The Legend of Zelda: A Link to the Past – Eines der besten SNES Spiele überhaupt

Nach dem großen Erfolg der beiden Vorgänger The Legend of Zelda und Adventure of Link, die beide für das Nintendo Entertainment System erschienen waren, schickte sich Nintendo im Jahr 1991 an, nach vier Jahren Entwicklungszeit den langerwarteten Nachfolger A Link to the Past zu veröffentlichen. Die Investition von 99 D-Mark damals für das Spiel, war jeden Pfennig wert.

Der Text enthält an einigen Stellen wie in zum Beispiel in dem Abschnitt zur Story des Spiels einige Spoiler. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass das bei einem Spiel aus dem Jahre 1991, über welches dann doch schon fast alles geschrieben wurde besonders schlimm ist.

Story
Der Spieler steuert bei „The Legend of Zelda: A Link to the Past“ einen Jungen mit dem Namen Link der zusammen mit seinem Onkel in einem Haus in der Nähe des Schlosses des Königreiches von Hyrule wohnt. Während einer stürmischen Nacht nimmt während Link schläft Prinzessin Zelda telepathisch Kontakt zu ihm auf. Er erfährt, dass die Prinzessin im Kerker des Schlosses gefangen gehalten wird und Ganon, in Gestalt des Zauberers Agahnim versucht das Siegel zu brechen, welches ihn in der Schattenwelt, dem ehemaligen goldenen Land gefangen hält.

Dazu schließt Ganon die Nachfahren der Weisen, welche einst das Siegel erschufen, darunter auch Prinzessin Zelda, in Kristalle ein und hält sie in der Schattenwelt gefangen. Link wacht aus dem Schlaf auf und bekommt schlaftrunken noch mit, dass sich sein Onkel noch einmal auf macht zum Schloss zu gehen und Link daheim auf ihn warten soll. Nachdem der Onkel verschwunden ist endet die Vorgeschichte und der Spieler übernimmt die Kontrolle über Link.

Da sein Onkel nicht zurückkehrt, macht Link sich auf die Umgebung zu erkunden auf die Suche nach einem Weg um vorbei an den Wachen in das Schloss zu gelangen, wo er seinen Onkel vermutet. Durch einen Geheimeingang der in die Katakomben des Schlosses führt, gelangt Link ins innere des Schlosses. In den Katakomben findet Link seinen schwer verletzten Onkel, welcher ihm sein Schwert und sein Schild vermacht und ihm noch mitgibt, dass er die Prinzessin aus ihrem Gefängnis retten muss. Link durchstöbert das Schloss und rettet Zelda aus ihrer Zelle. Beide entkommen durch einen Geheimgang, welcher zu einer Kathedrale führt.

Link erfährt vom Priester den sie in der Kathedrale treffen, dass Agahnim versucht das Siegel, welches ihn in der Schattenwelt gefangen hält zu brechen und die einzige Möglichkeit ihn zu besiegen das Masterschwert darstellt. Um sicherzustellen, dass Link würdig ist das Masterschwert zu tragen muss er sich drei Amulette, welche in verschiedenen Palästen im ganzen Königreich versteckt sind finden. Nachdem Link im Besitz dieser Amulette ist, macht er sich auf den Weg um das Masterschwert im verlorenen Wäldern zu finden. Als Link das Schwert aus dem Sockel zieht, empfängt er wieder eine telepathische Nachricht der Prinzessin: Die Wachen des Schlosses von Hyrule sind in die Kathedrale vorgedrungen.

Als Link in der Kirche ankommt erfährt er von dem verletzten, im sterben liegenden Priester, dass die Prinzessin in das Schloss von Hyrule verschleppt wurde. Link versucht sie zu retten, kommt aber zu spät. Agahnim hat die Prinzessin bereits in die Schattenwelt geschickt. Im Kampf gegen Agahnim wird auch Link in die Schattenwelt verbannt.

Um das Königreich Hyrule zu retten muss Link die sieben Weisen aus Verliesen, welche sich an verschiedenen Orten in der Schattenwelt befinden befreien. Hat Link dies geschafft, können die sieben Weisen das Siegel am Eingang zu Ganons Turm brechen, damit sich Link erneut dem Kampf mit Agahnim stellen kann. Ist Agahnim von Link besiegt worden, so erscheint Ganon in Gestalt einer Fledermaus und fliegt davon. Ganon ist auf die Schattenpyramide, welche sich im Zentrum der Schattenwelt befindet geflohen. Wurde Ganon von Link besiegt, so kann Link mit Hilfe des Triforce das Königreich Hyrule retten und alles ist wieder vor wie Ganons Angriff auf Hyrule.

Gameplay
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Zelda II: The Adventure of Link verwendet A Link to the Past wieder eine Vogelperspektive, wie dies bereits beim ersten Teil der Zelda-Serie der Fall war. Auch viele der Konzepte und Funktionen wurden von ersten Teil übernommen, nichts desto trotz führt A Link to the Past eine Menge neuer Innovationen und Elemente ein.

So kann Link zum Beispiel seine Lebensenergie nicht nur aufwerten indem er einen Endgegner besiegt und so ein Herz als Upgrade erhält. Im dritten Teil der Serie sind an vielen, oft nur sehr schwer zugänglichen oder versteckten Orten einzelne Herzteile zu finden. Sobald man vier dieser Herzteile gefunden hat, werden diese zu einem ganzen Herz zusammengefügt und Link erhält dadurch ein Herz mehr Lebensenergie. Aus dem zweiten Teil von Zelda stammt hingegen die Anzeige der magischen Energie. Solange Link über genügend magische Energie verfügt, kann er diverse magische Gegenstände benutzen wie zum Beispiel den Byrnastab oder den Feuerstab. Durch die Verwendung dieser Gegenstände sinkt dann die vorhandene magische Energie, weswegen diese mit bedacht eingesetzt werden sollten. Sollte die magische Energie doch einmal erschöpft sein, kann man diese jedoch auch wieder auffrischen in dem man zum Beispiel ein entsprechendes Exilier zu sich nimmt.

In A Link to the Past halten eine ganze Reihe von Gegenständen Einzug, welche auch in späteren Versionen der Zelda-Serie vorhanden sein werden. Darunter zum Beispiel das Master-Schwert, der Enterhaken oder die Pegasus Stiefel. Positiv fällt auch die Möglichkeit auf Waffen verbessern zu können. So verfügt Link anfangs lediglich über ein normales Schwert. In den verlorenen Wäldern findet er das Master-Schwert, dieses kann er beim Schmied zum silbernen Schwert verbessern lassen. Später findet Link auch noch das goldene und gleichzeitig mächtigste Schwert des Spiels. Auch bei den Rüstungen und Schildern mit denen Link sich vor den gegnerischen Attacken schützt gibt es verschiedene, welche im Laufe des Spiels gefunden werden können. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Menge an neuen Items, die Link alle während des Spiels zu neuen Fähigkeiten verhelfen. So braucht Link die Mondperle um beim Betreten der Schattenwelt nicht zu einem Tier verwandelt zu werden oder kann man ein Schmetterlingsnetz benutzen um Feen oder Bienen zu fangen um sie in Glasern aufzubewahren und im richtigen Moment wieder freilassen zu können. Diverse Gegenstände kann Link auch in Shops oder von Leuten gegen die Zahlung eines kleinen Betrages erwerben. Als Zahlungsmittel dienen Rubine. Link kann diese unter Büschen, in Schatztruhen oder bei besiegten Gegner finden.

Die Steuerung ist gegenüber dem ersten Teil wesentlich flexibler geworden. So kann Link nun auch diagonal über das Spielfeld laufen und sofern man die Pegasus Stiefel gefunden hat auch rennen. Auch der Umgang mit dem Schwert wurde verändert. Man sieht nun deutlich wie Link ausholt um mit dem Schwert zuzuschlagen. Das Schild in der anderen Hand hält Link dabei zur Seite. Die Reichweite der Schwertes veränderte sich damit ebenfalls. Nun werden auch Gegner getroffen, welche nicht nur direkt vor Link stehen, sondern auch jene die er beim ausholen mit dem Schwert berührt. Link kann zudem das Schwert um sich schleudern und so alle Gegner die sich im näheren Umkreis befinden treffen. Dadurch wird es gleichzeitig einfacher Kämpfe lebend zu durchstehen. Sehr positiv fällt auf, dass die Steuerung sehr direkt und präzise reagiert und Link mühelos steuerbar ist. Die Paläste und Kerker in welche sich Link begeben muss sind viel größer geworden und ziehen sich oftmals über mehrere Ebenen. Zudem gilt es im gesamten Spielverlauf diverse Rätsel zu lösen um in der Story voran zu kommen oder einfach nur kleine Bonusitems abzuräumen.

Das Spiel ist auch das erste in der Zeldaserie, in welchem der Spieler mehrere Parallelwelten durchquert. So beginnt das Spiel in der Lichtwelt, welche das normale Königreich von Hyrule darstellt und die Welt darstellt, in der Link aufgewachsen ist. Die zweite Welt ist das ehemalige goldene Land welches jedoch zur Schattenwelt wurde. Die Schattenwelt entspricht eine verunstalteten Version der Lichtwelt. Die Farben sind verblasst, das Gras ist verdorrt und Totenschädel liegen herum. Leute verwandeln ihre Gestalt beim Betreten der Schattenwelt in ein Tier. So verwandelt sich Link ohne die Hilfe der Mondkugel in ein rosa Kaninchen. Die Geografie der Lichtwelt entspricht jener der Schattenwelt, mit kleinen Unterschieden. Allerdings verändert sich das Terrain nahezu überall. So befindet sich beispielsweise dort, wo in der Lichtwelt eine Wüste ist in der Schattenwelt ein Sumpf. Link kann mit Hilfe eines magischen Spiegels oder eines verstecken Warpportals von einer Welt in der anderen reisen.

Musik und grafische Gestaltung
Die Hintergrundmusik, welche zu hören ist, während Link sich in der Lichtwelt befindet ist mit der aus dem ersten Teil The Legend of Zelda identisch. Allerdings wurde sie an die musikalischen Fähigkeiten des SNES angepasst. Auch diverse andere Musikstücke sind aus dem ersten Teil übernommen worden. Die Titelmelodie zu A Link to the Past wurde von Koji Kondo komponiert. Die Musik wurde nicht am Computer produziert sondern von einem Orchester gespielt, aufgezeichnet und dann digitalisiert was vielleicht auch ein Grund dafür ist, dass die Musik und Soundeffekte bei Zelda auch nach längerer Spieldauer nicht nervig sind, sondern das Spiel dezent untermalen. Das ändert sich allerdings, wenn Link seine Lebensenergie fast aufgebraucht hat. Ist dem der Fall tönt fortan ein nerv tötendes Piepen aus den Lautsprechern, das erst wieder verstummt sobald man die Lebensenergie von Link wieder aufgefrischt hat. Dies tut man dank der Piepserei ziemlich zeitnah.

Die Grafik ist durchweg liebevoll und abwechslungsreich gestaltet. Man kann die Grafik nicht mit der des ersten oder zweiten Teils vergleichen, da das SNES und das NES technisch Welten trennen und sich das auch in der Grafik von A Link to the Past niederschlägt. Das zeigt sich auch an der Farbenpracht der Spiels. A Link to the Past bietet durchweg schöne, mit Liebe zum Detail gestaltete und animierte Grafiken. Besonders die Animationen im Wald oder auf Wiesen sind sehr gut. Alles wirkt fröhlich und nett, was sich jedoch schlagartig ändert wenn man in die Schattenwelt kommt. Dort wirkt alles düster und unheimlicher. Die Grafik trägt zusammen mit der musikalischen Untermalung schaffen eine beeindruckende Atmosphäre für den Spieler.

Four Swords
Die Umsetzung von A Link to the Past für den Nintendo Game Boy Advance enthält den Namenszusatz Four Swords. Die Umsetzung für den Game Boy Advance ist erst am 7. Januar 2005 in Europa auf den Markt gekommen. Also nicht ganz 15 Jahre nachdem das Spiel für das Super Nintendo zu haben war.

Das Modul bietet das Spiel A Link to the Past, wie man es von dem Super Nintendo kennt mit einigen kleineren Neuerungen sowie zusätzlich das eigenständige Multiplayerspiel Four Swords. Zu den kleinen Änderungen zählen unter anderem Kampfschreie der Spielfiguren, ein zusätzlicher Shop in der Schattenwelt und ein zusätzlicher Dungeon.

Damit dieser Dungeon zugänglich wird, muss allerdings zuvor Four Swords durchgespielt worden sein. Bei Four Swords handelt es sich um das erste Spiel der Zelda-Serie, welches zwei bis vier Spieler gleichzeitig agieren lässt. Dabei müssen die Spieler zum lösen von Rätseln zusammen arbeiten, stehen sich aber gleichzeitig als Gegner gegenüber, sofern es zum Beispiel um das einsammeln von Rubinen geht. Auch dieser Teil von Zelda verwendet die Vogelperspektive und erfordert, dass mindestens ein weiterer Spieler über das gleiche Modul verfügt. Das Spiel bietet eine eigenständige Geschichte, welche nicht mit der von A Link to the Past zusammenhängt.

Abschließende Kommentare
Das Spiel The Legend of Zelda: A Link to the Past ist nicht umsonst das meistverkaufte Spiel für das Super Nintendo Entertainment System mit über 4,5 Millionen verkaufter Einheiten. Gegner müssen dem Schwert oder anderen Waffen bekämpft werden. Manche der Feinde lassen sich nun nur mit bestimmten Waffen besiegen und sind gegen andere Immun, bei manchen Gegner ist auch eine Kombination bestimmter Waffen notwendig, was für Abwechslung sorgt und Spielspaß.

Link stehen mehrere magische Zauberstäbe und Amulette zu Verfügung, welche der Spieler zu seinem Vorteil einsetzen kann und so bisher bei Zelda nicht zu sehen waren. Aufgrund der sehr umfangreichen Dialoge, war A Link to the Past das erste Spiel von Nintendo welches komplett ins deutsche übersetzt wurde. Das Spiel verfügt über eine Speicherfunktion mit Speicherplätzen für drei verschiedene Spieler. Ohne eine Speicherfunktion wäre es schier unmöglich Zelda aufgrund des Umfangs des Spieles zu beenden. Es sei denn, man lässt sein Super Nintendo über mehrere Tage hinweg laufen.

Im Vergleich zum ersten Teil, wurde A Link to the Past der Schwierigkeitsgrad vermindert, dass so auch weniger trainierte Spieler den Spaß am Spiel nicht verlieren. Gut gelungen sind auch die zahlreichen kleinen Quests, die Link nebenbei bestehen kann oder teils auch muss. So gibt es in versteckten Höhlen oder verstecken von Räubern Herzteile oder Feenquellen zu finden, aber auch noch weitere nützliche Dinge die Link weiterhelfen können. Die Paläste und Labyrinthe sind sehr komplex aufgebaut und fordern vom Spieler auch das lösen diverser Rätsel. Alles in allem ist The Legend of Zelda: A Link to the Past eines der Spiele für das Super Nintendo, welches in keiner Sammlung fehlen darf und zu den besten Spielen überhaupt für das SNES zählt.

4 Kommentare

  1. Super Beitrag! Vielen Dank dafür!!! Das Lesen hat mir echt Freude bereitet und mich an gute alte Zeiten erinnert als ich noch mein Super Nintendo hatte.

  2. Als damals der erste Bericht über Zelda fürs SNES im Nintendo Clubheft abgedruckt wurde, war ich sofort begeistert! Und natürlich habe ich das Spiel gleich vorbestellt. Meiner Meinung nach ist es das beste Zelda-Spiel was jemals erschienen ist. Obwohl ich natürlich gestehen muss, dass ich die neusten Teile nicht gespielt habe.

  3. Oh man, ich weiß noch wie viele Stunden ich damals in Hyrule verbracht habe auf der Suche nach Rubinen, Herzteilen und dem nächsten Sidequest. War wirklich ohne Zweifel eines der besten Spiele überhaupt.

Kommentar verfassen