The Commodore was my first love (Part II)

Schon vor einiger Zeit angekündigt und nun endlich Wirklichkeit geworden: Der zweite Teil meines C=Kin Reviews von Commodore Gaming (Teil 1 ist hier zu finden).

Nach dem Öffnen des doch nicht ganz kleinen und trotzdem etwas unscheinbaren braunen Kartons kommt ein wesentlich ansehnlicherer Karton zum Vorschein. Im Gegensatz zum äußeren Karton ist dieser dann auch mit dem Commodore Schriftzug versehen und in schwarz gehalten, während der Äußere wohl nur als zweite Schutzhülle fungiert und ganz ohne Commodore Branding daher kommt. Auf der Seite des zweiten Kartons ist auch in stattlicher Größe das Commodore Logo und den entsprechende Schriftzug zu finden.

Nachdem man auch den schwarzen Karton geöffnet wird kann man immerhin das C=Kin Gehäuse bereits von oben betrachten. Sicher verpackt in einer durchsichtigen Plastikfolie und an allen Ecken mit Schaumstoff ordentlich ausgepolstert, damit auch beim Transport ja nichts schief geht. Ganz ausgepackt stellt das C=Kin Gehäuse dann sein ganzes achtziger Jahre Design zur Schau. An der einen Seite ist sind in das C= Logo kleine Löcher gestanzt. Darunter befindet sich ein großer Lüfter der die im inneren entstehende Wärme zur Seite abführt. Allerdings fallen dann beim ersten Hinsehen auch schon kleinere Mängel auf. Die Streifen am oberen Rand des Gehäuses scheinen auf beiden Seiten unterschiedlich weit vom oberen Ende des Gehäuses entfernt zu sein. Ein kurzes Nachmessen bestätigt den Verdacht. Fällt zwar nicht wirklich auf, aber ist dennoch unschön. Das Lackierung macht einiges her. Auch die Streifen und der Commdore Schriftzug sind lackiert und nicht wie man vielleicht Annehmen könnte bloß Aufkleber.

An der Front des Gehäuses befindet sich ein größer Power Button. Dieser ist allerdings zu meiner Verwunderung nur drauflackiert. Wenn man den PC also anschalten möchte, muss man jedes Mal die Klappe an der Front öffnen und dort einen Schalter betätigen. Ein weiterer Minuspunkt. Zudem fällt beim öffnen und schließen der Klappe an der Front des Gehäuses sofort auf, dass diese nicht richtig justiert ist und deswegen nicht richtig schließt. Eine Feinabstimmung von Hand ist nötig. Bei sehr genauer Betrachtung fällt dann auch auf der Oberseite des Gehäuses ein kleiner Lackierfehler auf. Das Gehäuse ist an dieser Stelle, welche ca. 1mm breit und 4mm lang ist wohl nicht richtig lackiert. Zumindest sieht es so aus, als ob eine etwas hellere Grundierung durchblicken würde. Dies ist allerdings wirklich nur bei sehr genauer Betrachtung sichtbar. Dennoch eigentlich nicht akzeptabel, ohne hier den Moralapostel spielen zu wollen. Zum Öffnen des Gehäuses ist das aufdrehen von zwei Schrauben nötig. Diese sind allerdings entsprechend geriffelt, so dass man, sofern sie nicht zu fest angezogen sind, diese auch ohne Schraubenzieher aufmachen kann.

Die inneren Werte des C=Kin Gehäuse überzeugen. Bereits an der Front ist ein Lüfter vormontiert, welcher Luft in das Gehäuse saugt. Der große Lüfter an der Seite des Gehäuses ist auch bereits vormontiert. Beide Lüfter verfügen zudem über eine Beleuchtung. Die Farbe der Beleuchtung lässt sich über einen Knopf an der Front des Gehäuses steuern. Nettes Gimmick, aber eigentlich nicht unbedingt nötig. Die Kabel im Gehäuse sind soweit sauber verlegt und auch 2 USB Schnittstellen, eine Firewire Schnittstelle sowie die üblichen 2 Audio Aus- und Eingänge sind an der Front zu finden. Zudem ist das Gehäuse an der Innenseite mit Dämmmatten ausgekleidet.

Interessant ist auch das System zum Einbauen von Festplatten oder dem DVD-Laufwerk. Diese werden nicht wie bei vielen Gehäusen üblich geschraubt sondern über eine Plastikvorrichtung verklemmt. Funktioniert soweit tadellos und vibrieren tut auch nichts. Auch die Lautstärke der Lüfter ist sehr gut. Im Betrieb sind die Lüfter des Gehäuses eigentlich nicht wahrnehmbar.

Auch ein nettes Gimmick sind die Standfüße des Gehäuses, welche in Form des Commodore Logos gehalten sind. Sieht zwar im Normalfall niemand, aber hey, sie sind immerhin da. Ansonsten bietet das Gehäuse ganze vier 5 1/4 Zoll Einbauschächte für eine durchaus ausreichende Zahl an Laufwerken. Leider sind allerdings nur für zwei diese Plastikhalterungen dabei, so dass weitere Laufwerke dann doch wieder verschraubt werden müssen. Die notwendigen Löcher hierfür sind aber vorhanden. Ähnlich sieht es bei den Festplatten aus. Auch hier sind nur für zwei Fesplatten Plastikklemmer vorhanden. Für Fans von SSD Festplatten sei gesagt, dass man einen Einbaurahmen benötigt, da das C=Kin keine 2 1/2 Zoll Laufwerke ab Werk vorsieht. Ach ja, Platz für ein 3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk wäre da auch noch.

Insgesamt betrachtet ist das C=Kin ein gutes Gehäuse, dass allerdings auch einige kleine Mängel, vor allem in der Verarbeitung aufweist und zu Teilen auch nicht richtig durchdacht wirkt. Warum kann man zum Beispiel keine PCI-Steckkarten ohne Schraubenzieher einbauen. Bei der Konkurrenz ist das seit Jahren Standard. Auch, dass man jedes Mal die Frontklappe öffnen muss um den Rechner einzuschalten ist auf Dauer etwas lästig. Die Liste der kleinen Nicklichkeiten ist noch einiges länger, ich will es aber erst mal dabei belassen.

Wäre der Preis nicht so abschreckend hoch, könnte man das C=Kin von Commodore Gaming durchaus als gelungenes Gehäuse bezeichnen. Bei diesem Preis allerdings wird das Vergnügen, welches man mit dem Gehäuse hat, dann doch vor allem durch die Verarbeitungsmängel und das teils nicht zu Ende gedachte Gehäuse gebremst. Eines ist kann dem C=Kin allerdings keiner abnehmen. Es ist ein Hingucker allererster Klasse, welches schnell viele Komplimente auf seiner Seite hat und Bewunderer findet.

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