Dig Dug für die Xbox 360 mal eben angezockt

Die Tage habe ich mich mal etwas ausgiebiger mit der Dig Dug Version für die Xbox 360 beschäftigt, welches sich über den Xbox 360 Spielemarktplatz herunterladen lässt – Vorrausgesetzt natürlich, man hat die entsprechende Anzahl von Microsoft Points auf seinem Konto.

Bei der Version von Dig Dug für die Xbox 360 handelt sich um die gleiche, wie sie auch in der Spielhalle gefunden werden kann. Lediglich die Menü’s wurden entsprechend auf HD getrimmt als auch einige weitere kleine Erweiterungen wie eine kurze Anleitung und natürlich Achievements hinzugefügt. Auch bei Dig Dug kann man insgesamt 200 Achievement-Punkte erreichen, was im Vergleich zu anderen Spielen wie zum Beispiel Mega Man 9 recht leicht fällt.

Ursprünglich wurde Dig Dug bereits im Jahre 1982 veröffentlicht und anvancierte zu einem der beliebtesten Arcadespiele der frühen achtziger Jahre. Das Ziel bei Dig Dug ist es alle im Untergrund wohnenden Monster entweder zu beseitigen oder zu verjagen. Beseitigen kann man die Monster entweder indem man sie mit Hilfe einer Harpune abschießt und mit dem damit verbunden Schlauch aufbläst bis sie platzen oder aber indem man sie mit einem Felsbrocken erschlägt – Wohl einer der Klassiker beim beseitigen von Gegnern.

Im Spiel gibt es nur zwei verschiedene Monster beziehungsweise Gegner. Pookas sind runde rote Monster die an eine Tomate mit gelben Füssen und gelber Taucherbrille erinnern. Fygars hingegen sind grüne Drachen die Feuer speien können. Der Spieler steuert den in blau und weiß gekleideten Charakter Dig Dug, der dank seiner Schaufel Gänge in den Untergrund graben kann und eine Pumpe, mit Schlauch und Harpune bei sich führt. Dig Dug stirbt, sobald ihn ein Monster erwischt, er von einem feuerspeienden Fygar angekokelt wird oder ihn ein Felsbrocken niederstreckt.

Es gibt mehr Punkte für ein erlegtes Monster abhängig davon, wie tief das Monster sich im Erdreich befindet. Ein Fygar um die Ecke zu bringen ist generell schwerer und risikoreicher und daher auch mehr Punkte wert, wenn man ihn von der horizontalen aus aufgepumpt. Das liegt daran, dass die grünen Drachen nur horizontal Feuer speien können und nicht vertikal. Es gibt ebenfalls mehr Punkte wenn man einen Gegner mit Hilfe eines herabfallenden Felsbrockens beseitigt anstatt ihn zum Platzen zu bringen. Sobald der Spieler zwei Felsbrocken das graben von Tunnels tiefer in den Untergrund befördert hat, erscheint in der Mitte des Spielfeldes ein Bonus-Gegenstand.

Für das einsammeln dieser Bonus-Gegenstände bekommt der Spieler Bonuspunkte. Die Gegenstände verschwinden allerdings nach einer bestimmten Zeit auch wieder vom Spielfeld, wenn sie bis dahin nicht eingesammelt wurden. Die Bonus-Gegenstände erscheinen unabhängig davon, ob durch die herunterfallenden Steine ein Gegner getroffen wurde oder nicht. Unter anderem erhält man für das einsammeln von verschiedenen Bonus-Gegenständen Achievements. Auch für das Graben neuer Tunnels erhält der Spieler bereits Punkte, wenn auch nur wenige.

Wurden alle Gegner auf dem Spielfeld bis auf einen ausgeschaltet, wird dieser versuchen zu fliehen. Um zu fliehen muss das letzte verbliebene Monster die obere linke Ecke des Spielfeldes erreichen. In höheren Level bewegen sich die Monster zunehmend schneller auf dem Spielfel. Dies ist auch mit zunehmender Spielzeit in einem Level der Fall. Auch die Anzahl der Monster pro Level erhöht sich mit zunehmender Levelanzahl. Ein Level ist erfolgreich absolviert, sobald alle Monster erledigt wurden oder dem letzten verbliebenen Monster die Flucht gelungen ist.

Insgesamt betrachtet handelt es sich bei Dig Dug um eine durchaus gelungene Umsetzung des Arcade-Hits für die Xbox 360. Leider gibt es gegenüber der Arcade-Version keinerlei Verbesserungen oder Erweiterungen was das Spielgeschehen an sich betrifft. Hier könnte man sich durchaus noch einiges an mehr Abwechslung was die Gegner angeht oder auch die Level vorstellen. Auch kommt mir das das Spiel subjektiv etwas schwerer vor wie auf einem Spielautomaten. Nichts desto trotz ist der Schwierigkeitsgrad sehr human gehalten, so dass auch nicht geübte Spiele ihre Freunde an Dig Dug haben können. Etwas nervig ist der Sound. So dudelt die Hintergrundmusik nur vor sich hin, wenn Dig Dug sich durch das Level bewegt. Bleibt man stehen, hält auch die Hintergrundmusik an. Das erinnert manchmal ein wenig an eine Audio CD die im CD-Player hängt. Leider werden von Xbox Features wie Xbox Live, Multiplayer oder ähnlichen Spielspaß-steigernden Erweiterungen kein Gebrauch gemacht. Dafür ist Dig Dug im Vergleich zu anderen Spielen mit Preis von nur 200 Microsoft Points aber auch recht günstig. Allerdings darf man von einem Spiel aus dem Jahre 1982 aus heutiger Sicht keine Wunder erwarten und sollte auch seine Erwartungshaltung an den, nicht unbedingt lange anhaltenden Spielspaß entsprechend setzen.

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