The Commodore was my first love

Schon seit einiger Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt mir bei Commodore Gaming ein neues Gehäuse für einen zukünftigen PC zu bestellen. Ein neuer PC muss demnächst sowieso her, da der Alte langsam aber sicher veraltet ist und meinen gewachsenen Ansprüchen nicht mehr genügt. Nach einigem hin und her und langer Sparerei habe ich mir dann am 3. Juni 2009 bei Commodore Gaming ein C-Kin Gehäuse bestellt. Ein ganzer PC von Commodore Gaming war mir dann doch etwas zu teuer aber das C-Kin im klassischen C64 Brotkastendesign hatte es mir einfach angetan. Da war dann auch der stolze Preis des Gehäuses nebensächlich.

Also durch den Webshop auf commodoregaming.com geklickt, dass gute Stück in den Warenkorb gelegt. Danach das übliche Prozedere mit Adresse, Telefonnummer, Rechnungsanschrift usw. Leider kann man nicht mit Paypal oder ähnlichem zahlen, daher musste wohl oder übel die Kreditkarte herhalten, wenn auch mit einem etwas mulmigen Gefühl im Magen. Aber eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass die Firma seriös ist. Der Firmensitz in Amsterdam schien nach kurzer Suchmaschinenrecherche auch wirklich zu existieren. Außerdem wurden zuvor auf diversen anderen Websites einige Tests von Komplettsystemen von Commodore Gaming gelesen und ausführlich studiert.

Nun gut. Die Kreditkartennummer eingegeben und schließlich den Bestellung abgesendet. Eigentlich recht simple Sache, allerdings scheitert der Versuch jäh. Nach der Bestätigung, dass die Kreditkarte akzeptiert wurde ging’s nicht mehr weiter. Offensichtlich ein Problem mit der Website, welches sich auch durch mehrmaliges hin-und-her klicken nicht umgehen ließ. Erstes Zähneknirschen und innerliches Gefluche macht sich breit. Hätte das nicht vor der Eingabe der Kreditkartendaten passieren können? Nach dem überprüfen der Emails steht fest, dass auch keine Bestellbestätigung via Mail kam. Grand Malheur.

Immerhin gibt es auf der Website von Commodore Gaming einen Livechat. Wenigstens ein Hoffnungsschimmer. Also flux den Livechat mit dem Mauszeiger anvisiert, eingeloggt und siehe da: Es scheint wirklich ein Vertreter der Firma verfügbar zu sein. Kurz auf englisch das Problem geschildert und der Kollege am anderen Ende der Strippe sucht nach der Bestellung im System. Nach kurzen warten steht fest: Die Bestellung kam korrekt im System an, die Kreditkarte ist okay, eine Bestellbestätigung per Mail folgt in den nächsten Stunden. “They are currently working on the website”… alles klar. Also nochmal Glück gehabt und mit dem Support kann man soweit auch zufrieden sein. Der Bestellprozess verfügt allerdings über Verbesserungspotentiale.

Die angekündigte Bestellbestätigung trudelte auch wenige Stunden später per Email ein. Alles okay also. In der Email war angegeben, dass man sich von Seiten von Commodore Gaming innerhalb der nächsten 14 Tage meldet, sobald man ein definitives Lieferdatum hat. Soweit alles im Lot und die Tage verstrichen…

Nach 16 Tagen fiel mir dann ein, dass es eigentlich langsam Zeit wird, von Commodore Gaming wieder was zu hören. Immerhin stand die Nennung eines Liefertermins noch aus. Okay… ich warte geduldig noch ein Weilchen. Zwei Tage später war meine Geduld dann aber am Ende. Also wieder commodoregaming.com einen Besuch abgestattet und den Livechat angepeilt. Komischer weise musste ich feststellen, dass der Livechat nicht mehr existierte und auch das Layout der Website hatte sich merklich geändert. Von einer Möglichkeit Gehäuse oder Komplettsysteme bestellen zu können war auf einmal auf der ganzen Seite kein Hinweis mehr zu finden. Die werden doch wohl nicht etwa im Rahmen der Wirtschaftskrise auch das zeitliche gesegnet haben?!?!

Also ein Email an Commodore Gaming gesendet mit der Frage, wie es denn nun um mein Gehäuse steht und bis wann ich mit einer Lieferung rechnen könne. Langsam aber sicher machte sich das Gefühl breit eine Stange Geld versenkt zu haben. Sehr sehr unschön. Drei Tage später immer noch keine Antwort. Allerdings kam die Abrechnung des Kreditkartenunternehmens und der Betrag für das Gehäuse wurde natürlich aufgeführt. Also nochmal ein Email geschrieben, mit der Hoffnung dieses Mal mehr Erfolg zu haben. Eine Rückmeldung blieb aber aus. Nach einer intensiven Studie der AGBs von Commodore Gaming fiel mir ein Passus auf, welcher besagte, dass es bis zu 45 Tagen dauern kann, bis das Gehäuse geliefert wird. Na gut, vielleicht ist ja doch alles okay. Emails zu beantworten ist allerdings wohl trotzdem nicht zu viel verlangt. Dicker Minuspunkt.

In den darauffolgenden Wochen spielte ich mit den Gedanken zu versuchen das Geld über die Kreditkartenfirma zurückbuchen zu lassen. Immerhin kam mir das Ganze inzwischen doch ziemlich spanisch vor. Allerdings ließ ich es dann doch erst mal dabei bewenden. Dann begann wieder das lange warten.

Wieder erwarten trudelte dann nach sage und schreibe 40 Tagen nach der Bestellung ein Email in meinem Postfach ein, welches bestätigte, dass mein Gehäuse verschickt wurde. Trackingnummer war auch dabei also schien sich die Warterei doch gelohnt zu haben. Das überprüfen der Trackingnummer ergab, dass mein Paket gegen Mittag an TNT übergeben wurde. Schon am frühen morgen des nächsten Tages klingelte es an der Türe. Der Paketzusteller von TNT hatte tatsächlich “schon” mein Gehäuse geliefert, am Ende dann sogar noch schneller als erwartet.

Im zweiten Teil dieses Beitrages, welchen ich in den kommenden Tagen veröffentlichen werde, dann das große auspacken, die ersten Eindrücke und natürlich auch jede Menge Bilder von Commodore Gaming C-Kin.

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