TMNT 1989 Classic Arcade – Back from the Sewers

Die Turtles waren schon immer cool. Warum also nicht 400 Microsoft Points investieren und TNMT 1989 Classic Arcade über den Xbox Marktplatz beziehen? Einen kurzer Download später kann es auch schon los gehen. Natürlich nicht alleine, denn bei Teenage Mutant Ninja Turtles 1989 Classic Arcade oder kurz eben TNMT 1989 Classic Arcade können bis zu vier Spieler gleichzeitig ihr können unter Beweis stellen. Ursprünglich ist das Spiel, wie man aus dem Titel bereits ableiten kann im Jahre 1989 als Version für Spielhallenautomaten erschienen. Später folgten zahlreiche Portierungen, wovon die populärste jene für das NES ist.

Das Spiel TNMT 1989 Classic Arcade entspricht in weiten Teilen dem Original wie man es aus der Spielhalle kennt. Die Menüs wurden etwas aufgemotzt, Archivements eingeführt und natürlich das Game für Xbox Live fit gemacht. Das Spiel ist für das Nintendo Entertainment System unter dem Titel Turtles II: The Arcade Game erschienen. Prinzipiell ist das Spiel das selbe, allerdings bietet das Spiel für das NES neben etwas abgewandelter Grafik mehr und längere Levels, was man leider bei der Version für die Xbox 360 vergeblich sucht. So fällt jemandem der beide Versionen des Spiels kennt sofort schon beim ersten Level auf, dass das Level auf dem NES wesentlich länger und schwieriger ist als in der Arcade-Version für die Xbox 360.

Nichts desto trotz kommt bei dem Spiel vor allem im Multiplayer-Modus ordentlich Spielspass auf. Spielt man zu viert, so kann sich jeder Spieler einen Turtle aussuchen, mit dem er in den Kampf gegen Shredder und die Footgang zieht.  Shredder hat nämlich die enge Freundin der Turtles April O’Neill, wie man im Intro erfährt, entführt. Allgemein kämpft man in dem Spiel hauptsächlich gegen die Footgang, welche mit allen möglichen Gattungen von Angreifern aufwartet. Leider ist auch für den lokalen Multiplayer anscheinend eine Xbox Live Gold-Mitgliedschaft zwingend erforderlich. In jedem der Level gibt es einen oder mehrere Endgegner, darunter unter anderem Shredder, der Wissenschaftler Baxter Stockman und das kranke Hirn Krang.

Man prügelt sich also zu viert durch die verschiedenen Levels, beginnend in einem brennenden Hochhaus, über die Straßen von Manhattan, durch die obligatorische Kanalisation weiter auf dem Skateboard bis hin zum Technodrom. Gut gelungen sind die vielen kleinen Specials. So ist es beispielsweise möglich einen Parkuhr zu demontieren oder in einen offenen Gully zu fallen. Das kennt man allerdings auch alles aus der Arcade- und NES-Version. Auch am Sound ist nichts auszusetzen und man neigt auch nicht dazu den Sound gleich abzustellen, da er wirklich ganz in Ordnung ist.

Leider ist das Spiel allerdings etwas zu kurz geraten und man hat es relativ schnell durchgespielt, was unter anderem wohl auch daran liegt, dass als Vorlage für die Portierung eben die originale Arcade-Version hergehalten hat und nicht die Version für das NES, welche über mehr und längere Levels verfügt. Auch ganz wie in der Spielhalle hat man im Spiel eine nicht limitierte Anzahl an Continues zu Verfügung, womit jeder in der Lage sein sollte das Spiel erfolgreich beenden zu können. In der Spielhalle erhält man die Continues nur durch den Einwurf einer neuen Münze, bei der Xbox 360 Variante sind sie durch einen Tastendruck zu haben.

Hat man Shredder und Krang im Technodrom besiegt, so beginnt man nach dem Abspann wieder im ersten Level, allerdings hat sich der Schwierigkeitsgrad nun erhöht und man bekommt es mit einer größeren Anzahl und stärkeren Gegnern zu tun. Etwas spärlich ist in den Levels Pizza verteilt, welche den Turtles wieder zu neuer Lebensenergie verhilft. Aufgrund des Mangels an Pizza kommt es schnell mal dazu, dass ein Turtel einem „Shell Shock“ erliegt und durch ein Continue gerettet werden muss. Spielt man nicht zu viert, kann man sofern man ein Level verloren hat auch einem anderen Turtel sein Vertrauen schenken und mit ihm den Kampf gegen die Footgang fortsetzen.

Besonders viel Spass macht das Spiel, wenn man wie bereits erwähnt nicht alleine spielt sondern vom Mehrspielermodus gebrauch macht. Die Levels sind dafür, dass das Spiel auf dem Jahr 1989 stammt sehr aufwendig und liebevoll gestaltet. Alle Levels verfügen über eine Pseudo-3D-Darstellung und alle Charaktere können die Tiefe des Raumes ausnutzen. Die Steuerung ist gut und reagiert ohne Zicken, jedoch hätte dem Spiel ein bisschen mehr Abwechslung gut getan. So wird vor allem wenn man alleine spielt das Gegner verprügeln doch nach einiger Zeit etwas monoton. Das Spiel ist trotzdem auf alle Fälle die 400 Microsoft Points wert, besonders dann, wenn man ein Multiplayer Arcade-Spiel sucht.

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