10 Arcade Spiele, die man gespielt haben muss

Okay, gleich vorne weg sollte eines klar gestellt werden: Es sollte etwas schwer sein, Arcadeautomaten bei sich zu Hause in die Wohnung zu schleppen, um die Spiele dort einigen ausgiebigen Runden unterziehen zu können. Für diejenigen, die keine Spielhalle in der Nähe haben, gibt es Programme wie MAME, welche Arcade Spiele emulieren können. Nun noch kurz ein paar Worte zu den Spielen…

Die ausgewählten Spiele sind nicht nur Top Hits, sondern teils auch unbekanntere Spiele, von denen man vielleicht noch nie wirklich was gehört haben mag. Genau das soll auch den Unterschied zwischen dieser Aufzählung an Spielen gegenüber anderen Aufzählungen machen. Über Pac-Man und Co. muss hier wohl nicht mehr groß geredet werden.

OutRun (Sega, 1986)

Lässig als Fahrer am Lenkrad eines Ferrari Testarossa Cabriolets gediegen über die Straßen preschen…  am Radio nach dem Lieblingslied suchen… nicht zu vergessen ein Auge auf die hübsche Blondie auf dem Beifahrersitz werfen. Alles Dinge die das Arcade-Rennspiel OutRun von Sega, welches 1986 in den Spielhallen auftauchte mit sich brachte.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war OutRun dahingehend einzigartig, dass es die Möglichkeit bot, dem Spieler keine feste Strecke vorzugeben. Der Spiele konnte folglich wählen, welche Strecke er zum Ziel fuhr. Vor jedem Checkpoint auf der Strecke teilt sich die Straße, was dem Spieler die Entscheidungsfreiheit gibt, welchen der zwei Streckenabschnitte er als nächstes befährt.

Unfälle sollte man bei OutRun tunlichst vermeiden. Sollte man doch einen Unfall bauen und samt Beifahrerin aus dem Auto geschleudert werden, bekommt man von der Blondine zu allem Übel auch noch eine Tracht Prügel mit der Handtasche.

Natürlich durften bei der Popularität von OutRun auch Versionen für andere Systeme nicht ausbleiben. Und so erschienen Versionen für diverse Systeme, darunter der Amiga, der Commodore 64, der PC, der Sega Game Gear, das Master System oder der Atari ST, um nur einige zu nennen.

Das Spiel wird oftmals als das Beste Arcade-Rennspiel überhaupt bezeichnet. Die Popularität kommt neben der guten Grafik und Musik wohl auch von der innovativen Technik, welche in dem Spielautomaten steckte. So gibt es Varianten in die man sich hineinsetzen kann und im Stile eines Ferrari Testarossa gehalten sind. Nicht zu vergessen die Hydraulik, welche für ein bis dahin nie dagewesenes Fahrerlebnis sorgte.

Toki (Tad Corporation, 1989)

Die Story zu Toki ist schnell erzählt. Im animierten Intro wird dem Spieler vorgeführt, wie die Freundin von Toki mit dem Namen Miho von einem Zauberer namens Vookimedlo entführt wird. Als Toki ihn versucht daran zu hindern wird er von dem Zauberer in einen Affen verwandelt. Blöd gelaufen, aber natürlich kein Grund, nicht trotzdem auf die Suche nach der entführten Freundin zu gehen.

Toki wurde ursprünglich von der Tad Corporation im Jahre 1989 als Arcadespiel veröffentlicht. Es folgten diverse Portierungen unter anderem auf den Amiga, den Atari ST, den Commodore 64, den Sega Mega Drive und das Nintendo Entertainment System. Im Spiel muss der Spieler den Affen Toki durch insgesamt sechs Level steuern. Alle Level sind gespickt mit allerlei Fallen und Gegnern, die dem Affen ans Leder wollen.

Die Hauptwaffe mit der sich Toki zu Wehr setzt ist durch spucken. Auf manche Gegner kann mal allerdings auch wie bei Super Mario Bros. oder anderen Jump’n Run Spielen einfach drauf hüpfen, um sie unschädlich zu machen. Toki kann sich dabei mit Gimmicks wie einem Footballhelm oder Turnschuhen ausrüsten, die ihm im Kampf gegen die Übermacht der Gegner helfen. Am Ende eines Levels erfolgt jeweils ein Kampf gegen den Big Boss des Levels.

Super Spiel, dass vor allem dank seiner brillanten und farbenprächtigen Grafik dazu einlädt gespielt zu werden. Die abwechslungsreiche Jump’n’Run-Kost verlockt immer wieder zu einem Spielchen. Der Spielverlauf ist recht ausgefeilt, allerdings trüben der happige Schwierigkeitsgrad und die teils heikle Kollisionsabfrage ein wenig den Spielspaß. Nichts desto trotz ein Spiel, welches man gespielt haben muss.

Donkey Kong (Nintendo, 1981)
Zum Spielhallenhit Donkey Kong gibt es wahrscheinlich relativ wenig zu sagen, was nicht schon von 1000 anderen Leuten gesagt oder geschrieben worden ist. Kurz zusammengefasst, wer Donkey Kong noch nie gespielt hat oder gar nicht kennt sollte dieses Umstand tunlichst ändern. Nicht nur weil Super Mario a.k.a. Jumpman in Donkey Kong und noch einige weitere Videospiellegenden ihr Debüt in diesem Spiel feierten, sondern auch weil es eines der Meilensteine von Nintendo war, die nebenbei der Firma noch einen Rechtsstreit wegen des Namens einbrachte. Das Spiel wurde außerdem nicht ohne Grund auf eine Vielzahl von Konsolen, Computern und Handhelds portiert.

Ursprünglich im Jahre 1981 veröffentlicht, war das Spiel eines der ersten des Plattform Genres, bei denen sich das Gameplay allgemein gehalten darauf fokussiert, die Spielfigur über eine Reihe von Plattformen zu steuern und dabei Objekten auszuweichen. Dabei war Donkey Kong gleichzeitig der angeblich letzte Versuch von Nintendo auf dem nordamerikanischen Markt Fuß zu fassen. Nintendo’s President Hiroshi Yamauchi übergab die Projektleitung an einen jungen unerfahrenen Spieledesigner mit dem Namen Shigeru Miyamoto. Mit einer Reihe von Zeichnungen als Vorlage die von King Kong bis Popeye reichten, entwarf Miyamoto das Szenario und gestaltete das Spiel zusammen mit Nintendo’s Chefentwickler Gunpei Yokoi.

Die Handlung des Spiels dreht sich um den Charakter Jumpman, der später in Mario umbenannt und Karriere machen wird. Jumpman muss eine junge Dame -im Spiel einfach “Lady” genannt- retten, welche vom Gorilla namens Donkey Kong entführt wurde. Die Freundin von Jumpman, welche zuerst nur als „Lady“ bezeichnet wurde, wird später in Pauline umbenannt.

Das Spiel war geprägt von den damals limitierten technischen Möglichkeiten. So war es zum Beispiel aufgrund des eingeschränkten grafischen Gestaltungsraumes zu schwierig Jumpman’s Mund darzustellen, weswegen man sich kurzer Hand für einen Bart anstelle des Mundes entschied. Weil es nicht möglich war die Haare zu animieren oder sie während den Sprüngen von Jumpman zu animieren trägt er eine Mütze. Um die Armbewegungen sichtbar zu machen, wurden Jumpman weiße Handschuhe verpasst. Cutscenes erläutern dem Spieler das Geschehen zwischen den einzelnen Leveln.

Um den Gorilla zu besiegen ist einiges an Geschick von Nöten, da es neben den Gegnern im Level, Abgründen und sonstigen Hindernissen auch die Steuerung ihren Teil zum Schwierigkeitsgrad des Spiels beiträgt. Diese reagiert teilweise etwas träge. Insgesamt verfügt das Spiel über vier Level. Manche Portierungen verfügen allerdings teils auch über noch weniger Level. Die Level orientieren sich an den Höhenmetern, welche Donkey Kong auf seiner Flucht zurücklegt. Der Gorilla klettert ähnlich wie im Film King Kong gen Himmel und wird dabei von Jumpman verfolgt.

Bereits bis zum Sommer 1982 hatte der Erfolg von Donkey Kong mehr als fünfzig Firmen dazu gebracht, bei Nintendo anzufragen, ob es möglich wäre die Charaktere aus Donkey Kong zu lizensieren. Dadurch erschienen diverse Produkte versehen mit Donkey Kong Charakteren. Taito bot eine beträchtliche Summe um alle Rechte an Donkey Kong zu erstehen, Nintendo
lehnte das Angebot allerdings ab. Coleco wurde von Nintendo das Recht zugesprochen eine Homeversion von Donkey Kong zu erstellen. Unterdessen hatte sich Atari die Rechte für die Diskettenversionen von Donkey Kong gesichert.

Wäre Donkey Kong nicht gewesen und hätte das Spiel nicht den durchschlagenden Erfolg gehabt, den es zweifelsohne hatte, wäre es wahrscheinlich auch fraglich gewesen, ob jemals ein Klempner namens Mario das Licht der Welt erblickt hätte. So wurde aus Donkey Kong eine Serie die sich bis heute auf die aktuellsten Konsolengenerationen fortgesetzt hat. Daher ist es auch ein ultimatives Muss das Spiel Donkey Kong gespielt zu haben.

Indiana Jones and The Temple of Doom (Atari, 1985)
Das Spiel zum gleichnamigen Film ist nicht wie die beiden sehr bekannten Spiele Indiana Jones and the Last Crusade und Indiana Jones and the Fate of Atlantis ein Adventure sondern Action-Titel. Das Spiel Indiana Jones and the Temple of Doom basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1984 und wurde im Jahre 1985 von Atari in die Spielhallen gebracht. Später folgte auch noch einige Umsetzungen auf andere Systeme. Das Spiel ist zudem das erste Spiel, welches auf der Atari System I Plattform läuft und digitalisierte Sprache mit sich brachte. Nicht zu vergessen: Natürlich war auch der Indiana Jones Soundtrack mit dabei.

Die Story ist an den gleichnamigen Film angelehnt und Indiana Jones muss im Spiel Gefangene befreien, sowie die drei Sankara Steine finden. Eine Status Bar zeigt dabei an, wie viele Gefangene man noch retten muss. Achja… und natürlich muss auch der Big Boss Mola Ram bezwungen werden. Dabei kommen Indiana Jones eine Vielzahl von Mola Rams Schergen in die Quere. Nebenbei muss man noch aufpassen, nicht von einer Schlage erwischt zu werden oder einen Abgrund hinunter zu fallen. Um Mola Ram besiegen zu können muss man zuvor die drei Sankara Steine gefunden haben. Gegen Mola Ram wird dann auf einer Hängebrücke Mola Ram gekämpft.

Insgesamt bietet das Spiel drei verschiedene Schwierigkeitsgrade: Easy, Medium und Hard. Der Schwierigkeitsgrad wird festgelegt indem man durch eine der drei Türen zu Beginn des Spiels geht. Das Spiel bietet drei verschiedene Schauplätze: Die Minen, ein Rennen in Minenkarren und Teile des Tempels.

Das Arcadespiel wurde wie schon erwähnt später von diversen Firmen auf andere Systeme portiert. Unter anderem gibt Varianten für den Amstrad CPC, den Commodore 64, den Commodore Amiga oder das Nintendo Entertainment System. Die meisten der Portierungen konnten allerdings vor allem was die Grafik anbelangte nicht mit dem Original mithalten.

Auch wenn die Musik im Spiel nicht die beste ist, so ist es doch die gleiche wie man auch während des Films zu hören bekommt und was auch sehr wichtig ist, sie nervt nicht. Schön animiert sind zum Beispiel die Aktionen, wenn sich Indiana Jones mit der Peitsche von einer Plattform zu anderen schwingt. Die Peitsche ist gleichzeitig ständig im Einsatz um den Weg freizuräumen, egal was gerade kommt. Super Spiel nicht nur für Indiana Jones Fans, welches vor allem dank originalem Soundtrack und schöner Grafik zu glänzen weiß.

Mr. Do! (Universal, 1982)

Das Arcadegame Mr. Do! wurde 1982 von Universal veröffentlicht. Kennern wird sofort auffallen: Mr. Do! hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit Dig Dug von Namco. Mit Mr. Do! legte Universal 1982 den Grundstein für eine ganze Reihe von Nachfolgern… und Nachahmern.

Bei Mr. Do! schlüpft der Spieler in die Rolle eines Clowns, welcher in jedem Level diverse Tunnel graben kann und nebenbei von einer Horde Monstern verfolgt wird. Um die Monster zu besiegen, kann man sie entweder mit einem herunterfallenden Apfel erschlagen, welche über das Level verteilt vergraben sind oder sie mit einem Ball, den Mr. Do! mit sich herumträgt abschießen. Es gilt je höher der Level wird, umso aggressiver werden die Monster in ihrem Vorgehen und graben beispielsweise auch von selbst Tunnels. Ein Level ist geschafft, sobald alle Kirschen eingesammelt wurden oder alle Monster um die Ecke gebracht wurden.

Aufgrund der Popularität des Spiels ist es auch kein Wunder, dass es eine ganze Latte an Nachfolgern zu Mr. Do! gibt. Dazu zählen Mr. Do’s Castle (1983), Mr. Do’s Wild Ride (1984) und Do! Run Run (1984). Das Spiel wurde dazu auch auf eine ganze Reihe von Plattformen portiert, darunter der Atari 2600, Colecovision, Apple II, Commodore 64 und später auch der Game Boy und das Super NES von Nintendo.

Das Gameplay ist erstklassig. Mr. Do! reagiert schnell und ohne Zicken auf die Tasten oder den Joystick. Der Schwierigkeitslevel steigt recht schnell an, was allerdings nicht zu lasten des Spielvergnügens geht. Für das kleine Spiel zwischendurch ist Mr. Do! nicht geeignet, da das Spiel mit der für 1983 guten Grafik relativ schnell süchtig macht und aus dem schnellen Spielchen gleich mal ein paar Spielchen mehr werden können. Die Levels sind relativ schnell beendet, so braucht ein etwas geübter Spieler normal keine Minute um einen Level erfolgreich zu absolvieren. Da allerdings eine große Anzahl an Levels zur Verfügung steht, muss man keine Angst haben das Spiel gleich beendet zu haben.

1943: The Battle of Midway (Capcom, 1987)

Das Spiel 1943: The Battle of Midway ist ein vertikal scrollendes Shoot’em-up, welches vom japanischen Hersteller Capcom 1987 in die Spielhallen gebracht wurde. Bereits einige Jahre zuvor, im Jahr 1984 war das Spiel 1942 veröffentlicht worden, welches der Vorgänger von 1943: The Battle of Midway ist. Wie der Titel schon verrät, bezieht sich das Spiel zu einen auf das Jahr 1943 und zum anderen auf die Schlacht um Midway. Eigentlich fand die Schlacht ja schon 1942 statt, aber wir wollen an dieser Stelle mal nicht kleinlich sein.

Das Ziel des Spieles ist es, die japanische Flotte zu schlagen und somit auch den eigenen Flugzeugträger zu schützen. Nach insgesamt 16 Levels hat der Spieler sein Ziel erreicht und trifft auf den japanischen Flugzeugträger Yamato, welcher wie unzählige Gegner zuvor vernichtet werden muss. Der Spieler kann dabei auf dem Weg durch die Levels diverse Power-Ups aufsammeln um somit zum Beispiel seine Boardkanone aufzurüsten. Wird man von einem Gegner getroffen oder rammt versehentlich ein gegnerisches Flugzeug verliert man nicht gleich ein Leben, sondern zunächst nur von seinem Energiebalken. Erst wenn der Energiebalken aufgebraucht ist, hat man ein Leben weniger auf dem Konto, was gleichzeitig das Ende des Spiels bedeutet.

Jedes der Level ist in zwei Abschnitte untergliedert. Dabei startet der Spieler im ersten Teil mit seiner P-38 Lightning von Bord eines Flugzeugträgers und kämpft in der Luft gegen eine Übermacht japanischer Flugstreitkräfte. Im zweiten Abschnitt eines Levels verringert sich die Flughöhe und man kann japanische Kriegsschiffe ins Visier nehmen. Die Kriegsschiffe haben im die Spiel die Funktion der Levelbosse. Am Ende eines Levels kehrt der Spieler mit seinem Flugzeug dann wieder auf den Flugzeugträger zurück um in das nächstes Level aufzubrechen.

Im Jahr 1988 stellte Capcom die Entwicklung für eine Nintendo Entertainment System Version des Spiels fertig. Des Weiteren wurde das Spiel auch auf einige andere Systeme wie den Amstrad CPC, den Commodore 64 und Amiga oder den Atari ST veröffentlicht.

Besonderen Spielspaß bietet das Spiel zudem im
zwei Player-Modus, bei welchem man gleichzeitig sich mit zwei Flugzeugen der japanischen Übermacht stellt. Sehr solides Spiel, dass aufgrund der farbenprächtigen Grafik und der vielen Action im Spiel eine ordentliche Unterhaltung bietet.

Rampage (Bally Midway, 1986)
Das Spiel Rampage wurde im Jahr 1986 von Bally Midway veröffentlicht. Im Spiel übernimmt der Spieler die Kontrolle eines großen Monsters, welches sich gegen das Militär zur Wehr setzen muss um zu überleben. Nebenbei geht noch der ein oder andere Stadtteil zu Bruch.

Bis zu drei Spieler können gleichzeitig die drei Monster namens George, einem King Kong ähnlichem Gorilla, Ralph, einem riesigen Werwolf oder dem Godzilla ähnlichen Monster namens Lizzie steuern. Die Monster, so die Story des Spiels, sind eigentlich Menschen die zu den Monstern mutiert sind. Jedes der Monster hat seine eigenen Vorlieben. So mag zum Beispiel der King Kong ähnliche George eine Dame in einem roten Outfit. Schnappt sich George diese Dame, gibt es dafür ordentlich Bonuspunkte. Das Ziel ist es, alle Gebäude in einer Stadt zu zerstören um in die nächste Stadt weiterziehen zu können. Dabei kann man Kampfpanzer zerstören, Helikopter vom Himmel holen, Taxis auseinandernehmen, Polizeiautos durch die Luft wirbeln und so weiter. Schon überzeugt, eh?

Die Monster können an den Fassaden der Gebäude hinaufklettern, um Gegner zu attackieren die sich im Gebäude verstecken oder das Gebäude durch Faustschläge dem Erdboden gleich machen. Gebäude nehmen auch Schaden, wenn ein Monster auf dem Gebäude herumspringt. Tolle Show. Nebenbei bietet das Spiele jede Menge Specials. So werden manche Gegenstände, so zum Beispiel ein Toaster erst nützlich, sobald der Toast herausgesprungen ist. Auch Paparazzi sollte man schnell alle machen, sonst könnte es vorkommen, dass er ein Foto macht und das Monster vom Blitzlicht geblendet vom Gebäude stürzt.

In der oberen hälfte des Bildschirm ist ein Balken zu sehen, welcher den Gesundheitszustand eines Monsters darstellt. Ist der Balken erschöpft, verwandelt sich das Monster wieder in einem Menschen zurück der sich versucht aus dem Staub zu machen. Kein Wunder, die Schäden an den Gebäuden der Haftpflichtversicherung zu erklären dürfte nicht ganz einfach sein.

Rampage wurde auf so gut wie alle Computer und Videospielkonsolen seiner Zeit portiert. Dazu zählen der Atari 2600 und 7800, das Nintendo Entertainment System, der Atari Lynx, der Commodore 64, ZX Spectrum und das Sega Master System. Bei der Version für den Atari Lynx wurde zusätzlich noch ein viertes Monster namens Larry, einer gigantischen Ratte erschaffen. Ob die Ratte und der Name eine Anspielung auf Larry Laffer sein soll bleibt offen.

Das Spiel ist toll für alle die mal gerne eine Stadt auseinander nehmen möchten. Und wer hätte es nicht schon geahnt: Was macht noch mehr Spaß als die Stadt auseinander zu nehmen? Richtig, die Stadt mit Freunden auseinander nehmen. Hierfür ist der Muliplayer-Modus von Rampage bestens geeignet. Dazu kommt nochmal wesentlich mehr und vor allem länger anhaltende Spielfreude auf als im Singleplayer Modus. Wer gerne ein gleichen Spielchen zusammen mit seinen Freunden machen will ist mit Rampage auf jeden Fall gut beraten. Auch die Grafik kann sich für die Zeit in der Rampage ursprünglich erschienen ist durchaus sehen lassen.

Moon Patrol (Irem, 1982)

Als Police Officer in Luna City kann man auch keine leichte Kugel schieben. Die Aufgabe des Spielers bei Moon Patrol ist es, als Fahrer eines Buggys auf dem Mond möglichst schnell die holprige Mondoberfläche zu überqueren. Das mag sich zwar ziemlich einfach anhören, ist es aber nicht. Denn um genau zu sein übernimmt der Spieler die Rolle eines Police Officers von Luna City, dem Sektor 9, der Sektor der die größten Strolche der Galaxie beheimatet zugeteilt wurde. Tja, mal verliert man, mal gewinnen die anderen. Gräben und Krater, herumliegende Felsbrocken, unbekannte Flugobjekte sowie feindliche Panzer und Raketen versuchen einem das Leben schwer zu machen.

Das Spiel kann eigentlich als klassischer Sidescroller bezeichnet werden. Moon Patrol wurde von Irem entwickelt und 1982 von Williams Electronics veröffentlicht. Das Spiel verwendet eine Auflösung 240 x 248 Pixeln und eine Farbpalette mit 576 Farben, was eigentlich schon ganz ordentlich ist für die technischen Möglichkeiten des Jahres 1982. Immerhin wurde das Spiel von einem gerade einmal 3,072 Mhz schnellen Prozessor angetrieben. Neben der Spielhallen-Version wurde Moon Patrol auch für den Atari 2600, Atari 5200, Atari ST, den Apple II, den Commodore 64, den PC und ZX Spectrum portiert. Die Version für den ZX Spectrum wurde zwar fertig gestellt, allerdings nie offiziell veröffentlicht. Zu Erwähnen wäre vielleicht noch, dass das Spiel zwar über einen Zweispieler-Modus verfügt, man in diesem aber leider nacheinander spielt und nicht gleichzeitig.

Das Rennen auf dem Mond besteht aus fünf Abschnitten. Je schneller man das Rennen bzw. die einzelnen Abschnitte beendet, umso mehr Punkte bekommt man am Ende. Am Anfang beginnt man das Spiel mit vier Mondbuggys, also praktisch vier Leben. Der Buggy hat zwei Geschütze: Eines gegen Flugobjekte und ein Geschütz das geradeaus nach vorne schießt. Unter anderem kann man neben feindlichem Gerät auch Felsbrocken mit seinem Bordgeschütz aus dem Weg räumen. Das verringert das Risiko, einen Fels zu tuschieren. Sollte man doch einem Felsen zu nahe kommen, hat man ein Leben weniger. Ein On-Screen-Display drei Indikatoren, welche die Farbe ändern, sobald sich Gefahr nähert.

Moon Patrol ist ein durchaus gelungenes Run and Gun Game. Der Schwierigkeitsgrad ist im ersten Level noch relativ niedrig angesiedelt, steigt aber relativ schnell an. Die Grafik ist für ein Spiel von 1982 durchaus in Ordnung.

Choplifter (Sega, 1985)

Choplifter wurde im Jahr 1982 von Dan Gorlin entwickelt und von Brøderbund zunächst für den Apple II veröffentlicht. Das Spiel zählt zu den wenigen Spielen, die von sich behaupten können, dass sie zuerst für Heimcomputer und erst später als Spielautomat veröffentlicht wurden.

Die Arcade-Version von Choplifter ist erst im Jahre 1985 von Sega veröffentlicht worden. Sega hat sich nicht lumpen lassen und gleich mal ordentlich an der Grafik des Spiels geschraubt. Neben Einsätzen in der Wüste fügte Sega dem Spiel auch eine Meer-, eine Stadt- und eine Höhlen-Mission hinzu. Natürlich durfte in der Arcade-Version auch Hintergrundmusik und eine Sprachausgabe nicht fehlen. Das Spiel zählt zu den erfolgreichsten des Jahres 1985.

Das Prinzip des Spiels ist recht simple. Der Spieler muss Kriegsgefangene retten, indem er diese mit seinem Hubschrauber aufnimmt und an einer Basisstation wieder absetzt. Dabei können im Helikopter maximal acht Personen gleichzeitig transportiert werden. Soweit so gut, nun kommen allerdings noch Panzer und Flugzeuge ins Spiel, welche den Spieler daran hindern wollen Kriegsgefangene auszufliegen. Natürlich kann sich aber auch der Spieler mit den Waffen des Hubschraubers gegen die Angreifer zu Wehr setzen.

Aufgrund des Erfolgs des Spiel, wurden diverse weitere Portierungen, Remakes und Clones entwickelt. Einer der Nachfolger des Spiels ist zum Beispiel Choplifter II für den Nintendo Game Boy, welches 1991 erschien.

Chopfilter ist ein ziemlich gut durchdachtes Spiel, welches mit seinem moderaten leicht ansteigenden Schwierigkeit
sgrad des Spiels nicht sofort abschreckt. Allerdings ist doch etwas Übung nötig, ob mit dem Helikopter zu Recht zu kommen und nicht gleich vom Himmel geholt zu werden. Nebenbei muss man immer noch darauf achten, dass der Treibstoff nicht zur Neige geht und man deswegen eine Bruchlandung hinlegt.

Ghosts’n Goblins (Capcom, 1985)

Bei Ghosts`N Goblins handelt es sich um ein Jump’n’Run, bei welchem der Spieler den Ritter Arthur unter seiner Kontrolle hat und eine Prinzessin retten muss. Ziemlich Basic die Story. Dabei gilt es auf dem Weg zur Prinzessin die Jump’n’Run-typischen Hindernisse zu überqueren und allerlei Gegner zu vernichten. Dazu zählen zum Beispiel Abgründe oder sich bewegende Plattformen, die es zu erreichen gilt.

Gespielt wird genretypisch wie bei fast allen Jump’n’Run-Spielen von links nach rechts. Veröffentlicht wurde das Spiel im Jahr 1985 von Capcom und ist wie jedes andere hier vorgestellte Spiel später auf weitere Plattformen wie zum Beispiel das Nintendo Entertainment System portiert worden.

Das Spiel startet auf einem Friedhof, auf dem diverse Zombies unerwartet vor dem Spieler aus dem Boden auftauchen und umherirren. Im weiteren Verlauf des Spiels bekommt es der Spieler noch mit weiteren Gegnern wie Krähen, Kobolden, Fledermäusen und so weiter zu tun. Am Ende eines jeden Levels gilt es Riesen zu besiegen, lediglich der Endgegner des letzten Levels ist ein Drache. Manche Gegner tragen zudem einen Sack mit sich herum. Stirbt der Gegner fällt der Sack auf den Boden und wird er vom Spieler eingesammelt, bekommt dieser auch den Inhalt, was entweder Bonuspunkte oder eine andere Waffe sein können.

Der Spieler beginnt mit fünf Leben. Originell ist, dass Arthur nach einer Berührung mit einem Gegner nicht gleich das zeitliche segnet sondern zuerst seine Rüstung verliert und in Unterhose da steht. Erst ein erneuter Treffer eines Gegners führt Arthur in die ewigen Jagdgründe.

Ghosts`N Goblins kann vor allem dank seiner sehr schön gestalteten Grafik überzeugen. Zudem bringt das Spiel eine gewisse düstere Atmosphäre rüber. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad sich gewaschen hat, lockt das Spiel dennoch immer wieder für eine weitere Runde. Ohne Frage einer der besten Capcom Titel in den 80er Jahren.

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