Die 100 besten Spiele für das Nintendo Entertainment System (NES) Platzierungen 100 bis 76

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North & South

100. North & South

Das Spiel North & South war eines der wenigen Strategiespiele, welche es für das Nintendo Entertainment System gab. Dabei vermischte North & South das von Brettspielen bekannte rundenbasierte Gameplay mit Elementen moderner Echtzeit-Strategiespiele. Dem Spieler steht es bei North & South frei, ob man beim amerikanischen Bürgerkrieg von Anfang an dabei sein will, lieber in der Mitte ins Geschehen einsteigen will oder sich für den finalen Kampf prädestiniert hält.

Der rundenbasierte Teil des Spiels ist ziemlich simpel. Spieler angeln sich Ressourcen, indem sie Zugverbindungen kontrollieren und benutzen Geld um neue Armeen zu finanzieren. Gebiete werden eingenommen, indem man seine Armeen in das Gebiet schickt. Wenn man seine Armee in ein bislang nicht vom Gegner besetztes Gebiet schickt, so fällt einem dies direkt zu. Hat der Gegner dieses Territorium allerdings bereits für sich beansprucht, kommt es zum Kampf und das Spiel wechselt in den Echtzeit-Modus.

Während den Kampfszenen kann der Spieler zwischen seinen Kanonieren, der Kavallerie und der Infanterie hin- und her wechseln und diese Einheiten einsetzen. Hierbei kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit an. Besonders interessant ist der Zwei-Spieler-Modus, in welchem man gegen einen menschlichen Gegner antreten kann. Hierbei nimmt der Spielspaß nochmal deutlich zu. Der Zwei-Spieler-Modus ist es auch, wovon North & South eigentlich lebt. Zwar macht das Spiel alleine auch Spaß, ist allerdings nicht vergleichbar mit dem Zwei-Spieler-Modus.

Die Steuerung ist leider sehr schwammig und dazu ist auch noch die Kollisionsabfrage unpräzise, was hauptsächlich auf die Jump’n Run Minigames zutrifft. Auch grafisch reißt North & South keine Bäume aus. Folglich gibt es nur einen Grund warum das Spiel dennoch auf diverse System portiert wurde: Es macht einfach Spass North & South zu spielen, gerade im Zwei-Spieler-Modus. Bedenkt man, dass auf dem NES Strategiespiele eher rar sind und der Titel trotz der offensichtlichen Mängel guten Spielspaß bietet, lohnt es sich immer mal die Cartridge einzulegen.

Trivia:
North & South basiert auf der belgischen Comicserie namens Les Tuniques Bleues.

 

Top Gun

99. Top Gun

Das Spiel Top Gun war eines der früheren Flugzeugspiele für das Nintendo Entertainment System. Eine hübsch gestaltete Cockpit-Ansicht und die Möglichkeit auch Starts und Landungen durchzuführen sind die Aspekte von Top Gun, welche zuerst auffallen. Gerade Starts und Landungen waren damals bei Flugzeugspielen noch nicht üblich, weswegen Top Gun hier etwas heraussticht. Allerdings ist gerade das Landen von Tom Cruise’s F-14 Tomcat verdammt schwer. Immerhin ist das Spiel nicht gleich vorbei, wenn man den Flieger mal in den Boden rammt, sondern man verliert lediglich ein Leben. Man hat an Board der F-14 Tomcat zwei verschiedene Waffengattungen zur Verfügung, nämlich die Bordkanone und Raketen. Zudem kann man verschiedene Raketen auswählen, von welchen man jedoch immer nur eine begrenzte Anzahl mitführen kann. Die Auswahl der Raketen, mit welchen das Flugzeug bestückt wird, kann natürlich nur am Boden erfolgen.

Eigentlich gibt es zwei Typen von Flugzeugspielen, die Simulation und das Arcade-Spiel. Top Gun passt irgendwie in keine der beiden Kategorie so wirklich. Das Spiel vermittelt nicht unbedingt den Realismus, welchen man von einer Simulation erwarten würde. Das deutet also eher auch ein Arcade-Spiel hin, allerdings will auch diese Beschreibung auf Top Gun nicht so recht passen.

Leider ist man bei der Ausübung seines fliegerischen Könnens bei Top Gun etwas eingeschränkt. So ist es zum Beispiel nicht möglich, die F-14 zum Rollen zu bringen oder einen Looping zu fliegen. Auch ein drehen der Maschine, um in die andere Richtung zu fliegen ist nicht möglich. Im Prinzip kann man sich darauf beschränken die Flugzeuge, welche vor einem auftauchen ins Visier zu nehmen und abzuschießen. Die Gestaltung der Grafik außerhalb des Cockpits ist auch eher dürftig und wenig abwechslungsreich. Es ist übrigens auch nicht möglich während des Fluges abzustürzen, da man eine bestimmte Flughöhe nicht unterschreiten kann. Die Musik ist nichts besonderes und neigt dazu schnell zu nerven, ebenso wie die Soundeffekte. Man ist also dazu geneigt den Ton abzustellen.

Versöhnlich stimmt hingegen die Landesequenz. Diese ist gut gemacht und man muss als Pilot nur kleine Veränderungen am Anflug vornehmen um sicher auf dem Flugzeugträger zu landen. Sobald man dem Boden näher gekommen ist, wechselt die Ansicht und man sieht das Flugzeug entweder landen oder abstürzen.

Wegen der schlechten Umsetzungen der physikalischen Gesetze kann Top Gun nicht zu den Simulationen gezählt werden. Ein Arcadespiel ist es aber auch nicht, da ihm hierzu einfach die Action und diverse Freiheiten fehlen. Insgesamt hätte Konami mehr aus dem Titel machen können, so bleibt er eher Mittelmaß und landet in unserer Liste der 100 bestens NES Spiele daher auch relativ weit hinten..

Trivia:
Angeblich wurden etwa zwei Millionen Kopien von Top Gun für das NES verkauft.

 

Spy Hunter

98. Spy Hunter

Als Super-Agent in Stile von James Bond fährt man in Spy Hunter in einem turbogetriebenen und mit neuester Waffentechnologie aufgerüsteten Auto um sein Leben. Die Straße ist voll mit feindlichen Agenten, die nichts anderes im Sinn haben als einem mehr als nur einen kleinen Kratzer ins Auto zu machen. Daher gilt es im eigenen Fahrzeug bei höchster Geschwindigkeit zu entkommen und alle Feinde aus dem Weg zu schaffen, bevor sie selbiges mit dem Spieler tun.

Bei der Arcade-Version von Spy Hunter war genaue Positionierung des eigenen Vehikels der Schlüssel zum Erfolg und gleichzeitig auch das einzige worauf es ankam. Bei der Umsetzung für das Nintendo Entertainment System hat sich daran nicht viel geändert. Allerdings ist das genaue positionieren des eigenen Gefährtes mit einem NES Controller ungleich schwerer wie mit dem Lenkrad des Arcade-Automaten.

Das Terrain auf dem man sich fortbewegt ändert sich im Verlauf des Spiels. So wird man in einem späteren Abschnitt einen Fluss erreichen, an welchem man mit seinem Auto in ein Bootshaus fahren muss. Dort wird das Auto zu einem Amphibienfahrzeug. Ab und zu führt einen die Strecke auf über eine Brücke. Sonst gibt es aber recht wenig Abwechslung auf der Flucht. Hier wäre durchaus noch mehr drin gewesen. Daher wirkt das Spiel insgesamt auch etwas zu eintönig und bietet nur eine begrenzte Langzeitmotivation.

Trivia:
Das Spiel hat einen Fehler, welcher es dem Spieler ermöglicht sich von der Straße zu entfernen und zudem unbesiegbar zu sein. Allerdings nur solange man sich abseits der Straße befindet.

 

Teenage Mutant Ninja Turtles

97. Teenage Mutant Ninja Turtles

Das Spiel Teenage Mutant Ninja Turtles wurde während der Hype um die vier Schildkröten seinen Höhepunkt erreicht hatte entwickelt. Neben dem NES gab es Umsetzungen für diverse weitere Plattformen, wie beispielsweise MS-DOS.

Der Spieler bekommt bei Teenage Mutant Ninja Turtles einiges für sein Geld geboten. So kann man die Spielwelt in einer top-down Perspektive erkunden. Dabei musste man unter anderem darauf achten, auf der Straße nicht überfahren zu werden. Betritt man ein Gebäude oder die Kanalisation, wechselt die Kameraperspektive und das Spiel wird zum Side-scroller.

Das Spiel verfügt über sechs Level, in welchen man dem üblichen Turtle-Business nachgeht. Das heißt man sucht Shredder und seinen Foot Clan. Der Ansatz, dass wenn einem Turtle die Lebensenergie ausgeht, dieser nicht Tod ist, sondern nur gefangen und der Spieler dann mit dem nächsten Turtle spielt, weiß zu gefallen. Der gefangene Turtle kann später wieder befreit werden. Auch sehr gelungen ist die Möglichkeit, mit dem Turtle-Bus herumzufahren.

Während dem Spiel hat man jederzeit die Möglichkeit, zwischen den vier Schildkröten hin- und herzuwechseln. Natürlich verfügt auch jeder der Turtles über seine individuelle Waffe, was man gezielt ausnutzen kann. Grafisch gibt es nichts zu meckern. Man erkennt die Turtles sofort, die Zwischensequenzen sind nett gemacht, die Gegner gut gezeichnet. Auch die Hintergrundgrafiken wissen zu überzeugen. Die Hintergrundmusik und der Sound sind soweit auch gelungen.

Leider ist die Steuerung etwas zu kantig geraten, was besonders beim Springen auffällt. Zudem verfügt das Spiel über einige kleine Fehler, die sich der Spieler zu nutze machen kann. Die Liste der Fehler und Unzulänglichkeiten aufzuzählen würde hier jedoch den Rahmen sprengen. Im Spiel gibt es auch einige unfaire Stellen, an welchen man als Spieler einfach machtlos und der Verlust von Lebensenergie vorprogrammiert ist. Das Ganze wird dann oftmals zu Geduldsprobe. Aus diesen Gründen landet das Spiel auch so weit hinten in der Top 100 Liste. Der Titel verfügt eigentlich über deutlich mehr Potential.

Teenage Mutant Ninja Turtles ist eigentlich ein gutes Spiel, wenn die aufgezählten negativen Punkte nicht wären. Leider ist auch der Schwierigkeitsgrad ziemlich hoch angesetzt, weswegen man gerne Mal den Controller durchs Zimmer feuern möchte.

Trivia:
Der Grund dafür, warum die Turtles auf der Verpackung alle rote Bänder umgewickelt haben, ist, da dies auch bei den Comics so war.

 

New Ghostbusters II

96. New Ghostbusters II

Beim Spiel New Ghostbusters II orientiert sich die Story an der des Films. Der Spieler hat die Möglichkeit sich auszusuchen, mit welchen zwei Geisterjägern er auf die Jagd geht. Spielerisch gibt es aber keinen Unterschied zwischen den einzelnen Geisterjägern. Das Spiel besteht aus Teamarbeit. Das heißt, einer der ausgewählten Geisterjäger benutzt den Protonenstrahler, während der andere Geisterjäger für die Bedienung der Geisterfalle zuständig ist.

Auch die Schauplätze des Spiels orientieren sich an denen des Films. Jeder der Schauplätze besteht aus mehreren Räumen. Der Spieler blickt von oben aufs Geschehen. Hat man in einem Gebiet alle Geister eingefangen, kann man ins nächste Gebiet weiterziehen und dieses säubern. Am Ende eines jeden Schauplatzes wartet auch nochmal ein Endgegner darauf mit den Geisterjägern Bekanntschaft zu machen.

Die Grafik des Spieles ist recht hübsch und durchaus gelungen. Dank der Sichtweise, die das Geschehen von oben darstellt, hat man jederzeit einen guten Überblick. Auch der Sound passt. An der Steuerung gibt es nichts zu meckern. Sie reagiert ohne Probleme. Leider bleibt man ab und zu an irgendwelchen Gegenständen, wie Inneneinrichtung der Räume hängen. Einen Zwei-Spieler-Modus gibt es leider nicht, aber das Spiel macht auch im Singleplayer-Modus Spass. Einziger Kritikpunkt ist, dass es nur fünf Level gibt um man sich hier etwas mehr gewünscht hätte.

Die Game Boy-Variante von New Ghostbusters II ist spielerisch identisch, unterscheidet sich aber sonst zum Teil. So gibt es in der Game Boy-Variante beispielweise Zwischensequenzen zwischen den einzelnen Levels. New Ghostbusters II ist ein gutes Actionspiel für das NES, an dem es wenig auszusetzen gibt und welches durch sein Gameplay überzeugen kann.

Trivia:
Louis Tully ist in der Game Boy-Version nicht spielbar. In der NES-Variante hingegen schon.

 

Ice Hockey

95. Ice Hockey

Ice Hockey war eines der ersten Sportspiele auf dem NES. Klar ist, wer kein Eishockey mag, wird natürlich auch mit dem Spiel nicht viel anfangen können. Gespielt werden kann Ice Hockey alleine oder zu zweit. Zudem stehen insgesamt sechs verschiedene Nationalmannschaften zur Auswahl, mit welchen man antreten kann.

Nettes Gimmick bei Ice Hockey ist, dass man auch die Spielgeschwindigkeit mittels fünf verschiedener Stufen einstellen kann. Das Spiel wird dadurch allerdings nicht schwerer, es läuft lediglich allgemein schneller ab. Zudem ist die Spieldauer wählbar. Etwas merkwürdig ist, dass man nur vier Feldspieler hat, wo es beim Eishockey normalerweise eigentlich fünf sind.

Der Spielverlauf hat leider recht wenig mit richtigem Eishockey zu tun. Über Spielzüge muss man sich keine Gedanken machen. Es reicht, sobald man den Puck hat, einfach nach vorne zu stürmen und das Puck im Tor zu versenken. Dabei wird man tatkräftig vom gegnerischen Torhüter unterstützt, der eher Kreisliganiveau hat. Damit kommen wir auch schon zu großen Schwäche des Spiels: Der Computer ist nur bedingt als Sparingpartner zu gebrauchen. Lustig sind hingegen die Schlägereien, welche es ab und an zwischen den Feldspielern gibt.

Einen Turniermodus oder ähnliches sucht man bei Ice Hockey leider vergeblich. Man kann lediglich immer in einzelnen Länderspielen antreten. Ohne den Zwei-Spieler-Modus wäre das Spiel nicht in der Top 100 Liste gelandet. Dieser kann es aber für Ice Hockey rausreißen. Im Zwei-Spieler-Modus hält auch der Spielspaß deutlich länger an als im Singleplayer, vor allem wenn man einen Gegner auf Augenhöhe hat. Die Grafik sowie der Sound sind eher zweckmäßig gestaltet und nichts besonderes.

Wer auf der Suche nach einem Spiel mit Zwei-Spieler-Modus kann sich Ice Hockey genauer ansehen. Alleine wegen dem Singleplayer ist der Titel nicht zu empfehlen. Der Zwei-Spieler-Modus ist allerdings soweit gut gelungen.

 

Skate or Die 2: The Search for Double Trouble

94. Skate or Die 2: The Search for Double Trouble

Über ein Jahrzehnt bevor der Name Tony Hawk zum Synonym für Skateboardspiele wurde, bediente Electronic Arts bereits dieses Genre mit Skate or Die. Die Aufmachung des zweiten Teils namens Skate or Die 2: The Search for Double Trouble unterscheidet sich signifikat von jener des ersten Teils. Während der erste Teil ein wenig and California Games erinnert, handelt es sich beim zweiten Teil um ein anderes Spielprinzip, welches mit einer Storyline daher kommt. Die Story bekommt der Spieler im Intro erklärt und schon kann man sich auch aufs Skateboard schwingen.

Der Spieler ist anfangs noch mit einem relativ langsamen Skateboard ausgestattet, mit welchem er auch nicht sonderlich hoch springen kann. Im Laufe des Spiels lassen sich jedoch auch anderen Skateboards kaufen, welche über andere Eigenschaften verfügen. Wichtigster Charakter im Spiel ist Rodney, bei welchem der Spieler diverse Gegenstände gegen die neuen Skateboards eintauschen kann. Neben dem Adventuremodus des Spiels kann man auch gleich in die Double Trouble genannte Halfpipe eingesteigen und seine Skateboardskills testen.

Grafisch ist der Titel okay, nicht überragend aber auch nicht unbedingt schlecht. Im Adventuremodus wird mit für das NES verhältnismäßig viel Text die Story und zu abzuschließende Aufgaben, wie zum Beispiel das ausliefern einiger Waren erklärt. Die musikalische Untermalung kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Die Steuerung ist in Ordnung und man kommt innerhalb von zwei Minuten mit ihr klar.

Wer also schon immer mal ein Skateboardspiel auf dem NES spielen wollte, ist bei Skate or Die 2: The Search for Double Trouble. Leider verfügt der Titel über keinen Zwei-Spieler-Modus, was die Langzeitmotivation, den Titel ab und an einzulegen sicher gesteigert hätte.

 

Popeye

93. Popeye

Bei Popeye handelt es sich um eine Portierung der Arcade-Version des Spiels auf das NES. Kein geringerer als Shigeru Miyamoto selbst, hat an dem Spiel mitgewirkt. Die Level von Popeye wurden alle von der Arcade-Version übernommen, allerdings wurden bei der Grafik auf dem NES Abstriche gemacht. Wie immer bei Popeye mischen natürlich auch im Videospiel Olivia und Popeye’s Widersacher Brutus mit. Ziel des Spiels ist es, die angebetete Olivia für Popeye zu gewinnen.

Um die zu erreichen, muss man diverse Gegenstände wie Herzen oder Buchstaben einsammeln, welche Olivia von einem erhöhten Punkt im Level herunterwirft. Nebenbei will einem natürlich auch noch Brutus auf die Pelle rücken. Bei Popeye darf natürlich auch der Spinat nicht fehlen. Wie in der TV-Serie, so dient er auch im Videospiel als die Geheimwaffe schlechthin und lässt Popeye zur ultimativen Kampfmaschine werden. Anhängig davon in welchem Schwierigkeitsgrad man den Titel spielt, bekommt man es auch noch mit einer Hexe zu tun, welecher Popeye ans Leder will.

Das Spiel verfügt leider nur über drei Level, was neben der ausbaufähigen Grafik das größte Manko des Spiels ist. Das Spiel ist ziemlich kurz und man hat es schon in wenigen Minuten durchgespielt, wenn man ein wenig geübt ist. Danach können auch die zwei Schwierigkeitsstufen nicht viel ändern. Daher ist der Titel äußerst kurzweilig. Die Steuerung ist im großen und ganzen gelungen, wirkt aber teils etwas träge. Zwar ist der Titel spielerisch ziemlich beschränkt, lädt aber dennoch gerne ab und zu einmal auf ein gleiches Spielchen ein.

Da der Titel einer der ersten, welcher für das NES veröffentlich wurde ist, hat er ein wenig Bonus bekommen. Ansonsten wäre er nicht in der Liste der 100 bestenNES Spiele vertreten gewesen.

 

Popeye

92. Balloon Fight

Wenn man Parallelen zu anderen Videospielen sucht, könnte man durchaus sagen, dass es gewissene Gemeinsamkeiten zwischen Balloon Fight und Joust von Williams Electronics gibt. Bei Balloon Fight handelt es sich um eine klassisches Arcadespiel. Der Spieler steuert ein kleines Männchen, welches zwei Ballone am Rücken befestigt hat. Durch rudern mit den Armen kann man in die Luft steigen. Rundert man stärker, steigt man entsprechend höher. Gegner haben jeweils einen Ballon auf dem Rücken und versuchen die Ballone des Spielers zum Platzen zu bringen. Gelingt dies mit beiden Ballonen der Spieler, hat der Spieler ein Leben weniger.

Ziel als Spieler ist es, die Ballone der Gegner zum Platzen zu bringen. Gelingt dies stürzt der Gegner ab. Abhängig davon, ob er nun ins Wasser fällt oder auf Land, hat sich dies Sache damit für den Spieler schon erledigt oder nicht. Fällt der Gegner ins Wasser wird er von einem Piranha geschnappt und die Sache ist somit erledigt. Landet der Gegner hingegen auf Land, wird er nach kurzer Zeit versuchen einen neuen Ballon aufzublasen und wieder Jagd auf den Spieler zu machen. Deswegen muss der Spieler den Gegner, der auf Land aufgekommen ist, nocheinmal von oben kommend treffen, damit auch dieser erledigt ist.

Sowohl Grafik als auch Sound sind bei Balloon Fight nicht besonders. Allerdings macht das Spiel dennoch durchaus Spaß. Die Steuerung ist schnell erlernt und man kann dank des Zwei-Spieler-Modus diverse Stunden mit dem Spiel verbringen. Beim Zwei-Spieler-Modus kann man sowohl kooperativ als auch gegeneinander antreten. Friendly fire ist dabei aber nicht ausgeschlossen.

 

Gauntlet 2

91. Gauntlet 2

Gauntlet 2 von Midway ist eines der wenigen Spiele für das NES, welches man dank Four Score auch zu viert spielen kann. Das Spiel wird in der Vogelperspektive gespielt und es geht primär darum, alle Gegner auszuschalten, Schlüssel zu finden um Türen öffnen zu können und irgendwann das nächste Level zu erreichen. Das war jetzt nicht einmal sonderlich vereinfacht eine Abhandlung über das Geschehen in Gauntlet 2.

Auffällig ist, dass Gauntlet 2 über eine Sprachausgabe verfügt. Dabei handelt es sich nicht um ein oder zweit Wörter, welche aus den Lautsprechern ertönen, sondern sogar um einige ganze Sätze. Im Vergleich zu anderen NES-Titeln ist das Innovation pur. Die Grafik dagegen ist leider nicht so der Hit. Aufgrund dessen, dass die Figuren auf dem Spielfeld sehr klein sind, verliert man im Getümmel gerade auch im Multiplayer und wenn viele Gegner auf dem Feld sind schnell mal den Überblick. Abgesehen vom Titelscreen gibt es sonst keine weitere musikalische Untermalung sondern nur Soundeffekte.

Wer auf der Suche nach einem Multiplayer-Spiel ist und sich nicht davon abhalten lässt, dass das Spiel irgendwie kein Ziel hat und dazu auch noch ewig lange kein Ende nimmt ist bei Gauntlet 2 genau richtig. Im Singleplayer wird der Titel recht schnell langweilig, was auch daran liegt, dass man einfach ständig das Zeitliche segnet.

 

Duck Hunt

90. Duck Hunt

Das erste Spiel in welchem eine Lightgun, auch bekannt als Zapper, für das Nintendo Entertainment System zum Einsatz kommen konnte war Duck Hunt. Das Spiel kam daher auch gleich im Bundle mit dem Zapper und der NES Konsole. Nicht zuletzt durch dieses Zubehörteil erlangte es einen Kultstatus. Mehrere Spielmodi erlaubte es dem Spieler auf virtuelle Entenjagd zu gehen und die Enten vom Himmel zu holen, indem man mit dem Zapper ordentlich zielte.

Inzwischen legendär ist der bei Duck Hunt vorkommende Hund. Eigentlich sollte der Hund den Jäger, also den Spieler, auf der Jagd unterstützen. Dies tut er in der Regel auch, indem er die abgeschossenen Enten zusammensucht. Hat man allerdings einen schlechten Tag oder einfach kein Zielwasser getrunken und trifft folglich auch keine Enten, so wird man zu allem Überfluss auch noch von seinem eigenen Jagdhund verspottet.

Zusätzlich gibt es ein Tontaubenschießen, bei dem auf wesentlich kleinere Objekte gezielt werden muss. Folglich ist hier auch der Schwierigkeitsgrad entsprechend höher. Für jedes Objekt stehen drei Schüsse zur Verfügung. Der Direktor bei der Entwicklung von Duck Hunt war übrigens niemand geringerer als Shigeru Miyamoto.

Spielerisch ist das Spiel ziemlich simpel veranlagt, was auch gleichzeitig den Reiz des Spiels ausmacht. Mit dem Zapper auf digitale Enten zu schießen ist allemal ein Hingucker und war für damalige Verhältnisse durchaus eine richtige Innovation. Wenn der eine Spieler sich auf das abschießen der Enten konzentriert, kann ein anderer eben jene übrigens gleichzeitig mit dem Gamepad steuern. Duck Hunt ist ein nettes Spielchen für Zwischendurch, für eine längere Unterhaltung fehlt es dem Spiel allerdings einfach an Abwechslung.

Trivia:
Eine urbane Legende umgibt den Hund bei Duck Hunt. Angeblich soll es möglich sein unter bestimmten Umständen auch diesen mit dem Zapper abzuschießen. Das wäre zwar etwas Genugtuung für die Häme, welche der Spieler vom Hund ertragen muss gewesen, ist aber leider nicht möglich. In der später veröffentlichten Arcade-Version des Spiels mit dem Titel Vs. Duck Hunt ist es tatsächlich möglich den Hund abzuschießen. Die urbane Legende scheint also sogar Nintendo erreicht und dort Gefallen gefunden zu haben.

 

Donkey Kong 3

89. Donkey Kong 3

Nach in Donkey Kong Jr. der Affe Donkey Kong durch seinen Sohn aus der von Mario verursachten Gefangenschaft gerettet wurde, zieht Donkey Kong in ein Gewächshaus ein. Mario hat es leider nicht in Donkey Kong 3 geschafft. An seine Stelle tritt Stanley, welcher nicht erfreut darüber ist, dass Donkey Kong mit allerlei Ungeziefer in seinem Gewächshaus eine neue Bleibe gefunden hat. Die Aufgabe des Spielers, welcher Stanley steuert ist es daher, Donkey Kong aus dem Gewächshaus zu vertreiben.

Wer wieder ein Jump’n Run, wie die beiden ersten Teile erwartet hatte, wird leider enttäuscht. Bei Donkey Kong 3 handelt es sich eher um ein Geschicklichkeitsspiel mit Shooter-Elementen als ein Jump’n Run.

Stanley zieht mit einer Chemiekeule in den Kampf gegen Donkey Kong und dessen Anhang in Form von allerlei Würmern und anderen Insekten. Hört sich eigentlich ganz gut an soweit, doch leider fehlt dem Spiel ein bisschen an allem. Die Grafik ist okay, der Sound ebenso. Die Steuerung ist eben Donkey Kong-mäßig aber auch noch akzeptabel. Leider verfügt das Spiel aber nur über drei Level, welche ein geübter Spieler in unter 5 Minuten locker absolvieren kann. Lang anhaltender Spielspaß ist also vergeblich gesucht. Hinzu kommt noch das relativ einfach gehaltene Gameplay. Allesamt nichts wirklich besonderes. Auch der Zweispielermodus kann da nicht mehr wirklich helfen. Wie schon bei den zwei Vorgängern, so tritt man im Mehrspielermodus bei Donkey Kong 3 auch hintereinander an statt simultan. Donkey Kong 3 ist sicher ein muss für jeden Liebhaber der Serie, ansonsten gibt es bei dem Spiel aber nur sehr begrenzt etwas zu bestaunen und man neigt schnell dazu, die Cartridge wieder zu wechseln. Dank Donkey Kong hat das Spiel aber eben doch noch einen gewissen Promi-Bonus.

Trivia:
Donkey Kong 3 ist der einzige Nintendo Titel, in welchem die Figur Stanley vorkommt und zudem das einzige Donkey Kong-Spiel, welches es für Arcadehallen gibt und in welchem nicht Mario (a.k.a. Jumpman) involviert ist.

 

The Addams Family

88. The Addams Family

Die Videospielumsetzung der aus dem TV bekannten Addams Family kommt von Ocean. Gomez muss in dem Spiel eine Million Dollar Lösegeld auftreiben um seine Familie zu befreien. Dazu muss man das Anwesen der Addams Family erkunden. Das Spiel ist dabei nicht in einzelne Levels unterteilt, sondern besteht aus einer einzigen großen Welt. Zwischendrin gibt es auch diverse Rätsel zu lösen um weiter zu kommen. Gut gefallen die zahlreichen Items, welche Gomez bei seinem Abenteuer helfen.

Die Grafik von The Addams Family kann überzeugen. Schauplätze wurden aus dem Film detailsgetreu in das Spiel übernommen. Auch kleinere Rückler in der Grafik können dabei den Gesamteindruck nicht schmälern. Die Grafik ist wirklich gelungen. Der Sound ist gruselig wie man ihn bei der Addams Family erwarten würde und das ist in dem Fall als Kompliment gemeint. Leider gibt es nur zwei verschiedene Musikstücke und die Soundeffekte sind eher unteres Mittelfeld.

Die Mischung aus Jump’n Run und Adventure kann sich sehen lassen und bietet eine amüsante Abwechslung. Leider ist die Steuerung nicht die Beste, was man leider auch von der Kollisionsabfrage behaupten muss. Auch wäre die Möglichkeit der Passworteingabe oder eine Speichermöglichkeit wünschenswert gewesen.

Leider verpasst es The Addams Family wegen der genannten Gründe ein Toptitel für das NES zu sein. Besonders die Steuerung, vor allem das Sprungverhalten, verkommt teilweise zum Glückspiel. Dabei machen die gute Story, die schicke Grafik und das abwechslungsreiche Leveldesign das Spiel eigentlich sehr attraktiv.

Trivia:
Addams’ Cartoons im The New Yorker-Magazin erfreuten sich bereits in den 1930ern großer Beliebtheit.

 

Track & Field in Barcelona

87. Track & Field in Barcelona

Das Sportspiel Track & Field in Barcelona war der Vorgänger des wohl weitaus bekannteren Track & Field II. Im Spiel kann man sich in insgesamt acht verschiedenen Disziplinen messen. Mit dabei unter anderem 110M Hürdenlauf, Tontaubenschießen oder Dreisprung. Spielt man zu Zweit, so darf man bei den Laufevents gleichzeitig antreten, während man bei den anderen Sportarten nacheinander antritt.

Etwas negativ fällt auf, dass es bei Track & Field in Barcelona keinen Trainingsmodus gibt und man daher immer alle Disziplinen absolvieren muss. Schafft man bei einer Disziplin die Vorgaben, welche für eine Qualifikation für den eigentlichen Wettkampf nötig sind nicht, ist man gleich Game Over. Mangels Continues oder ähnlichem muss man wieder von Vorne anfangen. Sehr unschön.

Die Steuerung ist soweit in Ordnung und hat keine groben Schnitzer. Die meisten Disziplinen basieren darauf, abwechselnd den A- und B-Button zu drücken, was auf Dauer etwas auf den Daumen geht. Grafisch keine Meisterleistung aber dennoch aktzeptal. Es wäre allerdings hier durchaus noch Luft nach oben gewesen. Auch etwas störend ist, dass die Hälfte des Bildschirms von Statistiken eingenommen wird und der eigentliche Charakter, der vom Spieler gesteuert wird, etwas zu klein ausfällt. Musik ist quasi nicht vorhanden und das was an Musik vorhanden ist, schaltet man besser schnell aus.

Hat man die Wahl zwischen Track & Field in Barcelona und Track & Field II sollte man zu letzterem Greifen. Der Nachfolger wirkt einfach wesentlich ausgereifter wie Track & Field in Barcelona.

 

Digger T. Rock: Legend of the Lost City

86. Digger T. Rock: Legend of the Lost City

Bei Digger T. Rock: Legend of the Lost City handelt es sich um einen weiteren Titel für das NES auf dem Hause MB. Im Spiel steuert man einen Abenteurer, der Anfangs nur mit einer Schaufel ausgestattet ist und auf Schatzsuche in verschiedenen Höhlen geht. Das Ganze erinnert dabei ein wenig an Indiana Jones.

In den Höhlen kann sich der Spieler dank seiner Schaufel durch das lockere Erdreich graben. Felsblöcke lassen sich auch mit Hilfe der Schaufel lockern, allerdings muss man aufpassen, nicht von einem herabstürzenden Felsen erschlagen zu werden. In jeder Höhle muss der Spieler innerhalb eines Zeitrahmens einen Ausgang erreichen. Gelingt ihm das nicht rechtzeitig, muss man wieder zurück zum Anfang, damit die Zeit wieder von vorne beginnt und der Ausgang sich wieder öffnet.

Die Höhlen sind teils recht verzweigt und der Schwierigkeitsgrad steigt recht schnell an, was auch bedeutet, dass man seinen Weg zum Ausgang erst einmal suchen muss. Dabei trifft der Spieler auch auf diverse Gegner wie Moskitos oder Dinosaurier. Einige Items wie Sprengstoff, Steine zum Werfen oder Strickleitern helfen dem Spieler bei seiner Suche nach Schätzen.

Die Grafik von Digger ist sehr gut gelungen, besonders das Ableben des Spielers ist exzellent animiert. Leider ist das Spiel so schon relativ schwer und durch die zusätzliche Zeitbegrenzung gerät man schnell in Hektik, was oft zum Ableben führt. Features, wie eine Speicherfunktion oder eine Passworteingabe sucht man leider vergeblich. Auch ist die Steuerung ziemlich hackelig. Zudem nervt es auf Dauer, dass wenn man einen Moskito mittels der Schaufel erlegt hat, gleich schon der nächste kommt und dem Spieler ans Leder will. Das Spiel kann daher auch ziemlich frustierend sein. Schade eigentlich, da die Spielidee ziemlich originell ist und bei besserer Umsetzung ein Toptitel hätte herauskommen können. So reicht es für Digger T. Rock: Legend of the Lost City leider nur für’s Mittelmaß.

 

Konami Hyper Soccer

85. Konami Hyper Soccer

Lange vor Fifa Soccer oder PES erschien von Konami das Spiel Hyper Soccer auf dem Nintendo Entertainment System. Das Spiel Hyper Soccer bietet die Möglichkeit zwischen verschiedenen Spielmodi zu wählen. Neben Freundschaftsspiel, in welchen man gegen den Computer antritt kann man im Versus-Modus gegen andere Spieler antreten. Der Championship-Modus hingegen erlaubt es, sowohl in Gruppen als auch im K.O.-System um die Meisterschaft zu kämpfen. Im Penality-Kick-Modus kann man andere Mannschaften im Elfmeterschießen herausfordern.

Insgesamt stehen dem Spieler 25 Nationalmannschaften zur Auswahl. Die Taktik des Teams kann ebenso angepasst werden, wie man einge Stärken und Schwächen des Teams ausbalancieren kann. Die Steuerung braucht etwas Eingewöhnungszeit, da die Tasten abhängig davon, in welchem Teil des Spielfeldes sich der Spieler aktuell befindet unschiedliche Aktionen auslösen. Die Grafik ist für ein Fussballspiel etwas originell, da man das Spiel von der Seite betrachtet und nicht etwa in der Vogelperspektive.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist abhängig davon, gegen welche Mannschaft man antritt. Somit hat man auf jedem Level verschiedene Gegner um sein Können unter Beweis zu stellen. Von der KI des Computers darf man nicht zu viel erwarten. Diese ist Teils nicht besonders gut. Mit Hyper Soccer kann man einiges an Zeit verbringen und die diverse Spielmodi sowie der Mehrspielermodus sorgen für Abwechslung.

Die Grafik ist okay, wirft einen aber nicht vom Sofa. Die Sprites des Spielers sind gut animiniert und auch die detailierten Hintergründe sind nett anzusehen. Leider ist die Musik etwas eintönig. Trotz einiger Punkte, die nicht so optimal gelöst sind ist das Spiel nach dem Nintendo World Cup das zweitbeste Fussballspiel für das Nintendo Entertainment System.

 

84. Double Dragon III: The Sacred Stones

Tja, bei Double Dragon III: The Sacred Stones ist eigentlich alles wie immer. Marion is mal wieder verschwunden und der einzige, welcher etwas über ihr verschwinden hätte sagen können, weilt leider nicht mehr unter den lebenden. Daher müssen sich die beiden Brüder Billy und Jimmy auf die Aussagen eines Wahrsagers verlassen. Der erwähnt eher beiläufig, dass sie drei Steine finden müssen, wollen sie Marion finden.

Ansonsten hat sich bei Double Dragon III nicht viel geändert. Das Spiel ist immernoch grundsolide und man kann natürlich auch wieder zu zweit in die Welten des Beat’em ups eintreten um Marion zu retten. Wieder warten etliche Gegner darauf von Billy und Jimmy vermöbelt zu werden. Dazu zahlen unter anderem Ninjakämpfer oder Gladiatoren.

Leider ist der dritte Teil auf dem NES was das Flackern von Grafiken angeht ein Rückschritt gegenüber dem zweiten Teil. Neben horizontal scrollenden Levels gibt es dieses Mal auch ein paar vertikal scrollende Abschnitte. Anfänger müssen aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades erstmal ein wenig üben, um mit dem Titel ihre Freunde zu haben. Einige Schlagkombinationen wollen doch erst einmal etwas einstudiert werden, damit sie im Kampf anstandslos über die Finger gehen.

Wer die ersten beiden Teile bereits gespielt hat, den sollte nicht viel Neues erwarten. Konnte man die ersten beiden Teile schon nicht ab, sollte man von diesem Teil abstand nehmen und sich lieber nach einem anderen Titel umsehen. Für Anhänger der Double Dragon oder anderer Beat’em Ups auf dem NES ist der Titel natürlich ein absolutes muss.

 

Paperboy

83. Paperboy

Ebenfalls aus der Spielhalle auf das NES kommt Paperboy von Atari. Die Aufgabe bei Paperboy ist es, als Zeitungsjunge mit dem Fahrrad Zeitungen in einem Viertel auszuliefern. Dabei fährt man mit dem Fahrrad durch das Viertel und wirft die Zeitungen im Idealfall in den Briefkasten oder vor die Türe. Neben den Abonnenten gibt es im Viertel aber auch zahlreiche Nicht-Abonennten.

Bei den Nicht-Abonennten darf man sich ordentlich austoben und für Verwüstung sorgen. Dazu zählen zum Beispiel eingeworfene Scheiben oder zerstörte Lampen. Dabei muss man allerdings auch immer aufpassen, dass man nicht unfreiwillig vom Fahrrad absteigt. Das heißt, man muss diversen fahrenden Autos, Hecken, bissigen Hunden, wild gewordenen Rasenmähern und diversen anderen Gegenständen ausweichen. Hat man das Viertel durchquert, erwartet einen am Ende noch eine Bonusrunde. Das klingt erstmal recht einfach, ist es aber nicht. Denn der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist doch recht anspruchsvoll. Zudem gibt es einige unfaire Stellen, bei denen der Spieler blindlings ins Verderben radelt, wenn er die Stelle nicht schon kennt.

Die Grafik ist soweit ganz okay, ebenso der Sound von Paperboy. Leider ist der Blickwinkel aufs geschehen etwas gewöhnungsbedüftig. Was allerdings wirklich negativ auffällt ist die Steuerung und dabei vor allem die eingeschränkte Möglichkeit zu lenken. Paperboy unterscheidet sich vor allem von der Spielidee von den meisten anderen Titeln für das NES deutlich. Leider mit einigen kleinen Schwächen, sonst allerdings ein solider Titel.

Trivia:
Das digitale Cover der Xbox Live Arcade Version der Spiels entspricht dem Cover der Nintendo 64-Version des Spiels mit geringen Änderungen.

 

Excitebike

82. Excitebike

Excitebike war einer der Titel die es schon zum Release des Nintendo Entertainment Systems gab. Der Spieler steuert einen Motocross-Fahrer in Rennen mit insgesamt fünf Fahrern oder im Zeitfahren auf einer zur Seite scrollenden Strecke. Auf der Strecke gibt es zahlreiche Sprünge und Hindernisse. Je nachdem, über was man fährt wird man entweder ausgebremst oder man kann einen Sprung hinlegen.

Im Prinzip geht es darum, immer mindestens als Dritter ins Ziel zu gelangen, um damit für die nächste Runde qualifiziert zu sein. Die Strecke welche man fahren will, kann man sich im Menü aussuchen. Insgesamt gibt es fünf unterschiedliche Strecken. Leider fehlt dem Spiel der Zwei-Spieler-Modus, wobei das Spiel wie prädestiniert für einen Multiplayer wirkt und dem Spielspaß zuträglich gewesen wäre. Der Streckeneditor ist ein nettes Gimmick, welcher damals alles andere als Standard war.

Am Gameplay gibt es bei Excitebike eigentlich nichts zu bemängeln. Die Steuerung reagiert wie man es sich wünscht und das Spiel kennt keine unfairen Stellen. Zwar gibt es nur fünf Strecken im Spiel, dafür bietet der Streckeneditor allerdings die Möglichkeit den Mangel an Strecken selbst auszugleichen. Leider gibt es jedoch keine Möglichkeit die selbst erstellten Strecken auch zu speichern. Auch werden die Streckenrekorde nur so lange gespeichert, bis das NES einmal ausgeschalten wird.

Mit Excitebike hat man einen guten Rennspielklassiker für NES, bei welchem man die Möglichkeit des Zwei-Spieler-Modus schmerzlich vermisst. Dennoch weiß Excitebike im Singleplayer-Modus zu überzeugen.

Trivia:
Die japanische Version von Excitebike erlaubt es dem Speiler selbst Strecken zu erstellen und diese auf Kassetten zu speichern.

 

Shadowgate

81. Shadowgate

Die von Kemco vertriebene Adventureserie Shadowgate treibt auf diversen Systemen ihr unwesen, so auch auf dem Nintendo Entertainment System. Die Story von Shadowgate ist eher etwas ungewöhnlich. Der schwarze Magier Warlock hat das uralte Schloss Shadowgate in seine Gewalt gebracht und terrorisiert von dort aus alle umliegenden Dörfer, Städte und Königreiche. Der Spieler wird losgeschickt um den Machenschaften des Zauberers ein Ende zu setzen.

Am Eingang zum Anwesen von Shadowgate beginnt dann das Abenteuer für den Spieler. Der Spieler selbst wird mittels Textfenster, die ab und an eingeblendet werden, in der Story weitergeführt. Ingesamt gibt es 40 Räume im Spiel. In fast jedem der Räume gibt es eines oder mehrere Rätsel zu lösen. Da kommt die Möglichkeit speichern zu können gerade recht.

Teils sind die Rätsel etwas unlogisch und man beißt ab und an auch ins Gras, bevor man das ein oder andere Rätsel gelöst hat. Der Sound präsentiert sich passend zum Spiel sehr düster. Die Grafik mit ihren Standbildern ist eher zweckmäßig. Generell kommt die düstere Stimmung des Spiels dadurch aber sehr gut rüber.

Für Fans von Adventures ist der Titel sicher ein Pflichttitel, auch wenn die deutsche Übersetzung teils doch etwas merkwürdig ist. Eine gut durchdachte Story trägt zum soldien Auftreten des Titels bei.

Trivia:
Der Programmierer David Griffith hat aus dem Spiel auch ein rein textbasiertes Adventure gemacht und dieses veröffentlicht. Urspünglich war der Plan, Shadowgate als eben solches Textadventure zu veröffentlichen.

 

Qix

80. Qix

Qix ist eines der besten Beispiele dafür, wie gut das NES darin war, Spiele die ursprünglich aus der Spielhalle stammten ein neues Zuhause zu bieten. Bei einigen Arcade-Spielen hatte das NES sicher nicht die Fähigkeiten, diese 1 zu 1 zu übernehmen. Da bei Qix es weniger auf die Grafik ankommt, war es bei diesem Spiel allerdings kein Problem.

Lobeshymen auf die Grafik von Qix wären sicher übertrieben. Die Grafik is bei Qix eher funkional. Das tut dem Spiel an sich aber keinen Abbruch, da es nicht auf highend Grafiken angewiesen ist. Das Spielprinzip ersetzt hier das Verlangen nach mitreißender Grafik. Die Steuerung des Spiels wurde gut auf das NES übernommen und lässt keine Wünsche offen. Über Soundeffekte verfügt Qix natürlich auch, aber auch hier herrscht das gleiche Credo wie bei der Grafik.

Zu Beginn erscheint lediglich ein leeres, schwarzes Rechteck als Spielfeld, welches das Qix enthält. Dabei handelt es sich um ein aus einigen Linien geformtes Objekt, welches sich innerhalb des Spielsfeldes umherbewegt. Als Spieler kontrolliert man einen kleinen Punkt der sich anfangs am Rand des Spielfeldes befindet. Der Spieler muss nun einen möglichst großen Teil des Spielfeldes für sich in Besitz nehmen, in dem man Bereiche des Spielfeldes für sich markiert. Dabei muss man aufpassen nicht von dem Qix oder einem der anderen Gegner, welche in den Leveln umherschleichen erwischt zu werden.

Funktionalität kommt bei Qix ganz klar vor Design. Das tut dem Spiel aber keinen Abbruch und trotz eher rudimentären Grafik und Sound kann das Spiel durch sein Gameplay überzeugen und den Spieler fesseln.

Trivia:
In der Game Boy-Version von Qix haben Mario und Luigi einen Cameoauftritt.

 

Kung Fu

79. Kung Fu

Das Spiel Kung Fu für das Nintendo Entertainment System ist ein frühes Beispiel dafür, wie eine Konsolenversion eines Arcade-Spiels auszugehen hat. Das Spiel ist ein einfach gehaltenes side-scrolling Beat’em up. Bei Kung Fu handelt es sich übrigens um eines der ersten Spiele für das NES.

In Kung Fu steuert der Spieler den Charakter namens Thomas, welcher seine entführte Freundin aus den Klauen des Mr. X befreien muss. Thomas befindet sich in einem Tempel mit fünf Stockwerken, in dem er sich gegen eine Vielzahl von Gegnern zur Wehr setzen muss. Jede Etage stellt ein Level dar und bietet einen höheren Schwierigkeitsgrad als die vorhergehende. Bevor Thomas am Ende eines Level auf den nächste Etage gelangt, wartet natürlich noch ein Endgegner auf ihn. An der Kreativität für ausgefallene Gegner scheint es nicht gefehlt zu haben. So gibt es unter anderem feuerspeiende Drachen, giftige Schlangen oder Messerwerfer aus dem Weg zu räumen.

Grafik und Sound sind durchaus okay und vermitteln ein wenig 70er Jahre Kung Fu-Feeling. Nach einiger Zeit beginnt der Sound dann aber doch ein wenig nervig zu werden und man ist dazu geneigt ihn abzustellen. Die Steuerung ist okay, allerdings sucht man Special Moves vergeblich. Leider ist das Spiel auch etwas kurz geraten und so kann man es mit etwas Übung schon in unter 30 Minuten erfolgreich absolvieren. Daran kann leider auch der zweite Spielmodus nicht viel ändern, welcher etwas schwerer ist. Das Spiel kann man daher durchaus auch als anfängerfreundlich einstufen.

Trivia:
Die Arcade-Variante des Spiels basiert auf dem Film Wheels on Meals mit Jackie Chan.

 

1942

78. 1942

Wie bei vielen Spielen für das Nintendo Entertainment System, so handelt es sich auch bei 1942 um eine Portierung eines Spielhallentitels. Die fiktive Handlung des Spiels findet während des Pazifikkrieges statt. Der Spieler muss mit seinem Flugzeug die japanische Flugzeugstaffel über insgesamt 32 Levels verteilt zerstören. Der Spieler blickt dabei von oben auf das vertikal scrollende Geschehen.

Der Spieler kann dabei auf diverse Power-ups zurückgreifen, welcher er im Verlauf durch das Abschießen von gegnerischen Flugzeugen erhält. Dadurch lässt sich zum Beispiel die Bordkanone des Flugzeuges, welches der Spieler steuert, verbessern. Als kleines Gimmick können auch Loopings geflogen werden. Am Ende eines jeden Levels kehrt man auf einen Flugzeugträger zurück.

Die Grafik und die Soundeffekte von 1942 sind okay, allerdings fällt ein relativ starkes Flackern auf. Dies ist vor allem bei den ins Bild fliegenden gegnerischen Flugzeugen zu beobachten und sorgt für Abzug in der B-Note. Auch fällt relativ schnell der hohe Schwierigkeitsgrad auf. Da es in dem Spiel von gegnerischen Geschossen nur so wimmelt, ist es defintiv eine Herausforderung diesen ständig auszuweichen, da das eigene Flugzeug nur einen Treffer aushält, bevor es dem Erdboden entgegen geht.

1942 ist ein nettes Shoot’em Up für das NES und als Zeitvertreib zwischendurch echt ’ne Nummer. Auch die Anzahl der Level sorgt für lange Unterhaltung, allerdings nervt das Flackern einger Grafiken auf dem TV doch ziemlich. Positiv hingegen fällt die integrierte Passwortfunktion ins Auge, welche es erlaubt, dass der Spieler nicht immer wieder von Vorne den Luftraum über dem Pazifik aufräumen muss.

 

The Goonies II

77. The Goonies II

Die Story von The Goonies II ist an die Handlung des Filmes The Goonies von Steven Spielberg angelehnt. Der Spieler steuert bei The Goonies II Mikie, welcher seine Freunde, die Goonies, welche von den Fratellis, einer italienischen Verbrecherfamilie, gekidnappt wurden, befreien muss. Neben seinen sechs Freunden muss Mikie auch noch eine Meerjungfrau befreien, welche allerdings nicht im Film vorkommt.

Anfangs hat Mikie lediglich ein Yo-Yo und die Möglichkeit zu springen um sich zu Wehr zu setzen. Im Weiteren Spielverlauf findet Mikie allerdings diverse Items wie einen Boomerang, eine Pistole oder eine Bombe, welche ihm auf seinem Weg, seine Freunde zu befreien behilflich sind. Neben Schlangen, Skeletten und Spinnen bekommt man es natürlich auch mit den Fratellis zu tun.

Ziemlich ungewöhnlich an dem Spiel ist, dass es ein Mix mit Elementen aus dem Jump’n Run- und First Person-Genre ist. Dabei wird immer wieder zwischen den beiden Genre hin und her gewechselt. Das Spiel verfügt über keine Level, sondern man betritt die einzelnen Abschnitte durch Türen. Die Grafik und der Sound des Spiels gehen in Ordnung, nicht mehr, nicht weniger. Leider ist das Spiel ziemlich verwirrend um man verliert dank dem Türenlavbyrinth ziemlich schnell den Überblick über das Geschehen.

Einige Teile des Spiels sind ziemlich obskur und wirken alles andere als durchdacht. So braucht man zum Beispiel um das Spiel zu beenden unter anderem eine Kerze. Diese erhält man, indem Mikie bei einer alte Frau fünf mal hintereinander einen „Treffer“ landet – warum auch immer. Immerhin gibt es eine Passwortfunktionen, dank welcher man nicht immer wieder von vorne beginnen muss.

Trivia:
Im Spiel kann man eine Figur namens Konami Man finden, welche im Stande ist, Mikie zu heilen.

 

Pac-Man

76. Pac-Man

Relativ spät, nämlich erst im Jahr 1993 kam Pac-Man auch für das Nintendo Entertainment System auf den Markt. Die NES-Version orientiert sich dabei ganz an der Vorlage aus der Spielhalle. Das Spielprinzip von Pac-Man sollte hinreichend bekannt sein. An diesem hat sich auch bei der Version für das NES nichts geändert.

Optisch ist Pac-Man auf dem NES eher durchschnittlich. Im Vergleich zur Arcade-Version kommt das Spiel etwas farblos und blass daher. Das fällt besonders an den Bonus-Items wie dem Apfel oder der Kirsche auf. Der Sound war bei Pac-Man noch nie überragend und ist es folglich auch bei dieser Version für das NES nicht. Die Jingles der Arcade-Version haben es 1 zu 1 auch in diese Version geschafft.

Spieler die bereits ein Vermögen in Form von Münzgeld in die Arcade-Version gesteckt haben, werden beim Erscheinen dieser Version für das NES sicher erleichert aufgeatmet haben. Dank der originalgetreuen Umsetzung geht am Spielspass von Pac-Man nichts verloren. Das Spiel kann daher fast ebenso überzeugen, wie die Arcade-Version.

Trivia:
Billy Mitchell erzielte am 3. Juli 1999 einen historischen Rekord. Er absolvierte 255 Level mit maximaler Punktzahl, ohne dabei ein Leben zu verlieren. Er sammelte dabei sämtliche Boni und fraß jeden blauen Geist. Der maximale erreichbare Punktestand liegt bei 3.333.360 Punkten, bezogen auf die Arcade-Version.

 

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