alles in allem ist 1943: The Battle of Midway ein solider Titel, an dem es nicht viel zu meckern gibt und den jeder mal gespielt haben sollte.

Trivia:
Der Desginer von 1942 und 1943, Yoshiki Okamoto, arbeitete als nächstes als Designer an der Street Fighter Serie für Capcom.

 

Castlevania II: Simon's Quest

34. Castlevania II: Simon’s Quest

Jahre sind vergangen, seit Simon Belmont Dracula’s Herrschaft ein Ende bereitet hat. Belmont leidet auch Jahre nach dem Kampf gegen Dracula noch unter den beim Kampf erlittenen Verletzungen. Er erfährt, dass er diese nur heilen kann, indem er Dracula’s Fluch, der nun auf im liegt, besiegt. Belmont muss dazu die fünf sterblichen Überreste Dracula’s bestehend aus Ring, Rippe, Auge, Klaue und Herz finden und am Ort des Kampfes gegen Dracula verbrennen.

Das Spiel Castlevania II: Simon’s Quest verfügt im Gegensatz zum ersten Teil um diverse Elemente eines Adventures. Während man im ersten Teil nur in Castlevania spielte, gibt es nun eine riesige Welt zu erkunden. Des Öfteren muss man über bestimmte Items verfügen, damit sich einem der weitere Weg öffnet. Insgesamt muss Belmont in fünf Schlössern nach den Überresten Draculas suchen. Natürlich warten in jedem der Schlösser diverse Monster, welche Belmont an seinem Vorhaben hindern wollen.

Ganz in guter Rollspiel-Manier kann sich Belmont in Castlevania II: Simon’s Quest durch das absolvieren von Kämpfen weiterentwickeln, wodurch seine Energieleiste zunimmt. Erwähnenswert ist auch, dass Simon’s Quest das erste Spiel war, welches mit dem Tag/Nach-Zyklus ausgestattet ist. Herrscht tagsüber in den Dörfern noch ein reges Treiben, werden die Gassen nachts von Monstern unsicher gemacht.

Positiv fallen unter anderem die gut animierten Figuren sowie die hübsch gestalteten Schauplätze auf. Zwar gibt es hier und da mal ein kleines Flackern, sonst ist aber an der Grafik absolut nichts auszusetzen. Wie bei jedem Castlevania-Spiel, ist auch bei Castlevania II: Simon’s Quest der Sound und die musikalische Untermalung erstklassig. Etwas störend fällt auf, dass man manchmal ewig lange Wege zurücklegen muss, um von einem Punkt zum nächsten zu gelangen.

Castlevania II: Simon’s Quest schafft es verschiedene Genres miteinander zu verknüpfen. Von Anhängern der Serie wurde dies jedoch nicht nur positiv aufgenommen, weswegen der zweite Teil auch als das schwarze Schaf der Serie gilt. Das Spiel verfügt übrigens auch über eine Passwortfunktion, was durchaus positiv ist, da der Spiel doch recht lang ist. Alles in allem ein guter Titel für das NES, wenn er auch etwas auf der Castlevania-Serie heraussticht.

Trivia:
Das Spiel verfügt über drei verschiedene Enden, die man abhängig davon, wie lange man gebraucht hat um das Spiel zu beenden, sieht.

 

Boulder Dash

33. Boulder Dash

Manche Spiele kamen auch schon als Klassiker auf das NES. Boulder Dash ist eines davon. Bereits 1984 erstmals veröffentlicht, fand das Spiel nach Umwegen über diverse andere Systeme wie den Commodore 64 oder den Atari auch auf das Nintendo Entertainment System.

Das Spielprinzip ist, sofern es nicht eh schon bekannt ist, recht schnell erklärt. Der Akteur namens Rockford wird vom Spieler durch mehrere Levels gesteuert und muss dabei Diamanten einsammeln, Ungeziefer ausweichen und schließlich rechtzeitig, bevor die Zeit abgelaufen ist, den Ausgang erreichen. Eben so einfach wie das Spielprinzip ist die Steuerung, bei welchem lediglich das Steuerkreuz benötigt wird. Das Spiel verdient somit das Prädikat “Einsteigerfreundlich”. Ein Handbuch lesen ist garantiert überflüssig.

Ein weiterer Reiz von Boulder Dash besteht darin, dass die meisten Elemente, denen Rockford begegnet sich nicht zufällig verhalten, sondern berechenbar sind. So gibt es Level, die eine komplexe Lösungsstrategie erfordern. Beispielsweise dreht eine eine Form der Gegner immer nach rechts, wenn dort Platz ist, und die andere Form immer nach links ab. Einige Level lassen sich nur lösen, indem man diese Gegner auf Kreisbahnen lenkt und sie damit außer Gefecht setzt.

Sowohl grafisch als auch soundtechnisch ist das Spiel kein Highlight, aber das fällt bei Boulder Dash nicht weiter auf. Etwas nervig wirken jedoch die sich nonstop hin und her bewegenden Steine. Das Gameplay ist makellos und das bietet das Spiel ordentlichen Spielspaß sowie abwechslungsreich gestaltete Level. Taktisches Geschick und Schnelligkeit zum richtigen Moment ist der Schlüssel um bei Boulder Dash erfolgreich zu sein.

Trivia:
Boulder Dash war auf Heimcomputern und Konsolen so beliebt, dass das Spiel auch für Arcadeautomaten portiert wurde. Normalerweise werden Spiele aus der Arcadehalle auf Heimcomputer und Konsolen portiert.

 

Ice Climber

32. Ice Climber

Die beiden Eskimos Pepe und Nana sind einem Flugsaurier auf der Spur und müssen daher diverse Eisberge erklimmen, auf denen sich aber auch allerlei andere Tiere herumtreiben. Insgesamt bietet Ice Climber 32 Berge, welche erklommen werden müssen. Bei Ice Climber sind die Berge das Äquivalent zu den Levels. Um die Spitze des Berges zu erreichen, muss man mit seinem Eishammer diverse Eisschichten durchqueren und Hindernisse aus dem Weg räumen.

Die Steuerung von Ice Climber ist simpel und schnell erlernt, ebenso wie das Spielprinzip. Zudem kann man das Level, pardon, der Berg an welchem man Starten möchte frei auswählen. Am oberen Drittel eines jeden Berges erwartet den Spieler ein Bonusabschnitt, in welcher man herumliegendes Gemüse einsammeln kann, was für ordentlich Extrapunkte sorgt. Nebenbei muss man allerdings auch so schnell wie möglich die Spitze des Berges erreichen. Oben angekommen muss man sich dann noch an die Füße eines Flugsauriers hängen, welcher einen zum nächsten Berg befördert.

Am meisten Spaß macht Ice Climber zu zweit. Unabhängig davon, ob man sich darauf einigt miteinander oder gegeneinander zu spielen: Der Zwei-Spieler-Modus ist das Highlight von Ice Climber und sorgt für jede Menge Spielspaß. Sicher ist Ice Climber aus technischer Sicht nicht außergewöhnlich, sondern eher Mittelmaß. Nichts desto trotz bietet Ice Climber eine ordentliche Langzeitmotivation und gerade im Zwei-Spieler-Modus ist das Spiel einfach top. Auch für Gelegenheitsspieler ist der Titel durchaus zu empfehlen, da die simple Steuerung sowie das Spielkonzept äußerst schnell zu erlernen sind.

Trivia:
Laut einer finnischen Zeitung war Ice Climber einige Zeit lang das Lieblingsspiel des früheren Präsidenten Finnlands, Mauno Koivisto.

 

Probotector II - Return of the Evil Forces

31. Probotector II – Return of the Evil Forces

Die Story von Probotector II – Return of the Evil Forces ist leider ziemlich einfallslos. Wieder muss Probotector die Menschheit vor der Alienspezies Red Falcon retten. Erinnert ziemlich an der ersten Teil von Probotector und glänzt nicht wirklich vor Ideenreichtum.

Wie schon im ersten Teil stehen dem Spieler auch im zweiten Teil diverse Hilfsmittel in Form von Waffen und Items zur Verfügung, welche man gegen die außerirdische Übermacht einsetzen kann. Auch am Schwierigkeitsgrad hat sich bei Probotector II – Return of the Evil Forces nichts gegenüber dem Vorgänger geändert. Denn auch der Schwierigkeitsgrad des zweiten Teils hat es echt in sich. Die einzelnen Level sind hübsch gemacht, allerdings gefühlt etwas zu kurz geraten. Dafür warten am Ende phänomenale Endgegner.

Wenn man die Cartridge von Probotector II – Return of the Evil Forces in das NES einlegt, erwartet einen das gleiche Spielprinzip wie aus dem ersten Teil. Für eine Fortsetzung hätte man etwas mehr Umfang erwarten können oder wenigstens einige Neuerungen, welche auch Veteranen überraschen würden. Zwar gibt es zwei neue Stages, welche man in der Vogelperspektive spielt, allerdings ist das ein bisschen zu wenig.

An der Grafik von Probotector II gibt es nichts zu bemängeln. Die Grafik macht einiges her und bietet schöne Animationen. Die Hintergründe fügen sich gut in das Spielgeschehen ein. Ab und an ruckelt und flackert es zwar mal ein wenig, darüber kann man aber wohlwollend hinwegsehen. Hier ist auch eine klare Verbesserung gegenüber dem ersten Teil erkennbar.

Insgesamt gesehen ist das Spiel durchaus solide, allerdings hätte man mehr daraus machen können, vor allem was die Story, Levellänge und Weiterentwicklungen des Gameplays betreffen. Sehr gut gelungen ist der Zwei-Spieler-Modus. Zudem gehören die Endgegner einfach zu den heißesten, die das NES seinen Anhängern zu bieten hat.

Trivia:
Wie auch schon beim ersten Teil von Probotector wurde auch der zweite Teil ordentlich modifiziert. So handelt es sich außerhalb Europas bei den beiden Hauptakteuren z.B. nicht um Roboter sondern um Menschen.

 

The Simpsons – Bart vs. The Space Mutants

30. The Simpsons – Bart vs. The Space Mutants

In Springfield sind Außerirdische gelandet, welche die Welt unterjochen wollen. Bart Simpson kann da natürlich nicht tatenlos rumsitzen, sondern macht sich auf den Weg, den Außerirdischen das Handwerk zu legen. Dazu muss er diverse Gegenstände einsammeln, welche die Außerirdischen benötigen um ihre Superwaffe zu bauen. Im ersten Level, welches in den Straßen von Springfield spielt, wären das zum Beispiel alle violetten Gegenstände. Diese müssen entweder umlackiert oder sonst irgendwie versteckt werden. Dabei gilt es unter anderem Hydranten oder Briefkästen umzulackieren, Vögel zu vertreiben oder Spielzeug verschwinden zu lassen.

Auf den Straßen von Springfield tummeln sich auch schon diverse als Menschen getarnte Außerirdische, welche Bart mit seiner Röntgenbrille überführen kann. Als wären die Außeridischen nicht schon genug, so haben auch noch allerlei Bewohner von Springfield noch eine Rechnung mit Bart offen. So trifft man in den Leveln auch auf alte bekannte wie Nelson oder Tingeltangel Bob. Der Weg führt Bart unter anderem durch die Straßen Springfields, ein Einkaufszentrum, ein Museum und das Atomkraftwerk. Um erfolgreich zu sein, muss der Spieler ordentlich in die Trickkiste greifen, so findet man beispielsweise in Springfield Geldmünzen, für welche man sich in Shops diverse Hilfsmittel kaufen kann, wie z.B. Feuerwerksraketen. Diese muss man später einsetzen um damit auf purpurfarbene Rollos zu ziehen, damit diese verschwinden und den Außerirdischen nicht in die Hände fallen. Knallkirschen wiederum können dazu eingesetzt werden, um purpurfarbene Vögel zu vertreiben.

Spielwitz kommt bei The Simpsons – Bart vs. The Space Mutants nicht zu kurz und so sind jede Menge witzige Situationen im Spiel vorhanden. Auch grafisch gibt es nicht zu bemängeln. Die Figuren aus der Zeichentrickserie sind sofort zu erkennen und die Level sind zum einen sehr groß aber auch abwechslungsreich gestaltet. Die Musik und die Soundeffekte sind okay, reißen einen aber nicht vom Hocker. Besonders fällt allerdings auf, dass Bart wie in der Zeichenserie “Eat my shorts!” sagt, wenn man ein Leben verliert. Das bekommt man auch ziemlich häufig zu hören, da das Spiel wirklich verdammt schwer ist. Das liegt zum Teil auch an der etwas suboptimalen Steuerung, die wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist und für manchen Fehltritt verantwortlich gemacht werden kann. Manche Stellen im Spiel sind zudem etwas zu schwer und so fragt man sich teilweise, ob das Spiel überhaupt zu schaffen ist. Auch eine Speicher- oder Passwortfunktion sucht man vergeblich. Diese wäre bei der Länge des Spiels angebracht, um nicht immer wieder von vorne anfangen zu müssen.

Wären diese Mängel noch beseitigt worden, wäre The Simpsons – Bart vs. The Space Mutants mit Sicherheit einer der Topplätze sicher, so reicht es leider nicht für mehr. Dennoch ein gutes Spiel für das NES, welches in keiner Sammlung fehlen sollte, allein schon wegen der vielen Möglichkeiten die dem Spieler im Spiel geboten werden.

Trivia:
Für den Amiga-Version von The Simpsons – Bart vs. The Space Mutants wurde ein eigenes Intro programmiert. Die einzelnen Sequenzen wurden dafür alle gezeichnet und zur Autorisierung an Matt Groening geschickt.

 

R.C. Pro-Am

29. R.C. Pro-Am

R.C. Pro-Am ist das in dieser Topliste am weitesten vorne platzierte Rennspiel für das Nintendo Entertainment System und das natürlich nicht zu unrecht. Die Entwickler von Rare haben es bei R.C. Pro-Am geschafft, ein leicht zugänglichen Titel für das NES zu produzieren, welcher ein sehr gutes Gameplay bietet. Anstelle von richtigen Rennwagen steuert man bei R.C. Pro-Am ferngesteuerte Modellautos. Der Spieler sieht das Renngeschehen dabei aus der Vogelperspektive.

Auffällig bei R.C. Pro-Am ist die Vielzahl an Power-Ups und Upgrades, welche dem Spiel eine besondere Note verleihen. Damit lässt sich zum einen der eigene Wagen tunen, zu anderen kann man damit aber auch andere Autos im Renngeschehen behindern. Der Schwierigkeitsgrad von R.C. Pro-Am ist moderat ansteigend und bietet daher auch Einsteigern die Möglichkeit sich langsam an das Spielgeschehen heranzutasten. Die Grafik, sowie der Sound sind für NES Verhältnisse und dafür, dass das Spiel aus dem Jahr 1988 stammt top.

Eine Speicherfunktion bietet das Spiel leider nicht, weswegen man immer wieder von Vorne beginnen muss. Leider gibt es auch keinen Multiplayer-Modus, welcher bei diesem Spiel sehr gerne gesehen gewesen wäre und das Spiel sicher noch etliche Plätze nach vorne katapultiert hätte. Größter Kritikpunkt ist allerdings, dass man den Eindruck bekommt, dass der Computer, welcher drei Fahrzeuge steuert, gegen welche der Spieler bestehen muss, schummelt. Der Spieler steuert ein rotes Fahrzeug, während der Computer die Steuerung eines grünen, blauen und orangenen Gefährtes übernimmt. Dabei fällt auf, dass der orangene Rennwagen des Öfteren ohne ersichtlichen Grund für kurze Zeit einen derben Geschwindigkeitsvorteil hat.

Im Prinzip kann man mit R.C. Pro-Am an sich nichts falsch machen. Das Spiel ist ein solider Titel für das NES und erinnert in einem Satz gesagt an Super Mario Kart mit einer falschen Perspektive und ohne Multiplayer.

Trivia:
R.C. Pro-Am wird von vielen Kritikern als Vorgänger von Super Mario Kart angesehen.

 

Kirby's Adventure

28. Kirby’s Adventure

Nach Kirby’s Dream Land für den Nintendo Game Boy war Kirby’s Adventure das zweite Abenteuer von Kirby, welchem noch einige weitere folgen sollten. Kirby’s Adventure auf dem Nintendo Entertainment System war ein echter Hingucker und vom Spielprinzip her mal ein bisschen was anderes.

Die Grafik der NES-Version von Kirby’s Adventure ist ein durchaus gelungen. Ordentlich gestaltet und schön bunt. Auch bei der Musik des Spiels hat sich der Hersteller HAL nicht lumpen lassen und solide Arbeit geleistet. Kirby kann seine Gegner nicht nur aufsaugen und ausspucken, sondern hat auch diverse weitere Fähigkeiten, wie z.B. ihnen ihre Energie zu klauen. Zudem gibt es zahlreiche Level, Gegner und Minigames. Auch die Steuerung tut was sie soll.

Kirby’s Adventure ist sicherlich eines der besten Spiele des Plattform Genres für das NES. Das Spiel ist zudem eines der letzten NES-Spiele und eines der wenigen, das über einen deutschen Bildschirmtext und über eine Speicherfunktion verfügt. Da der Titel erst gegen Ende der NES-Ära erschien und das SNES bereits in aller Munde war, wurde dem Titel keine sonderlich große Aufmerksamkeit mehr zu Teil und die Verkaufszahlen waren entsprechend mäßig. Die Länge des Spiels ist in Ordnung, allerdings kann man es mit etwas Übung innerhalb von vier bis fünf Stunden durchspielen.

Trivia:
Das letzte Level von Kirby’s Adventure basiert auf Kirby’s Dream Land für den Nintendo Game Boy.

 

Double Dragon II: The Revenge

27. Double Dragon II: The Revenge

Nach einem atomaren Krieg ist New York schwer gezeichnet. Kriminelle Gangs versuchen die Gewalt über New York zu erlangen und machen dabei auch vor dem Double Dragon Dojo der Brüder Billy und Jimmy Lee nicht halt. Die übermächtigen Black Shadow Warriors entführen kurzer Hand Billys Freundin namens Marion. Natürlich habe sie dabei die Rechnung ohne Billy und Jimmy Lee gemacht, welche sich auf die Suche nach Marion begeben.

Das Spiel Double Dragon II: The Revenge bietet insgesamt drei verschiedene Spielmodi. Neben dem normalen Single-Player-Modus gibt es auch einen Zwei-Spieler-Modus, in welchem man gleichzeitig gegen die Übermacht an Gegner antreten kann. Hier ist stundenlanger Spielspaß garantiert. Zudem gibt es einen weiteren Zwei-Spieler-Modus, bei welchem die Spieler sich auf gegenseitig in die Haare bekommen und vermöbeln können. Zusätzlich bieten sich dem Spieler noch drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl an. Je nach dem welchen Schwierigkeitsmodus man wählt, variieren auch die Anzahl der Level, durch welche Billy und Jimmy Lee sich kämpfen müssen.

Double Dragon II: The Revenge bietet einiges für’s Auge und weiß, was die grafische Darstellung anbelangt, zu überzeugen. Die unterschiedlichen Schauplätze sind detailliert in Szene gesetzt und auch an den Animationen wurde nicht gespart, wobei diese teils etwas stocken. Zwischensequenzen in welchen der weitere Verlauf der Story erläutert wird sind hübsch anzusehen. Auch der Sound ist nicht zu verachten und rundet das Spiel gelungen ab.

Die Steuerung ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich aber erst einmal mit Double Dragon II: The Revenge warm gespielt, will man so schnell gar nicht mehr aufhören. Wer auf der Suche nach einem guten Prügelspiel auf dem NES ist, für den führt kein Weg an Double Dragon II: The Revenge vorbei. Natürlich steigt der Spielspass im Multiplayer-Modus exponentiell. Von den insgesamt vier Auftritten, welche die Gebrüder Lee auf dem NES bestritten haben, ist dieses Spiel ihr bestes und sollte daher in keiner gut sortierten NES Sammlung fehlen.

Trivia:
Die Game Boy Variante von Double Dragon II ist eine modifizierte Version des Spiels Nekketsu Kōha Kunio-kun: Bangai Rantōhen. Es wurden lediglich die Grafik, Musik sowie die Storyline an Double Dragon angepasst.

 

Duck Tales 2

26. Duck Tales 2

Dagobert Duck findet in seiner Bibliothek ein Stück von einer Schatzkarte, welche den Weg zum verlorenen Schatz von Fergus McDuck weißt. Allerdings fehlen Stücke von der Karte, welche Dagobert erst finden muss. Die Suche nach den Kartenteilen führt Dagobert unter anderem nach Ägypten, Schottland, in das Bermuda Dreieck und an die Niagara Fälle. Natürlich hat aber auch sein Widersacher Mac Moneysack Lunte gerochen.

Die Level in Duck Tales 2 sind schön gestaltet und abwechslungsreich. Leider ist auch der zweite Teil von Duck Tales etwas kurz geraten und man kann ihn so relativ schnell durchspielen. Der auswählbare Schwierigkeitsgrad bringt immerhin etwas Motivation, das Spiel nochmals zu beenden. Wieder mit dabei sind natürlich neben Dagobert Duck auch die Neffen Tick, Trick und Track, Nicky, Quack, sowie Daniel Düsentrieb, die Onkel Dagobert hilfreich zur Seite stehen.

Gegenüber dem ersten Teil von Duck Tales hat sich technisch gesehen im zweiten nicht viel getan. Das mag zu einen daran liegen, dass schon Teil 1 auf sehr hohem Niveau war und es eigentlich wenig daran auszusetzen gab. Auffällig ist, dass die Steuerung in Duck Tales 2 ein wenig vereinfacht wurde. Grafisch, sowie vom Sound her schenken sich die beiden Teile nicht viel. Beide sind auf sehr hohem Niveau, sowohl was Sound als auch die Grafik angelangt. Bei der Grafik fällt vor allem die Liebe zum Detail auf. Es gibt wohl nur wenige Spiele, deren Grafik auf dem NES die von Duck Tales überragt.

Wer Jump’n Runs liebt wird auch mit Duck Tales 2 seine Freunde haben. Der zweite Teil ist wesentlich unbekannter wie der Vorgänger. Wem der erste Teil von Duck Tales gefallen hat, wird auch an Duck Tales 2 gefallen finden.

Trivia:
Duck Tales 2 verfügt über 3 verschiedene Endsequenzen, welche man abhängig davon zu sehen bekommt, wie viele Kartenteile und wie viel Geld man eingesammelt hat.

 

Zurück zur Übersicht

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen